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Dahme-Spreewald Neuer Referent für historische Bildung
Lokales Dahme-Spreewald Neuer Referent für historische Bildung
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00:18 20.05.2017
Dietmar Schultke vor der alten Schule in Halbe, wo er sein Büro hat. Quelle: Karen Grunow
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Halbe

Der Posten hat ihn sofort interessiert: Dietmar Schultke ist der neue Referent für historische Bildung des Landkreises Dahme-Spreewald und für das Amt Schenkenländchen, jeweils mit einer halben Stelle. Zuletzt hat er als Jugendsozialarbeiter in Golßen gewirkt. „Ich wollte mehr mit Geschichte arbeiten“, erzählt er.

Derzeit ist er dabei, Kontakte in die Region und zu den Schulen des Landkreises aufzubauen, um seine Angebote für Schüler bekannter zu machen. Eine erste Aktion, die er gemeinsam mit Madlen Langer, Jugendkoordinatorin des Amtes Schenkenländchen, vorbereitet hat, ist das Wahlforum für Jugendliche am 20. Mai in der Oberförsterei Hammer. „Wir werden einen Film zeigen, ein Lagerfeuer ist geplant, quatschen, ein Vortrag über Wölfe“, zählt Schultke das grobe Programm für den um 12 Uhr startenden Thementag auf. Auch im Schenkenländchen soll es zur Bundestagswahl ein Wahllokal für Kinder und Jugendliche unter 18 geben, in dem diese neun Tage vor der Bundestagswahl ihre Stimmen abgeben können. Eine bundesweite Initiative, die jedoch einen Vorläufer in der Region hat, denn ein Wahlforum für Jugendliche unter 18 Jahren gab es schon mal im Schenkenländchen, organisiert worden war das damals unter anderem von Münchehofes Bürgermeister Ralf Irmscher, der auch diesmal wieder dabei sein wird.

Wahl vor der Wahl geplant

In Kooperation mit der Grund- und Oberschule Schenkenländchen in Groß Köris wird es Mitte Juni ein Jugendforum geben, zu dem auch der frühere Bundesinnenminister und heutige Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters, erwartet wird. Er war 1989 als Bundesminister für besondere Aufgaben in die Ausreise-Verhandlungen um die in die deutsche Botschaft in Prag geflohenen DDR-Bürger involviert. Ein Thema, das für Dietmar Schultke eine sehr besondere – persönliche – Bedeutung hat. Der 1967 in Beeskow geborene Bildungsreferent hatte zunächst Zerspannungsfacharbeiter gelernt, diente dann bei den Grenztruppen der DDR, arbeitete danach als Krankenpflegehelfer. Über das Notaufnahmelager Marienfelde gelangte er 1989 in die Bundesrepublik. Er holte das Abitur nach und studierte – unter anderem Politik- und Erziehungswissenschaften. Seine Diplomarbeit veröffentlichte er später erfolgreich unter dem Titel „Keiner kommt durch“. Er hat dafür mit großer Akribie die Geschichte der innerdeutschen Grenze von 1945 bis 1990 erforscht. Darüber wird er auch beim Jugendforum sprechen, außerdem berichtet Holger Wedekind über die so genannte Halber Kesselschlacht im April 1945. Wedekind ist Gedenkstättenlehrer beim Landesverband des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, gemeinsam mit dessen Geschäftsführer Oliver Breithaupt werden er und die Schüler die Kriegsgräberstätte Waldfriedhof Halbe besuchen.

Solche mehrtägigen intensiven Projekte zur Geschichte kann Schultke auch für Schulen organisieren, ebenso Zeitzeugengespräche und Workshops. Mit zehn Schülern der Elisabeth-von-Schlieben-Grundschule Halbe pflanzt er derzeit am Eingang des Waldfriedhofs Bäumchen. „Friedenseichen“ sagt er dazu, die AG „Natur und Heimat“ hat er auch initiiert.

Für die Sommerferien hat er noch ein anderes Angebot an Jugendliche ab 14 Jahren: Eine Fahrt zur Gedenkstätte der Deutschen Teilung Marienborn vom 21. bis zum 25. August. Daran oder an weiteren Themen Interessierte können sich bei ihm melden unter dietmar.schultke@amt-schenkenlaendchen.de

Von Karen Grunow

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