Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Neue Mietshäuser sorgen für Ärger
Lokales Dahme-Spreewald Neue Mietshäuser sorgen für Ärger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 22.05.2015
Das jetzt für das Bauvorhaben beräumte Grundstück in der Zeuthener Weserstraße. Dort sollen Mietshäuser entstehen. Quelle: Gerlinde Irmscher
Anzeige
Zeuthen

In Kürze sollen in der Zeuthener Weserstraße die Bauarbeiten beginnen. Entstehen werden zwei private Mietshäuser. Der Landkreis hat das Bauvorhaben genehmigt. Die Gemeinde Zeuthen bewilligte nach der aktuellen Baumschutz-Satzung die nötigen Fällarbeiten. Dennoch sorgt das Projekt für Ärger bei den Anwohnern. Für sie erscheint das Projekt eine Nummer zu groß. Zudem machen sie sich sorgen, dass dort wertvolle Bäume zur falschen Zeit gefällt wurden.

„Für mich und meine Familie bedeutet das Vorhaben Heimatverlust“, sagt Ingo Will, einer der Nachbarn. Vorher habe auf dem Grundstück eine ältere Dame in einem Haus gewohnt, wie es in der Umgebung die Regel ist. „Jetzt kommen hier zwei Mietshäuser auf das selbe Grundstück“, berichtet der Zeuthener. Zwei Geschosse sollen sie hoch werden, ohne Spitzdach, wie in der Gegend üblich. In jedes der Häuser kämen vier Wohnungen. Außerdem würde Fläche für Parkplätze bereitgestellt. „Dafür mussten große Lärchen gefällt werden“, so Will. Er schätzt, dass die Bäume an die 100 Jahre alt waren. Zudem seien sie gefällt worden, als nach Bundesnaturschutzgesetz Bäume nur mit Sondergenehmigung abgeschlagen werden durften.

Große Lärchen fielen der Säge zum Opfer. Quelle: Privat

„Stimmt“, sagt Henry Schünicke aus dem Zeuthener Rathaus. Er hat das Projekt gemeinsam mit seiner Kollegin begleitet, fungiert auch als Baumgutachter. „Laut der Zeuthener Baumschutzsatzung gilt Baurecht vor Baumrecht“, sagt er. Allerdings räumt er ein, dass an eine solche Sondergenehmigung auch Auflagen gebunden seien. So sei der private Eigentümer für Ersatzpflanzungen verantwortlich. „In der Regel sollen diese auf dem selben Grundstück erfolgen“, so Schünicke. Sei dies aus Platzgründen nicht möglich, müsse der Eigentümer bei der Gemeinde einen Antrag stellen, die Ersatzpflanzungen woanders vorzunehmen. Auf dem Grunstück in der Weserstraße hätten für das Bauvorhaben alle Bäume gefällt werden müssen. Nach seiner Einschätzung habe es sich nicht um besonders schützenswerte Arten gehandelt. Aus datenrechtlichen Gründen – es handelt sich um ein privates Vorhaben – dürfe er keine genauen Auskünfte erteilen. Schünicke schätzt aber ein, dass die gefällten Bäume nicht das von den Anwohnern vermutete Alter erreicht hatten.

Zugestimmt hat dem Vorhaben die Untere Bauaufsicht des Landkreises Dahme-Spreewald. Kreis-Sprecherin Heidrun Schaaf sagt, dass ein veränderter Bauantrag für zwei Wohnhäuser eingereicht worden sei. Zunächst habe ein Bauantrag für zwei Dreigeschosser vorgelegen. „Dieser Antrag wurde aus bauplanungsrechtlichen Gründen abgelehnt“, so Schaaf. Bei der jetzigen Variante sei die vorhandene Umgebungsbebauung in der Weserstraße berücksichtigt worden. Man finde jedoch eine sehr unterschiedliche Wohnbebauung vor.

Ingo Will und andere Anwohner wollen das so nicht akzeptieren und haben René Berger, Rechtsanwalt in Königs Wusterhausen, beauftragt, die Angelegenheit zu prüfen. „Ich habe Akteneinsicht gefordert. Noch liegen nicht alle Unterlagen vor“, so Berger. Er schätzt ein, in zwei bis drei Wochen ein Ergebnis zu haben. Dann soll entschieden werden, ob Rechtsschritte eingeleitet werden.

Von Andrea Müller

Sie hat einen Stammumfang von 7,60 Metern, das muss der Stieleiche in Stülpe erst einmal ein anderer Baum nachmachen. Laut den Listen der Unteren Naturschutzbehörden ist der Baum damit sogar der dickste in der Dahmeland-Fläming Region. Ober er allerdings auch der älteste ist, weiß kein Mensch.

21.05.2015
Polizei Dahme-Spreewald: Polizeibericht vom 18. Mai - Kollision auf der Autobahn

+++ Bestensee: 6000 Euro Schaden nach Unfall +++ Niederlehme: Feuer auf Autobahn-Parkplatz +++ Königs Wusterhausen: Von der Fahrbahn abgekommen +++ Mittenwalde: Transporter kollidieren +++ Schwielochsee: Motoren von fünf Booten gestohlen +++ Waltersdorf: Auto stößt mit Reh zusammen +++

18.05.2015
Dahme-Spreewald Lesung in Wernsdorf mit Petra Kelling und Nadja Engel - Geld als „Gottheit des weißen Mannes“

Die Schauspielerinnen Petra Kelling und Nadja Engel haben in Wernsdorf aus dem Buch „Der Papalagi“ von Erich Scheurmann gelesen. Der örtliche Kirchbauverein hat mit der Veranstaltung sein Kulturjahr 2015 eröffnet.

18.05.2015
Anzeige