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Dahme-Spreewald Neue Verbindungen nach Königs Wusterhausen
Lokales Dahme-Spreewald Neue Verbindungen nach Königs Wusterhausen
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09:59 22.10.2013
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Königs Wusterhausen

Wer auf dem Land wohnt, kann keine Busverbindung wie in der Großstadt erwarten. Oder mit den Worten von Wolfgang Starke, Beigeordneter im Kreis Dahme-Spreewald: „Eine Taktfrequenz im öffentlichen Personennahverkehr wie in Berlin werden wir im ländlichen Raum nicht leisten können.“ Das stellte er Dienstagabend bei der Diskussion „Vom Norden bis zum Süden: Nahverkehr für alle?“ in Königs Wusterhausen klar. Rund 50 Gäste nahmen an dem von der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstalteten Forum im Festsaal der Kavalierhäuser am Schloss teil.

Dass sich etwas in der Region bezüglich der Bus- und Bahnverbindungen ändern muss, darin waren sich Experten wie Kathrin Schneider, Staatssekretärin im Brandenburger Verkehrsministerium, und Lutz Strohschein von der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) einig.

Der Schwerpunkt der Personenbeförderung in der Region liegt auf der Beförderung von Schülern. Aber auch Touristen, Pendler und Senioren spielen eine Rolle, wenn sie von A nach B gelangen wollen. Vor allem Berufstätige sind auf pünktliche Busse und Bahnen angewiesen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen.

Täglich nutzen mehr als 170.000 Ein- und Aussteiger den Regionalverkehr. „Da geht es natürlich nicht, dass der Bus erst dann ankommt, wenn der Zug gerade aus dem Bahnhof fährt“, sagte Staatssekretärin Kathrin Schneider. Auch deshalb hat man sich im Infrastrukturministerium bis 2017 ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis dahin sollen beispielsweise die nach Dresden führende Bahnstrecke fertiggestellt, die Linie 33 aus Jüterbog nach Potsdam über Pirschheide eingebunden werden und der Fahrplantakt in Brandenburg und im Fernverkehr ausgebaut werden.

Bereits ab Dezember dieses Jahres fährt die Regionalbahn (RB) 14 über Schönefeld zur Berliner Stadtbahn und von dort nach Nauen (Havelland). Die von Senftenberg über Königs Wusterhausen nach Schönefeld führende Verbindung wird bis Berlin-Gesundbrunnen verlängert und fährt dann als RB19 noch über Südkreuz und Potsdamer Platz bis zum Hauptbahnhof. Weiter wird die über Potsdam/Golm, Ludwigsfelde-Struveshof und Schönefeld fahrende RB22 nach Königs Wusterhausen verlängert. Und die RB36 soll künftig wieder an den Wochenenden von Königs Wusterhausen nach Berlin-Lichtenberg fahren. Bezüglich der Bahnanbindung zum neuen Schönefelder Großflughafen BER liegt weiter alles im Unklaren.

„Das Land erhält vom Bund 83 Millionen Euro für den öffentlichen Personennahverkehr, davon bekommt der Landkreis Dahme-Spreewald 5,5 Millionen“, informierte Staatssekretärin Schneider. Berechnet wird die Summe nach Fläche und Einwohnerzahl. Letztlich liegt es am Landkreis selbst, wo er Busse einsetzt und wie oft diese fahren. „Es wäre auch völlig vermessen, wenn sich das Land da einmischen würde“, so Schneider.

Dass sich in der Vergangenheit nicht alle Busstrecken rentiert haben, weiß RVS-Mitarbeiter Lutz Strohschein. „Wir hatten beispielsweise einen Bus, der Jugendliche nachts von der Disco im Wildauer A10-Center abgeholt hat. Allerdings wurde er nicht angenommen. Deshalb haben wir ihn gestrichen.“

Der Verkehrsplan für die Region ist schon zehn Jahre alt. Dafür hat Christian Hentschel aus Schönefeld wenig Verständnis. „Hinzu kommt, dass die Busse unzuverlässiger geworden sind. Deshalb fahre ich meine Kinder mit dem Auto zur U-Bahn nach Berlin.“

Interview mit VBB-Sprecher

Welche Veränderungen stehen Bahn- und Buskunden im Landkreis Teltow-Fläming mit dem am 15.Dezember bevorstehenden Fahrplanwechsel ins Haus? Darüber gibt Eike Arnold, Sprecher des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg (Foto: VBB), genauer Auskunft.

Eike Arnold

Was wird besser?
Eike Arnold: Beispielsweise soll das Bahnhofsumfeld des neuen Haltepunktes Ludwigsfelde-Struveshof bis zum Fahrplanwechsel fertiggestellt sein. Weiter geht der neue Halt in Zellendorf in Betrieb. Außerdem wird die Sperrung auf der Strecke zwischen Holzdorf und Falkenberg beendet, sodass der Regionalexpress 5 dann wieder durchgehend bis Falkenberg fahren kann.

Das ist vor allem für die Jüterboger interessant, richtig?
Arnold: Genau. Ebenso die Tatsache, dass auf der Regionalbahnlinie33 werktags um 13Uhr ein zusätzliches Zugpaar zwischen Beelitz und Jüterbog fahren wird.

Fahren die Züge auf den Regionalexpress-Linien4 und 5 künftig wieder im 30-Minuten-Takt?
Arnold: Nein.

Ist an einen zusätzlichen Halt in Woltersdorf gedacht? Hier hält der Zug zurzeit nur alle zwei Stunden. Wird das künftig wieder stündlich der Fall sein?
Arnold: Damit ist nicht zu rechnen. Entgegen anderen Behauptungen hielten die Züge auch früher nicht stündlich in Woltersdorf. Das ist eine Legende, die sich hartnäckig hält.

Wie wird über weitere Fahrplanänderungen informiert?
Arnold: Beispielsweise im Internet unter www.VBB.de.

Von Anne Stephanie Wildermann

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