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Dahme-Spreewald Neue Straßen rund um den BER
Lokales Dahme-Spreewald Neue Straßen rund um den BER
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21:41 11.08.2016
Die Firma Matthäi ist startbereit zum Ausbau der Achse 7 in Schönefeld. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Schönefeld

Als kürzlich der Kreisverkehr in Waltersdorf eröffnet wurde, sprach der Vorsitzende der Schönefelder Gemeindevertretung, Olaf Damm (CDU), davon, dass dies ein Meilenstein sei – und erst der Anfang, in eigener Initiative die Infrastruktur zur Verkehrsanbindung an den BER zu schaffen. Es sei der erste und wichtigste Abschnitt gewesen, weitere würden folgen. Der Durchmesser der Fahrbahn im Kreisel beträgt 70 Meter, mit Rad- und Gehwegen sogar 84 Meter. Zweieinhalb Millionen Euro hat die Gemeinde in den Kreisel investiert.

Inzwischen erfolgte der Baustart für das nächste Verkehrsprojekt, die sogenannte Achse 7. Sie existiert bisher nur als provisorische Baustraße und wurde für den Transportverkehr des Flughafenneubaus geschaffen. Mit dem Bau der Achse 7/Waltersdorfer Allee beabsichtigt die Gemeinde Schönefeld die Erweiterung und Ergänzung des bestehenden Straßennetzes im unmittelbaren Einzugsgebiet des Flughafens BER. Nach Fertigstellung soll die Verbindung vom Terminalring zum Gewerbegebiet Kienberg über diese Achse laufen. Sie wird als öffentliche Straße betrieben und unterhalten. Eigentümer ist die Gemeinde Schönefeld. Prognostiziert ist, dass dort täglich 14 000 Fahrzeuge verkehren werden. Ziel ist es, dass zur Eröffnung des Flughafens der Verkehr fließen kann.

Zauneidechsen und Bodenbrüter im Baubereich

Doch bevor es so richtig losgehen konnte, mussten erst einmal die dort lebenden Zauneidechsen umgesiedelt werden. Sie leben jetzt in einem Ausweichhabitat „An den Gehren“. Zusätzlich wurde entlang des ersten Bauabschnitts ein Folienzaun gestellt, um die auf einer angrenzenden Fläche heimischen Bodenbrüter, immerhin fünf Sorten, nicht zu stören. Dazu gibt es für die bauausführende Firma Matthäi noch zusätzlich die Auflage, mit geräuscharmen Maschinen zu arbeiten. „Rammarbeiten fallen weg, alte Bodenbeläge müssen eben ausgefräst werden“, erklärt Polier Sebastian Hinze.

Die Achse 7 verläuft genau auf der jetzigen Straße. Um den Verkehr auch während der Bauarbeiten zu gewährleisten, errichtet die Firma Matthäi gegenwärtig direkt neben der Trasse eine provisorische Baustraße. Sie ist so ausgelegt, dass die Befahrung für Verkehrsmittel jeglicher Art möglich ist. Zuvor mussten dort aber Medien wie Telefonleitungen, Wasser- und Abwasserleitungen sowie Stromleitungen umverlegt werden.

Erster Bauabschnitt im Juli 2017 fertig

Die Länge der neuen Straße erstreckt sich über 805 Meter. Je Fahrtrichtung ist ein Fahrstreifen vorgesehen, der jeweils in einer Breite von 3,50 Metern befestigt ist. An den drei Hauptknotenpunkten mit anderen Verkehrsachsen werden kleine Kreisverkehre eingerichtet. Zu sicheren Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer an den Zu- und Ausfahrten wird es Fahrbahnteiler geben.

Die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes soll im Juli 2017 sein. Der zweite Bauabschnitt fügt sich nahtlos an und soll Ende 2017 abgeschlossen werden.

Die Gemeinde Schönefeld hat für das Vorhaben 3,8 Millionen Euro im Haushalt bereitgestellt. Die restliche Finanzierung läuft über Fördermittel des Landes. „Die Gemeinde baut hier mit großer Voraussicht, so dass bei Bedarf jederzeit noch eine landseitige Erschließung möglich ist“, so Bauleiter Martin Auster.

Von Gerlinde Irmscher

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