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Dahme-Spreewald Neue Hausärztin in Zeuthen
Lokales Dahme-Spreewald Neue Hausärztin in Zeuthen
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00:18 06.05.2017
Die Ärztin Janina Böhm in ihrer neuen Praxis in der Friesenstraße 2 gleich beim Bahnhof Zeuthen. Quelle: Oliver Becker
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Zeuthen

Vor Kurzem eröffnete die Ärztin Janina Böhm ihre 180 Quadratmeter große Hausarztpraxis direkt am Bahnhof in Zeuthen. Noch sind die Wände kahl, riecht es nach Farbe und hängen keine Bilder an den Wänden. Mit der neuen eigenen Praxis hat sich die 35-Jährige einen Traum erfüllt und selbstständig gemacht. Sie wohnt in Zeuthen und fährt nur fünf Minuten mit dem Rad zur Praxis – zuvor war sie Angestellte im Spreewaldklinikum in Lübben und jeden Tag knapp zwei Stunden unterwegs. Künftig wird die gelernte Internistin Vorsorgeuntersuchungen, Akutbehandlungen und Impfungen vornehmen. Sie will sich die Praxis mit einem weiteren Mediziner teilen.

Hausärztliche Internistin

„Die Idee der Selbstständigkeit, hatte ich schon lange, doch war es schwierig, Praxis-Räumlichkeiten zu finden, weil es sie in Zeuthen nicht gibt“, sagt Böhm. Eine angedachte Kooperation mit bestehenden Hausarztpraxen scheiterte, weil die Räume ausgelastet waren. Dann kam das Angebot, mit der neuen Praxis in die Friesenstraße zu ziehen. Kernsanierung und die behindertengerechte Gestaltung der Praxis samt Einbau einer Behindertentoilette nach gesetzlicher Vorgabe verschlangen eine sechsstellige Summe, die sie finanzieren muss. Trotzdem ist sie nur Mieterin.

„Ich bin hausärztliche Internistin – das ist in Brandenburg im Rahmen des Hausarztmangels möglich“, sagt Böhm. Zeuthen und die Umlandgemeinden hätten das Problem, dass es viele Zuzüge gebe, jedoch die Anzahl niedergelassener Ärzte über die letzten Jahre nicht gestiegen sei. „Damit besteht eine Unterversorgung für die Patienten im hausärztlichen Bereich. Das war mein Beweggrund, mich als Ärztin niederzulassen“, sagt sie. In Süd-Brandenburg gingen hingegen viele ältere Kollegen in den Ruhestand – neue Ärzte fehlten.

Keine medizinischen Versorgungsengpässe

„Rein rechnerisch gibt es im Mittelbereich Schönefeld-Wildau, wozu auch Zeuthen zählt, noch sieben freie Zulassungsmöglichkeiten für Hausärzte. Versorgungsengpässe gibt es aber trotzdem nicht“, sagt Christian Wehry von der Kassenärztlichen Vereinigung. Durch die Nähe zu Berlin ergeben sich viele Mitversorgereffekte: Die Menschen arbeiteten in Berlin und gingen auch dort zum Arzt. Mit Förderungen von Praxisübernahmen bis zu 50 000 Euro setze man finanzielle Anreize, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. Derzeit liege der Versorgungsgrad bei 88 Prozent.

Von Oliver Becker

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