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Neue Aufzüge und neue Fassaden

Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen investiert Millionen in Modernisierung Neue Aufzüge und neue Fassaden

Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen investiert in diesem Jahr 5,6 Millionen Euro in die Modernisierung und Instandsetzung ihrer 4233 Wohnungen. Das ist der bisher größte Betrag seit der Jahrtausendwende. Den finanziell größten Brocken bildet dabei der Anbau von zwei Fahrstühlen an die Punkt-Hochhäuser am Fontaneplatz.

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Johannes Eggert (l.) und Alexander Cassian von der Firma KTW Kunststoff-Technik GmbH aus Weimar am Fontaneplatz 14

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen . Kellerbrand in der Heinrich-von-Kleist-Straße. Das war der gestrige Start in den Tag für die Mitarbeiter der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen (Wobauge). Aus der Bahn wirft dies den seit mehr als zehn Jahren im Amt befindlichen Geschäftsführer Rolf Faust nicht. „Bei über 4233 Wohnungen im Bestand ist immer irgendetwas. Das ist ärgerlich, aber nicht zu ändern“, sagt er gelassen. Umso mehr freut sich der Geschäftsführer, dass sein Unternehmen im Interesse der Mieter in diesem Jahr insgesamt 5,6 Millionen Euro für die Modernisierung und Instandsetzung der Wohnungen aufwenden kann – so viel wie noch nie seit der Jahrtausendwende. Davon entfallen 3,7 Millionen Euro auf die Modernisierung, 1,5 auf die Instandhaltung sowie eine halbe Million Euro auf ein Sonderprogramm, mit dem nach dem Auszug von Mietern Wohnungen wieder flott gemacht werden.

Hintergrund

Die Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen (Wobauge) verfügt gegenwärtig über insgesamt 4233 Wohnungen.

Die Leerstandsquote liegt bei 0,9 Prozent. Die Lebensbedingungen der Mieter unterliegen aber aufgrund von Familiengründungen, Jobwechsel, Scheidungen, Erkrankungen oder Todesfällen einem starken Wandel. Die Fluktuation liegt daher bei zehn Prozent. „Von einem Selbstläufer des Vermietungsgeschäftes kann daher keine Rede sein, da steckt harte Arbeit dahinter“, sagt Geschäftsführer Rolf Faust.

Die Mieteinnahmen des Unternehmens belaufen sich jährlich auf etwa zwölf Millionen Euro. Die Forderungsausfälle liegen bei einem Prozent.

Finanziell mit knapp 1,4 Millionen Euro den größten Brocken bildet der Anbau von zwei Aufzügen an die Punkt-Hochhäuser am Fontaneplatz 13 und 14. Die Handwerker arbeiten dort bereits seit März, weil auf jeder Etage eine Wohnung umgebaut und verkleinert werden muss. Nur so kann der Lift künftig tatsächlich auf der Etage und nicht nur – für gehbehinderte Mieter ungeeignet – auf der halben Treppe halten. „Bisher zeigt die überwiegende Mehrheit der 48 Mietparteien sehr viel Verständnis für die Bauarbeiten“, lobt Faust. Schwere Einkaufstaschen oder Kinderwagen mühevoll die Treppen hinauf buckeln, damit soll in diesen Häusern ab dem 18. September endgültig Schluss sein. Stattdessen heißt es dann für die Mieter: Einsteigen und Knopfdruck auf die gewünschte Etage genügt.

Fassaden in der Käthe-Kollwitz-Straße werden saniert

Nicht ganz so gut haben es die Mieter in der Käthe-Kollwitz-Straße 1 bis 8. Sie müssen auch künftig Treppen steigen. In jedem Fall aber können sie sich in diesem Jahr über die Betonsanierung der Fassaden, eine moderne Dachabdichtung und vor allem neue Wohnungstüren freuen. Die Kellereingänge werden gleichfalls saniert und die Treppenhäuser zumindest teilweise gemalert. An dem Verbinder zwischen den beiden Gebäuden entsteht sogenannte Kunst am Bau. Dafür entwirft ein Künstler gegenwärtig ein schmuckes Wandbild. Das Motiv ist derzeit noch eine Überraschung. Allein in diesem Gebäudekomplex in der Kollwitzstraße lässt sich die Wobauge die Arbeiten insgesamt knapp eine Million Euro kosten.

Aber auch in Niederlehme will der kommunale Wohnungsbetrieb eine ordentliche Visitenkarte hinterlassen. In der dortigen Erich-Weinert-Straße 1 bis 4 dämmen Handwerker für etwa 400 000 Euro den Giebel und setzen das Dach instand. Gleichfalls in Niederlehme in der Karl-Marx-Straße 152 und 152A sanieren Bauleute im Gesamtwert von etwa 150 000 Euro die aus den 50er Jahren stammende historische Fassade. Schon abgeschlossen ist in diesem Ortsteil die Sanierung der Balkone in der Wernsdorfer Straße 128 bis 132, so dass die Mieter an den jetzigen heißen Tagen darauf bereits in Ruhe frühstücken oder Kaffee trinken können.

Ganz ohne Baulärm geht es auch in Zernsdorf nicht ab. Dort beauftragt die Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen eine Firma mit der zumindest teilweisen Instandsetzung der Hausfassaden im Seeblick 39A bis D, die etwa 230 000 Euro kosten wird. „Wir finanzieren all diese größeren Bauarbeiten ebenso wie Reparaturen an Steckdosen oder das Auswechseln eines Waschbeckens ohne jeden Kredit ausschließlich aus unseren Mieteinnahmen“, sagt Geschäftsführer Rolf Faust.

Von Franziska Mohr

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