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Dahme-Spreewald Neue Betreiberin übernimmt Reiterhof
Lokales Dahme-Spreewald Neue Betreiberin übernimmt Reiterhof
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12:25 07.10.2016
Gabriele Mai mit dem spanischen Hengst Gilmore. Quelle: Dietrich von Schell
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Bestensee

Für Gabriele Mai gibt es nur eins im Leben: Pferde. Seit März betreibt sie den Reiterhof St. Georg am Rande von Bestensee. „Eine tolle Anlage, aus der man ganz viel machen kann“, schwärmt sie. 26 Jahre Pferdezucht in Spanien hat sie dafür aufgegeben, das Gestüt am Mittelmeer verkauft, um sich jetzt in ein neues Abenteuer zu stürzen.

Ihr ganzer Stolz im Moment ist die Reithalle. „Wir haben wirklich alles neu gemacht“, sagt die Pferdenärrin. Reiter können ihre Pferde auf einem speziellen schwingenden Fußboden trainieren. Darauf liegt Sand, der auf der gesamten Fläche von 20 mal 65 Metern von einer hochmodernen Berieselungsanlage gewässert wird. Mit ihren Maßen können in der Halle Turniere ausgetragen werden. Dieser Untergrund eignet sich insbesondere fürs Dressurreiten, so die Expertin.

Gabriele Mai investiert Geld, Zeit und Arbeitskraft

Auch unter freiem Himmel finden versierte Reiter alles, was es braucht, um den sportlichen Möglichkeiten im Umgang mit den Tieren gerecht zu werden. So befindet sich auf dem 16 Hektar großen Gelände ein Springplatz, der noch erweitert werden soll. Weitere Plätze für Dressur, Vielseitigkeit und Military sind ebenso vorhanden.

Doch Gabriele Mai investiert nicht nur Geld in den Reiterhof, sondern in erster Linie Zeit und Arbeit. Das schafft sie nicht alleine, Hilfe kommt von der Familie. „Ohne meine Eltern und meinen Bruder würde es gar nicht gehen“, sagt sie.

Vater Bertold hilft bei Reparaturen und Renovierungsarbeiten. Er ist fassungslos, wie sehr der Hof verwahrlost war, als die Familie ihn übernommen hat. Mutter Roswitha kümmert sich um die Pferde. Auch die Eltern haben alles auf eine Karte gesetzt und ihr bisheriges Zuhause in Karlsruhe aufgegeben, um in Bestensee heimisch zu werden.

Zucht soll fortgesetzt werden

Und es gibt noch viel zu tun: Reitplätze und Ställe müssen wieder hergestellt werden, im November soll das „Reiterstübchen“ mit Blick auf die Halle wieder eröffnen. Hier wird den Gästen Kaffee und Kuchen serviert. Der große Hof verlangt zudem Pflege, Gebäude müssen in Schuss gehalten werden. Auch sind da die Pferde selbst, die jeden Tag Futter und Zuwendung benötigen. Schließlich betreibt Gabriele Mai in Brandenburg weiterhin ihre Zucht von spanischen Andalusiern: der Pura Raza Española (P.R.E.) und Cartujanos, zu Deutsch Kartäuser-Pferd.

Allerdings gehört Gabriele Mai der Hof noch gar nicht. „Ich habe ihn für 17 Jahre gepachtet“, sagt sie. So lange wolle sie auf alle Fälle bleiben, sagt sie. „Ich hoffe aber, die Anlage noch in diesem Jahr kaufen zu können.“ 2012 war es bei einem Verkauf des Reiterhofs zu Streitigkeiten gekommen, von Betrug war die Rede. Es hat sogar einen Prozess gegeben. Wegen dieser Vorfälle verzögern sich nun die Verhandlungen.

Anfeindungen im Internet

Anfangs sah sich Gabriele Mai auf Facebook Anfeindungen ausgesetzt. Man hielt ihr vor, in jene Machenschaften verstrickt zu sein. „Aber die Lage hat sich wieder entspannt“, sagt sie.

Leute, die reiten wollen, sind jedenfalls immer willkommen. Einsteller können ihre eigenen Pferde in den Ställen oder Paddocks unterbringen. Die Nutzung des gesamten Reiterhofs ist im Preis inbegriffen. Und eine Seltenheit: „Wir nehmen auch Hengste!“, so Gabriele Mai. Wegen ihrer Wildheit sind die nicht immer erwünscht. Und wer kein eigenes Pferd hat, kann auf einem der Betreiberin reiten. Ein Reitlehrer ist vor Ort.

Von Dietrich von Schell

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