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Dahme-Spreewald Neuer Schlacke-Platz auf Deponiegelände
Lokales Dahme-Spreewald Neuer Schlacke-Platz auf Deponiegelände
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15:13 21.02.2018
Die in der Sanierung befindliche Deponie Schöneicher Plan soll auf der markierten Westseite um einen Lagerplatz für Schlacke erweitert werden. Quelle: foto: bsr
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Schöneiche

Eine neue Schlacke-Deponie soll unmittelbar neben der alten Ablagerungsfläche am Schöneicher Plan entstehen. Mitarbeiter der Betreibergesellschaft Berliner Stadtreinigung (BSR) stellen das Vorhaben am Donnerstag öffentlich im Schöneicher Ortsbeirat vor.

Ortsvorsteher Norbert Magasch (Plan B) rechnet mit einem vollen Sitzungssaal. „Das ist eine gute Gelegenheit für alle Schöneicher, um sich in dieser frühen Planungsphase über das Projekt zu informieren“.

Andere eigene Standorte sind zum Ausbau nicht geeignet

Die BSR will Engpässe bei der Entsorgung von Schlacke aus dem Müllheizkraftwerk (MHKW) in Berlin-Ruhleben verhindern. „Hier fallen pro Jahr bis zu 120 000 Tonnen Schlacke an“, so BSR-Pressesprecherin Sabine Thümler. Im MHKW wird Hausmüll verbrannt. Bei der thermischen Verwertung werden Strom und Wärme erzeugt. Als Verbrennungsrückstand entsteht Schlacke. Diese erfülle Thümler zufolge die strengen Vorgaben für den Einsatz als Ersatzbaustoff bei der Sicherung von Deponien.

Auch bei der zum Schutz des Grundwassers erforderlichen Oberflächenabdichtung der 2005 stillgelegten Siedlungsabfalldeponie Schöneicher Plan kommt Schlacke als Recyclingsbaustoff zum Einsatz. „Allerdings werden diese Arbeiten in einigen Jahren abgeschlossen sein“, so Thümler. Aktuellen Erhebungen zufolge reiche das Deponievolumen für Schlacke im Land Brandenburg nur bis 2027. Vor diesem Hintergrund beabsichtige die BSR, sich eigene Deponiekapazitäten genehmigen zu lassen. Der Schöneicher Plan sei der einzige dafür geeignete Standort, weil auf den still gelegten Siedlungsabfalldeponien Wernsdorf (Dahme-Spreewald) und Schwanebeck (Barnim) keine Ausbaumöglichkeiten vorhanden sind.

Viele Arbeitsplätze bleiben nach Sanierung der Altdeponie erhalten

Am Westrand der Deponie Schöneicher Plan soll eine gesicherte Fläche entstehen, wo die im MHKW anfallende Schlacke mit einem jährlichen Volumen von rund 80 000 Kubikmeter weiter entsorgt werden kann. Auf der circa 70 Hektar großen Altdeponie lagern rund 19 Millionen Kubikmeter Müll und Sanierungsmaterial. Die für die Schlacke-Ablagerung vorgesehene Erweiterungsfläche misst etwa 19 Hektar, davon 13 Hektar auf der Böschung der Altdeponie und sechs Hektar auf der neuen Fläche. Die neue Deponie soll in Betrieb gehen, wenn die alte abgedichtet ist. „Das bringt uns für rund weitere 25 Jahre Entsorgungssicherheit“, sagt Sabine Thümler. Zudem blieben viele Arbeitsplätze über die Dauer der Altdeponie-Sanierung hinaus erhalten. Aktuell beschäftigt die BSR rund 70 Mitarbeiter aus der Region Mittenwalde, Zossen, Bestensee.

„Verkehrstechnisch würde das bedeuten, dass die Anlieferung von Schlacke nicht mit den Stilllegungsarbeiten endet“, so Thümler. Zurzeit fahren werktags jeweils bis zu 25 Lkw zur Deponie Schöneicher Plan. Diese Transporte werden nach der Westerweiterung fortgesetzt. „In den Planunterlagen haben wir eine Obergrenze von 33 Lkw pro Tag angegeben“, so Thümler. Um die Gemeinden Telz und Schöneiche von diesem Anlieferungsverkehr zu entlasten, ließ die BSR auf dem Gelände der Mittenwalder Firma Gleisbaumechanik bereits 2013 eine Straße bauen, die seitdem für Transporte zum Schöneicher Plan genutzt wird. Dennoch prüfe man, ob gewisse Akzeptanzmaßnahmen für die direkten Anliegerorte möglich seien, so Thümler. Ein paar Wünsche gebe es schon, so Ortsvorsteher Norbert Magasch. Beispielsweise hätten die Handballer der SG Schöneiche gerne eine Halle. Weiter stehe ein Wasserspielplatz auf dem Wunschzettel des Ortsbeirates.

BSR informiert Donnerstag im Ortsbeirat

Die Ortsbeiratssitzung findet am 15. Februar ab 18 Uhr im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Schöneiche, Kallinchener Straße 1 a, statt.

Von Frank Pechhold

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