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Neue, bezahlbare Wohnungen sind gefragt

MAZ-Umfrage in Wildau Neue, bezahlbare Wohnungen sind gefragt

Den Wildauern brennt vor allem eines auf den Nägeln: neuer, bezahlbarer Wohnraum für Familien und Senioren. Das ergab jetzt eine von MAZ-Chefredakteur, Thorald Cleven, initiierte Umfrage zu vier Schwerpunkten im Ort. Zugleich zeigte sich, dass die Wildauer beim Ausbau der Sportstätten auf ihre traditionellen Standorte setzen.

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Quelle: Franziska Mohr

Wildau. Die Stadt Wildau hat das Image einer alten Industriegemeinde abgelegt. Sie präsentiert sich heute als moderner Arbeits- und Wohnort, der sich auf Wachstumskurs befindet. Dabei war die Lage Anfang der 90er Jahre schwierig. Der Schwermaschinenbau „Heinrich Rau“ mit einst 3500 Mitarbeitern brach größtenteils zusammen. Mehr als jeder Dritte Wildauer hatten keinen Job. Die Schwartzkopff-Siedlung war vom Verfall gekennzeichnet. Der einzige Leuchtturm war die neue Fachhochschule.

Die MAZ aber wollte es jetzt genau wissen. Womit sind die Wildauer zufrieden und wo wünschen sie sich Veränderungen? Chefredakteur Thoralf Cleven bat die Wildauer daher, an einer MAZ-Umfrage teilzunehmen, die sich vier Schwerpunkten im Ort zuwendete. Die MAZ wollte dabei wissen, wie das Wohnungsproblem in Wildau am besten gelöst werden oder wo der ideale Standort für moderne Sportstätten liegen könnte. Aber auch die Lärmbelastungen wurden berührt. Selbstverständlich war auch die Meinung der Leser zu den drängendsten Problemen im Ort gefragt.

Wohnungsbau als dringendstes Problem

In der Umfrage zeigte sich ohne Wenn und Aber vor allem eines: Das Wohnungsproblem brennt den Wildauern auf den Nägeln. Den besten Lösungsansatz sehen 69 Prozent der Befragten in einem mehrgeschossigen Wohnungsbau am Stadtrand wie am Dahme-Nordufer oder in der Kochstraße. Nur zwölf Prozent plädieren für eine Verdichtung der bestehenden Wohnquartiere beispielsweise in der Käthe-Kollwitz-Straße. Alle anderen befürchten dadurch offenbar einen Wegfall der grünen Oasen im Ort und damit einen Verlust an Lebensqualität. Zehn Prozent wollen, dass mehr Flächen für den Eigenheimbau ausgewiesen werden. Fast ebenso viele, nämlich neun Prozent, hingegen meinen, es gebe kein Wohnungsproblem. Einige betrachten eher die Mieten kritisch. Im Ort fehle es an bezahlbarem Wohnraum. Gefragt seien auch künftig keine Luxusquartiere, sondern sozialer Wohnungsbau für Familien und Senioren.

Bei der Frage nach dem idealen Standort für moderne Sportstätten setzt mit 61 Prozent die überwältigende Mehrheit auf Bewährtes. Sie bevorzugen die traditionellen Standorte in der Jahn- und der Grabowskistraße. Nur 17 Prozent geben dem Areal hinter dem Waldfriedhof eine Chance, während die Schwartzkopff-Siedlung als Standort mit nur zwei Prozent fast komplett abgelehnt wird. Ein Fünftel der Befragten sieht beim Ausbau der Sportstätten überhaupt keinen Handlungsbedarf.

Vor allem Autobahn- und Bahnlärm sind ein Problem

In puncto Lärm ist nur für neun Prozent der teilnehmenden Bürger in Wildau alles in Ordnung. Jeweils etwa ein Drittel hat Probleme mit dem Autobahnlärm (35 Prozent) sowie mit dem Bahn- und Straßenverkehrslärm (33 Prozent). Am Fluglärm stört sich bisher etwa jeder Fünfte (23 Prozent).

Bezüglich der Hochschule sind die Wildauer zurückhaltend. Halten doch 35 Prozent ihre Präsenz im Ort für ausreichend. 26 Prozent sehen in einer noch engeren Kooperation mit den Unternehmen sowie 21 Prozent durch die Einrichtung eines Studentenklubs noch Chancen, die Ausstrahlungskraft der Hochschule im Ort zu erhöhen.

Sorgen bereiten den Wildauern darüber hinaus vor allem „die niemals endenden, nervenden Baustellen.“ Das trifft derzeit vor allem auf die Bergstraße zu. Unzufrieden sind nicht wenige Bürger auch mit dem Zustand der Jahnstraße. Dort könnte wie ein Leser schreibt „nach 58 Jahren endlich mal das Straßenpflaster erneut werden.“ Beklagt werden zudem fehlende Einkaufsmöglichkeiten in der Schwartzkopff-Siedlung, wo vor allem die einstige Post am Bahnhof sowie eine Fleischerei vermisst werden. Ein Missstand sei auch, dass auf dem Friedhof eine öffentliche Toilette fehle. Zu lesen waren bezüglich der drängendsten Probleme im Ort aber auch Lesermeinungen wie „Mir fällt keines ein“ oder „Wir fühlen uns hier sehr wohl“ beziehungsweise „Wir sind mit dem jetzigen Stand sehr zufrieden, denn es ist sehr viel erreicht worden.“

Von Franziska Mohr

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