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Neue Mitte ist Treffpunkt geworden

Schulzendorf Neue Mitte ist Treffpunkt geworden

Mit der Erweiterung des Ortszentrums haben die Schulzendorfer mit Super- und Getränkemarkt, Drogerie sowie Bäcker nicht nur weitere Einkaufsmöglichkeiten gewonnen. In der neuen Mitte der Gemeinde begegnen sich die Menschen und kommen miteinander ins Gespräch.

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Heike Hafrang (l.) und ihre Kundin Ute Sedlacek, die das neue Ortszentrum sehr schätzt und regelmäßig zum Einkaufen nutzt.

Quelle: Karen Grunow

Schulzendorf. Der wilde Bernd sorgt für ein Lächeln jenseits der Theke. Die Verkäuferin im Schulzendorfer Edeka reicht ein Stück des schmackhaften Käses herüber. Es ist früher Nachmittag, mitten in der Woche, doch der Parkplatz vor dem Supermarkt ist voll. Das war auch schon so, bevor das neue Ortszentrum gleich nebenan Ende vergangenen Jahres eröffnet wurde.

Doch mit diesem gibt es nun noch einen Supermarkt, einen Getränkemarkt und eine Drogerie. „Es ist alles zusammen, was man braucht“, sagt Ute Sedlacek. Seit der Eröffnung der neuen Läden komme sie regelmäßig hierher. Vorher kaufte die Schulzendorferin oft ein auf dem Heimweg von der Arbeit in Berlin.

Sie hat nun bei Heike Hafrang im Laden den Transportwagen schnell mit Getränkekisten vollgeladen. Heike Hafrang kennt ihre Kunden. Für jeden hat die Geschäftsführerin des Getränke-Hoffmann ein Lächeln und einen netten Spruch parat. Mit konzentriertem kurzem Blick scannt sie, was die Leute an Leergut zurückbringen. „Die Kisten können Sie links auf das Förderband stellen“, sagt sie fröhlich, und während der Kunde noch hantiert, ist der Leergutbon ausgedruckt im Warenkorb.

Beruflicher Neustart

Sie ist keine Schulzendorferin, sondern wohnt in der Gemeinde Am Mellensee. Die Eröffnung ihres Ladens im neuen Ortszentrum Anfang Dezember 2015 war für sie beruflich ein Neustart. Sie ist zufrieden über den Schritt, fühlt sich wohl im Ort. „Es sind auch alle sehr nett“, sagt sie. Die Schulzendorfer, analysiert sie das Kaufverhalten ihrer Kunden, seien probierfreudig. „Und die Frauen sind spontaner“, sagt sie. Die vielen Kinder im Ort fallen ihr auf. Just kommt ein Papa mit seiner Tochter, die gern auf dem Wagen mitfahren will. Heike Hafrang setzt das Mädchen geschickt auf eine Kiste.

Auch Eltern-Kind-Parkplätze gibt es beim neuen Ortszentrum. Eben noch leer, sind sie Minuten später wieder belegt. „Man muss nur mal zugucken, was auf dem Parkplatz los ist“, sagt auch Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke (SPD). Auch er nutzt die direkt neben dem Rathaus gelegenen Einkaufsmöglichkeiten gern, sieht dabei immer wieder, wie die Einheimischen sich hier zum Schwatz begegnen. Auch im neuen Rossmann hat die Kassierin herzliche Worte für die ältere Dame, die ihren kleinen Einkauf einpackt.

Vom Prinzip könnte das Ortszentrum noch erweitert werden. Zwei weitere Flächen stünden für Gewerbeansiedlungen zur Verfügung, so Mücke. „Aber“, sagt er deutlich, „der Anteil der Verkaufsflächen für Dinge für den täglichen Bedarf ist ausgeschöpft.“ Weiteres Gewerbe ist also sehr erwünscht, aber eben ohne Verkauf. Interessenten jedenfalls habe es schon einige gegeben. Jene Einschränkung aber hat sie abgeschreckt.

Die Bauarbeiten des neuen Ortszentrums gingen flott, erst im Juni 2015 fand der erste Spatenstich statt. Lange war das Areal eine illegale Müllkippe, sogar Asbestfunde mussten entsorgt werden, um nach Rodung eines Wäldchens und umfangreichem Erdaustausch das neue Ortszentrum errichten zu können. Das jedenfalls ist, so scheint es an diesem entspannten sonnigen Nachmittag, voll akzeptiert.

Von Karen Grunow

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