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Neue Dauerausstellung wird vorbereitet

Museum Kloster Zinna Neue Dauerausstellung wird vorbereitet

Im Klostermuseum von Zinna soll sich einiges verändern. Während die Sonderausstellungen fast monatlich wechseln, wird nach 17 Jahren die neue Dauerausstellung vorbereitet. Zuvor muss aber das Innere des Hauses modernisiert werden. Eine gute Nachricht kann das Museum aber verkünden: Die Schaubrennerei macht weiter.

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Die Künstlerin Gudrun Vathke gestaltet mit ihren Bildern die erste Sonderausstellung 2016 im Museum Kloster Zinna.

Quelle: Peter Degener

Kloster Zinna. Aquarelle von Blumen und Landschaften, reetgedeckte Häuser an der Ostsee in Ei-Tempera und die Friedenskirche im Park Sanssouci sind Motive von Gudrun Vathke aus Potsdam. Zehn Jahre sind vergangen, seitdem die 71-Jährige ihre zeichnerische Leidenschaft durch Unterricht technisch aufgewertet hat. Mit ihren „Malerischen Impressionen“ aus der letzten Dekade hat Vathke am Sonntag den Reigen der Sonderausstellungen 2016 im Museum Klosta Zinna eröffnet. Noch bis zum 26. Februar sind ihre insgesamt 27 Gemälde im Galerieraum der Neuen Abtei zu sehen.

Das neue Jahr ist für Museumsleiter Norbert Jannek und den Jüterboger Kulturamtseiter Jens Katterwe eine Zeit der Vorbereitung und des Übergangs. Während sich in der Galerie in den kommenden Monaten knapp ein Dutzend Künstler abwechseln werden, arbeiten die beiden an drei Projekten für die Zukunft des Museums. Eines davon ist die Dauerausstellung zur Klostergeschichte. „Diese Schau ist 17 Jahre alt, technisch verschlissen und inhaltlich nicht mehr auf dem neuesten Stand“, sagt Jannek. Sie soll moderner und familienfreundlicher werden. Für ein neues Konzept wurde ein Kurator gefunden und im Dezember hat man sich für ein Münchener Gestaltungsbüro entschieden.

Doch bevor die Ausstellung erneuert wird, muss das zweite Projekt gestemmt werden. In der Neuen Abtei sind Baumaßnahmen nötig, etwa an der Elektrik, an der Heizungsanlage und den Fenstern. „Das Bauamt schreibt derzeit die Planungsleistungen aus“, sagt der Kulturchef. Er hofft, dass es 2017 mit der Modernisierung losgehen kann. Frühestens Ende 2018 könnte dann die neue Dauerausstellung in zeitgemäßer Aufmachung und auf aktuellem Forschungsstand für das Publikum geöffnet werden.

Das dritte Vorhaben weist nach vorn, ist aber brandaktuell: Die Essenzherstellung für den Likör „Klosterbruder“ im Siechenhaus neben der Neuen Abtei, besser bekannt als Schaubrennerei, scheint gerettet. Der alte Betreiber, die Drinks & Food Vertriebsgesellschaft aus Zahna, hatte zum Jahresende aufgegeben, jetzt steht laut Jens Katterwe ein Nachfolger bereit. „Die Übernahme und Weiterführung der Schaubrennerei durch einen neuen Betreiber aus der Region steht vor dem Vertragsabschluss“, sagte Katterwe der MAZ. Beim neuen Betreiber handle es sich um eine Firma aus der Region. Der Betrieb konnte durch mündliche Absprachen bereits seit Jahresbeginn ohne Unterbrechung weitergeführt werden.

Museumsleiter Jannek hat nach den Schließungsgerüchten um die Brennerei vor allem eine Botschaft: „Der Vierklang von Kloster Zinna mit dem Webhaus, der Essenzherstellung, der Kirche und der Neuen Abtei funktioniert wieder!“ Tatsächlich ist mit der fast vollständig restaurierten Kirche auch dieser Anziehungspunkt ab Frühjahr wieder regelmäßig geöffnet. Problem bleibt für Jannek „die fehlende Gastronomie“. Nur der Gasthof „Zum Klosterhof“ und die Küche des Webhauses sind nach mehreren Schließungen übrig geblieben.

Von Peter Degener

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