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Dahme-Spreewald Neuanfang statt Ende
Lokales Dahme-Spreewald Neuanfang statt Ende
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14:52 14.06.2015
Andreas Hoffmann will weiter in den Spiegel schauen können. Quelle: Andrea Müller
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Schulzendorf

Der Vorsitzende des Sozialausschusses und Vertreter der Wählergruppe Schulzendorf pur, Andreas Hoffmann, hat diese Woche sein Mandat im Gemeinderat nieder gelegt. Vor versammelter Mannschaft gab er keine Gründe an. Danach redete er.

Vor einem Jahr war der Soldat der Bundeswehr, der mit seiner Familie seit zehn Jahren im Ort zu Hause ist, mit Visionen zur Wahl angetreten. Schulzendorf pur, das er mit begründete, sollte neue Wege einschlagen: Ehrlich, unkonventionell, mit sichtbaren Ergebnissen für den Ort. Das in etwa war das Wahl-Programm, obwohl Schulzendorf pur damals keines hatte. Hoffmann überzeugte und zog 2014 in den Gemeinderat ein.

Jetzt – ein Jahr später – wirft er das Handtuch. „Aber nicht, weil ich mich nicht mehr für Schulzendorf einsetzen möchte, sondern gerade weil ich mich weiter für den Ort stark machen möchte“, betont er. Allerdings habe er eingesehen, dass sein Vorhaben mit dem Gemeinderat nicht vereinbar sei. „Ich habe hier vor allem Ehrlichkeit im Umgang miteinander vermisst“, sagt er. Heute könne er seinen Kindern nicht mehr plausibel erklären, warum er irgendwo im Ort unterwegs ist, anstatt Zeit mit ihnen zu verbringen. „Vor einem Jahr konnte ich das noch“, so Hoffmann. Jetzt wisse er einfach nicht mehr, wofür er diese Zeit opfern solle, da unterm Strich nichts herauskomme. Stattdessen werde in der Gemeindevertretung alles zerredet.

Hoffmann nennt Beispiele, darunter den Rastplatz an der Skaterbahn. Obwohl der die Gemeinde nichts gekostet hätte, sei er schließlich verhindert worden. Auch in der Diskussion um die Flughafen-Ausstellung sei er gründlich missverstanden worden. Das gleiche Gefühl habe er im Zusammenhang mit der Flüchtlings-Problematik. „Ich bin dafür, den Leuten klar zu sagen, dass man jetzt noch eine Chance habe, mitzugestalten“, so Hoffmann. Wenn dies nicht passiere, werde der Landkreis irgendwann gezwungen sein, vorzugeben, was getan wird. „Dann ist doch unser Spielraum viel geringer“, so Hoffmann. Wieder sei er nur auf Unverständnis gestoßen. All dies passe nicht zu seinem Beruf als Soldat. Da müsse er seinen Leuten auch stets die Wahrheit sagen. Andernfalls könne das sogar lebensbedrohlich sein. Für Hoffmann sei klar, den Flüchtlingen müsse geholfen werden. Nur sei die Frage, wie man das angeht. Persönlich hat er die ersten Schritte getan. Er brachte gemeinsam mit seinen Kindern das alte Kinderbett seiner Tochter und mehrere übrige Fußbälle seines Sohnes direkt zu den Flüchtlingen, die bereits da sind. So will Hoffmann weiter agieren, ohne Tamtam, ohne öffentliches Aufsehen, aber für Schulzendorf. „Wenn ein Weg blockiert ist, muss man einen anderen suchen“, so Hoffmann.

Von Andrea Müller

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