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Neue „Eingangstore“ zur Flughafengemeinde

Ortsentwicklung Schönefeld Neue „Eingangstore“ zur Flughafengemeinde

Derzeit ebnen Gemeindevertreter und Verwaltung der Gemeinde Schönefeld den Weg für eine knapp 30 Hektar große Gewerbefläche mit dem Namen „Büro- und Gewerbepark Schönefelder Kreuz“. Im Ausschuss geht es nun um einen entsprechenden Bebauungsplan und den wachsenden Verkehr.

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Quelle: Uta Schmidt

Schönefeld. Alle Zeichen stehen auf Grün für einen Bauboom auf den Gewerbeflächen rund um den BER. Derzeit ebnen die Gemeindevertreter und die Verwaltung der Gemeinde Schönefeld den Weg für eine knapp 30 Hektar große Gewerbefläche mit dem Namen „Büro- und Gewerbepark Schönefelder Kreuz“.

Zwar wurde bereits vor mehr als 20 Jahren in der damaligen Gemeinde Kiekebusch ein Bebauungsplan für einen Logistikpark aufgestellt, doch entspricht dieser nicht mehr den Erwartungen des Investors. „Es hat sich herausgestellt, dass der B-Plan aufgrund der festgelegten Baufelder und Entschließungsbedingungen nicht vollzugsfähig ist. Der Vorhabensträger wollte ein Logistikzentrum mit vier Verkehrsanbindungen entwickeln. Jetzt hat er sein Projekt überdacht“, erläuterte Stadtplaner Thomas Janßen im Entwicklungsausschuss der Flughafengemeinde.

Planer Thomas Janßen

Planer Thomas Janßen.

Quelle: Uta Schmidt

Hauptgrund für die Neufassung des B-Plans aus dem Jahre 1994 ist die geplante Autobahn-Anschlussstelle Kiekebusch, mit der eine völlig neue Verkehrserschließung nicht nur dieser Gewerbefläche an der A113 und L402 ermöglicht wird. Der Investor, die Industrie- und Handelskammer und die Gemeinde haben Interesse am Bau der neuen Anschlussstelle, deren Realisierungschancen derzeit intensiv geprüft werden. „Die Erschließung des Gewerbegebietes soll parallel zur Autobahn erfolgen. Damit ist auch eine Büronutzung der Fläche möglich“, sagte Janßen zu den veränderten Nutzungsabsichten.

Mit diesen könnte sich das Erscheinungsbild entlang der Autobahn A113 in Zukunft auffällig verändern. Drei- bis viergeschossige Bürogebäude sollen dort ebenso entstehen können wie Logistikhallen, Lagerflächen und eine Tankstelle, nicht aber Hotels. Janßen kündigte zudem an, dass die an der L402 entlangführende geschützte Baumallee fallen müsse, eine komplette Neuanpflanzung aber vorgesehen sei.

Investor soll sich an den Baukosten beteiligen

„Die Logistikansiedlung auf diesem Areal ist nur sinnvoll, wenn die Anschlussstelle Kiekebusch kommt. Ansonsten schaffen wir uns riesige Verkehrsprobleme“, gab Wolfgang Katzer (Linke) zu bedenken. Geht es nach den Wünschen der Gemeinde, soll sich der Investor an den Errichtungskosten beteiligen. Für den veränderten Bebauungsplan „Büro und Gewerbepark Schönefelder Kreuz“ ist eine frühzeitige Bürgerbeteiligung vorgesehen.

Die Ausschussmitglieder berieten zudem über die veränderten Verkehrsströme nach dem Bau der Anschlussstelle Kiekebusch. Schon jetzt haben die Verkehrszahlen in Waltersdorf die Prognosewerte des Landes von 2025 erreicht. Eine massive Entlastung der stark frequentierten L400 mit zwischen 4000 und 5000 Fahrzeugen pro Tag wird erwartet. Nach den Berechnungen der Planer der Gemeinde werden 2025 – bei Inbetriebnahme des Flughafens – 14 000 bis 15 000 Fahrzeuge pro Tag die Kreuzung im Ortskern von Waltersdorf sowie 45 000 Fahrzeuge pro Tag die „IKEA-Kreuzung“ am Ortseingang passieren. Die neue Anschlussstelle sei für Waltersdorf „systemrelevant“, hieß es im Fachausschuss. Daher werde die Gemeinde alle Möglichkeiten ausloten, diesen Bau so schnell wie möglich zu realisieren.

Ortseingang soll „Visitenkarte“ werden

In der Diskussion ist derzeit ebenso der Bebauungsplan „Schönefelder Tor – Nord“. Am Ortseingang entlang der Hans-Grade-Allee möchte ein Investor einen Einzelhandelsmarkt mit einem Vollsortiment errichten. Deshalb äußerte er den Wunsch, das bisher als Mischgebiet ausgewiesene Areal gegenüber dem Mercedes-Auto-Zentrum in ein reines Gewerbegebiet zu verwandeln. Dies sehen die Gemeindevertreter jedoch kritisch. Sie wollen den Ortseingang als „Visitenkarte“ der Flughafengemeinde gestalten. Planer Janßen empfahl daher die Ausweisung eines eingeschränkten Gewerbegebietes, das Beziehungen zur Wohnbebauung in der Nachbarschaft nach wie vor wahrt.

Von Uta Schmidt

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