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Dahme-Spreewald Neuer Schulleiter übernimmt das Zepter
Lokales Dahme-Spreewald Neuer Schulleiter übernimmt das Zepter
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22:25 30.03.2016
Der neue Zeesener Schulleiter Andre Hollo vor dem 1892 errichteten Schulgebäude. Quelle: Franziska Mohr
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Zeesen

Nach mehr als 25 Jahren startet das 16-köpfige Lehrerteam der Zeesener Grundschule in eine neue Ära. Scherzhaft wird sie von Pädagogen und Eltern in Anlehnung an den im Februar pensionierten Schulleiter Hans-Peter Schütze als die „Nach-Schütze-Ära“ bezeichnet. In dessen Fußstapfen trat jetzt der 48-jährige Andre Hollo, der wie Schütze seit 1990 an der Zeesener Grundschule tätig ist. Der ausgebildete Lehrer für Sport, Deutsch und Mathematik arbeitet bereits seit 2008 als Vize-Chef an der Schule. „Von einem Neuling kann also keine Rede sein“, sagt der gebürtige Sangerhausener. Vielen Dahmeländern ist er aber nicht nur als Lehrer, sondern auch als einst begeisterter Fußballspieler bei der Königs Wusterhausener Eintracht sowie als Trainer in Bestensee und Miersdorf bekannt. Für Letzteres bleibt Hollo zu seinem Bedauern allerdings keine Zeit mehr, da er seit 2003 kommunalpolitisch im Zeesener Ortsbeirat sowie nach der Kommunalwahl 2014 auch noch als parteiloser Abgeordneter in der CDU-Fraktion des Königs Wusterhausener Stadtparlaments aktiv ist.

„Mein Vorgänger hat mir glücklicherweise ein Kollegium hinterlassen, auf das ich mich absolut verlassen kann“, sagt Hollo. Aber eine Schule müsse sich ständig neuen Herausforderungen stellen, die Hollo mit Stichworten wie neue Rahmenlehrpläne, Inklusion sowie die Integration von Flüchtlingskindern umreißt.

Das drängendste Problem aber ist für den neuen Schulleiter die Erweiterung der Schule. „Ich empfinde es als ein Geschenk, dass für das kommende Schuljahr bereits 67 Abc-Schützen angemeldet sind“, sagt Hollo. Damit wird die jetzt von 308 Mädchen und Jungen besuchte Grundschule dreizügig. Eine Entwicklung, die der über 100 Jahre alte Schulbau von 1892 nicht mehr leisten kann. Die Dreizügigkeit bedeutet zusätzlich 150 bis 180 Schüler und damit sechs Klassenräume mehr. Damit steigt Hollo zufolge aber auch der Platzbedarf auf dem Schulhof, den Sportanlagen, im Speisesaal sowie nicht zuletzt auch bei den Fahrradständern. Ab August muss daher ein Hortraum schon dauerhaft als Klassenraum genutzt werden. Ab dem Schuljahr 2017/18 dann bereits ein zweiter. Für die Erstklässler führt ab August an der Hortbetreuung im alten Kita-Gebäude in der Puschkinstraße ohnehin kein Weg mehr vorbei.

„Die Sanierung des alten Schulgebäudes würde Millionen verschlingen und bliebe letztlich Flickwerk“, sagt Hollo. Auch die Fachbereichsleiterin in der Stadtverwaltung, Bianca Urban, betont: „Nach unseren derzeitigen Prüfungen spricht alles für einen Neubau“. Diesbezüglich bietet sich Hollo zufolge der Ankauf des in Privathand befindlichen freien Nachbargrundstückes an. „Mein Traum wäre allerdings der Kauf des alten Schlossgeländes, auf dem ein toller Bildungs- und Bürgerstandort errichtet werden könnte“, sagt Hollo. Ohnehin fordert der Stadtverordnete bei dieser Investition mehr Mut. Er verweist darauf, dass in den Schulkomplex zugleich ein im Ort seit Jahren fehlender Bürgertreff integriert werden sollte. Das fördere dauerhaft das Miteinander der Generationen. Das Schicksal des alten Schulgebäudes würde die Abrissbirne besiegeln. In das vor einigen Jahren für die Schule ausgebaute alte Gerätehaus der Feuerwehr könnten Hollo zufolge die Hortkinder einziehen.

Für die Planung des Schulkomplexes in Zeesen stellten die Stadtverordneten in diesem Jahr bereits Geld in den Stadthaushalt ein. Im benachbarten Senzig wird der Schulbetrieb ab August durch das Aufstellen von Containern entlastet. In Zernsdorf werden die Engpässe in der Schule zumindest vorerst durch eine Doppelnutzung des Multifunktionsgebäudes entkrampft.

Von Franziska Mohr

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