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Dahme-Spreewald Neue Kita hinter dem Lidl-Markt geplant
Lokales Dahme-Spreewald Neue Kita hinter dem Lidl-Markt geplant
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04:38 04.05.2016
Der Ersatzneubau für die Integrationskita „Spielspaß“ entsteht hinter dem Lidl-Markt. Quelle: Franziska Mohr
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Königs Wusterhausen

Seine Verblüffung konnte am Montagabend im Stadtparlament selbst Stadtverordnetenvorsteher Heinz-Georg Hanke (SPD) nicht verbergen: Nicht eine einzige Wortmeldung in der Bürgerfragestunde! Und das, obwohl die dafür vorgesehene Zeit bei vorangegangenen Sitzungen aufgrund der vielen Anfragen von Einwohnern meist kaum ausreichte. Auch der weitere Verlauf der nur knapp zweistündigen Sitzung verlief ähnlich ungewöhnlich.

Nach knapp einer Stunde tuschelten bereits die ersten Zuschauer belustigt, ob an diesem Abend möglicherweise ein interessantes Fußballspiel laufe, weshalb die Stadtverordneten eine derart ungewohnte Eile an den Tag legten: Bei 20 Beschlüssen gab es nur eine einzige Gegenstimme. Und die betraf die Bestellung eines Mitgliedes des Aufsichtsrates der Hafengesellschaft Lutra, weil nach Auffassung der Stadtverordneten Birgit Uhlworm (UfL) wieder einmal das weibliche Geschlecht nur ungenügend berücksichtigt worden sei. Alle anderen Entscheidungen fanden ausnahmslos die Zustimmung der Abgeordneten. Letzteres betraf auch die eingeleitete Änderung des aus dem Jahr 1997 stammenden Bebauungsplanes „Luckenwalder Straße“. Ursprünglich sollte auf diesem insgesamt 1,2 Hektar großen Areal hinter dem Lidl-Markt ein Allgemeines Wohngebiet mit möglichen kleinen Stadtvillen entstehen. Dafür allerdings gab es keine Nachfrage.

Mehrgeschossiger Mietwohnungsbau komplettiert das Ensemble

Etwa die Hälfte der Fläche ist jetzt für den seit Jahren in der Diskussion befindlichen Ersatzneubau für die Integrationskita „Spielspaß“ vorgesehen. Mehrgeschossiger Mietwohnungsbau wird das Ensemble komplettieren. Die neue Integrationskita soll gleichfalls von der Awo betrieben werden. Sie wird über 204 Plätze verfügen. Das sind vier mehr als bisher, wobei etwa jedes fünfte Kind einen erhöhten Integrationsbedarf aufweist.

Für die teilweise schwer behinderten Mädchen und Jungen steht nicht nur speziell geschultes Personal, sondern auch eine entsprechende Ausstattung bereit. Auch die Gruppen sind aufgrund des Förderbedarfs der Kinder kleiner. Die Kosten für die neue Kita werden in der Stadtverwaltung auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt. Mit dem Baubeginn ist nach Angaben der Fachbereichsleiterin Bianca Urban allerdings nicht vor Juni 2018 zu rechnen.

Von Franziska Mohr

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