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Neue Hoffnung für Abiturstufe in Groß Köris

Groß Köris Neue Hoffnung für Abiturstufe in Groß Köris

Der Kreistag des Landkreises Dahme-Spreewald besteht auf einer Abiturstufe im Schenkenländchen. Die Abgeordneten beschlossen am Mittwoch einstimmig, das in die Schulplanung des Kreises aufzunehmen.

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Die Schenkenland-Schule in Groß Köris soll eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe werden. Der Grundschulteil bleibt bestehen.

Quelle: Karen Grunow

Groß Köris. Im Tauziehen um die Abiturstufe in Groß Köris zeichnet sich nun doch eine Entscheidung zugunsten der Schenkenland-Schule ab. Der Kreistag besteht darauf, das 13-jährige Abitur in Groß Köris anzubieten und beschloss am Mittwoch einstimmig, das in die Schulplanung des Kreises aufzunehmen. Sie soll dem Bildungsministerium dann erneut zur Genehmigung vorgelegt werden. „Ein entscheidender Schritt ist getan“, sagte der Kreistagsvorsitzender Martin Wille (SPD) direkt nach der Abstimmung.

Wechselbad der Gefühle

Die Köriser durchlebten zuletzt ein Wechselbad der Gefühle. Im Sommer bejubelten sie einen ähnlichen Kreistagsbeschluss, machten sich schon an die Vorbereitungen für den Abi-Start mit dem Schuljahr 2019/20. Doch dann kam plötzlich die Hiobsbotschaft aus dem Ministerium. Es genehmigt die Abiturstufe in Groß Köris nicht, weil sie nicht in der Schulplanung des Kreises steht. Das soll nun geändert werden. Laut dem neuen Kreistagsbeschluss muss die Schulplanung mit dem Ziel überarbeitet werden, „eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe am Standort Groß Köris“ zu errichten. Das Ministerium wird gebeten, das Genehmigungsverfahren deshalb vorerst ruhen zu lassen. Die überarbeitete Schulplanung soll dem Kreistag im ersten Quartal 2018 zum Beschluss vorgelegt werden. Vorausgesetzt, das Land stimmt anschließend zu, könnten Eltern nächstes Jahr ihre Kinder für das Abitur in Groß Köris anmelden.

Reges Interesse

Vize-Amtsdirektor Oliver Theel berichtete am Rande der Kreistagssitzung in Lübben von einer ungebrochenen Nachfrage. „Eltern erkundigen sich regelmäßig, es gibt ein reges Interesse“, sagte er. Laut jüngsten Untersuchungen des Amtes Schenkenländchen könnten die notwendigen Schülerzahlen schon aus dem Einzugsbereich des Amtes erreicht werden. Aber auch für Kinder aus Mittenwalde, Bestensee und Heidesee wäre Groß Köris dann eine erste Adresse. Angesichts dieser Auswahlpotenziale sei der Betrieb der gymnasialen Oberstufe „nach den gesetzlichen Vorgaben als gesichert anzusehen“, urteilt das Amt. Die Kreispolitiker sind davon ebenfalls überzeigt. Zur Abistufe in Groß Köris gab es Anträge von SPD/Grüne sowie von CDU/Bauern/FDP und UBL/Wir für KW. Daraus wurde ein gemeinsamer Antrag gemacht, den auch die Linken unterstützten. Darin heißt es ausdrücklich: Als einziger weiterführender Schulstandort zwischen Königs Wusterhausen und Lübben sei Groß Köris „essentiell für eine weiter steigende Vitalität des ländlichen Raumes“.

Applaus nach dem Beschluss

Warum die Schulplanung nicht schon nach dem gleichlautenden Kreistagsbeschluss vom Sommer geändert worden ist, blieb am Mittwoch unklar. Kreistagsabgeordnete hielten sich mit Schuldzuweisungen zurück, um den „Prozess nicht zu gefährden“, wie es hieß. Groß Köriser Kommunalpolitiker wie Margret Keller und Monika Sommer, die zum Kreistag kamen, applaudierten nach dem Beschluss. Oliver Theel sprach von einem Etappensieg: „Das ist ein unerlässliches Projekt für die Region. Jetzt haben wie die Chance, weiterzukommen.“

Von Frank Pawlowski

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