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Dahme-Spreewald Neuer CDU-Chef
Lokales Dahme-Spreewald Neuer CDU-Chef
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00:18 12.06.2017
Gutes Gespann: Der Jungpolitiker Robert Schieberle (33) und der erfahrene Michael Kuttner (68) stehen an der Spitze der Bestenseer CDU. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Bestensee

Als kleinen, aber sehr aktiven und streitbaren Ortsverband beschreibt Robert Schieberle die CDU Bestensee/Pätz. „Wir sind nicht immer einer Meinung. Mir ist wichtig, dass wir stets wieder zusammenfinden“, sagt der 33-Jährige, der kürzlich einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde.

Bestensee ist ein lebendiger Ort

So versteht er auch die Kommunalpolitik. Als Besucher der Gemeinderatssitzungen und als sachkundiger Einwohner im Finanzausschuss nimmt er aktiv daran teil. „Bestensee ist ein lebendiger Ort. Ich möchte gerne mitgestalten.“ Robert Schieberle ging in Bestensee zur Kita und zur Schule, machte in Königs Wusterhausen eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Er arbeitete im Bundeswehrkrankenhaus und im Strafvollzug, ist heute Pflege-Chef in der Psychiatrie des Klinikums in Berlin-Neukölln. Zur CDU kam er schon vor vielen Jahren. Dass es im Gemeinderat oft persönlich und emotional wird, überrascht ihn immer wieder. „Es geht doch um die Sache“, findet er.

CDU unterstützt Jürgen Ostländer

Spannende Themen gibt es zur Genüge. Bestensee wächst. Was bedeutet das für Schule, Wohnungsbau, Kitas, Straßen, Nahverkehr, Einzelhandel? Schieberle wünscht sich ein Konzept zur Ortsentwicklung, dass offen und breit diskutiert wird. Das ist ein Grund, weshalb die CDU den Bürgermeisterkandidaten Jürgen Ostländer (Plan Bestensee) unterstützt. Bei Amtsinhaber Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) vermisst Schieberle diese Bereitschaft. Er selbst fühlt sich noch nicht bereit für eine Kandidatur. Sein Stellvertreter, der langjährige CDU-Chef Michael Kuttner, hält sich mit seinen 68 Jahren für zu alt, will kürzer treten. Er ist CDU-Fraktionschef im Kreistag und Gemeindevertreter, hat deshalb nicht wieder für den Vorsitz kandidiert.

Wechsel im Rathaus überfällig

Ein Wechsel an der Rathausspitze ist für Kuttner überfällig. „So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen frischen Wind und einen neuen Bürgermeister, der nicht an uns vorbeiregiert.“ Quasdorfs Bilanz sei nur scheinbar gut. Das Verhältnis zu großen Teilen des Gemeinderates sei zerrüttet, das Vertrauen in die Verwaltung dahin. „Abgeordnete und Bürger müssen endlich wieder einbezogen werden, und zwar nicht erst dann, wenn das Fundament schon gegossen ist.“ Das nachträgliche Absegnen von Mehrausgaben in Höhe von mehreren hunderttausend Euro durch den Gemeinderat, wie jüngst beim Kitabau, dürfe es künftig nicht mehr geben.

Von Frank Pawlowski

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