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Neues Konzept von Engie überrascht

Neue Gasbohrungen in Märkisch Buchholz geplant Neues Konzept von Engie überrascht

Das Unternehmen Engie plant ab 2018 zwei neue Gasbohrungen in Märkisch Buchholz. Dies hat Projektleiter Gunnar Assmann in der Stadtverordnetenversammlung angekündigt. Die Bohrungen sowie die Aufbereitung sollen im Bereich der Gassonde Märkisch Buchholz I stattfinden

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Engie-Projektleiter Gunnar Assmann bei den im Frühjahr 2015 beendeten Wartungsarbeiten an der Sonde Märkisch Buchholz 1.

Quelle: Karen Grunow

Märkisch Buchholz. Die brandaktuellen Pläne des Unternehmens Engie, bei Märkisch Buchholz zwei neue Gasbohrungen vornehmen zu wollen (die MAZ berichtete), wurden am Donnerstagabend erstmals öffentlich vorgestellt. Als Engie-Projektleiter Gunnar Assmann diese Neuigkeiten während der Stadtverordnetenversammlung verkündete, blieb es erstaunlich ruhig im Publikum, in dem auch Akteure der gegen die Gasförderungs- und Aufbereitungspläne kämpfenden Bürgerinitiative „Bürger in Bewegung“ saßen.

„Wir waren überrascht, dass nicht angekündigt worden war, dass ein neues Konzept vorgestellt wird“, sagte deren Sprecher Ralf Irmscher nach der Sitzung der Stadtverordneten. „Aber die zeitliche Verzögerung kommt uns entgegen.“ Denn die Neubohrungen sind für 2018 anvisiert. Ursprünglich hatte Engie angestrebt, dann schon mit der Förderung und Aufbereitung beginnen zu können.

Nunmehr liefen drei Genehmigungsverfahren parallel, erklärte Gunnar Assmann: für die geplante Aufbereitung, für das Abteufen der neuen Bohrungen und für den Rückbau der drei seit den 1980er-Jahren bestehenden Bohrungen bei Märkisch Buchholz und Münchehofe. Letzteres erfolgt so, dass in der Tiefe – die Bohrungen gehen bis etwa 2500 Meter unter die Erde – die Rohre abgeschnitten und mit Beton verfüllt werden. Das geschieht außerdem noch einige Male innerhalb der Verrohrung durch das Gestein. „Dann ist da drüber wieder Ackerland“, reagierte Assmann auf eine Frage aus dem Publikum. Die neuen Bohrungen sollen im unmittelbaren Umfeld der heutigen Sonde Märkisch Buchholz 1 erfolgen, die sich am Stadtrand unweit der Bundesstraße 179 Richtung Amt Unterspreewald befindet. Auf dem Areal des für die Stadt vorgesehenen Gewerbegebietes soll die Aufbereitungsanlage entstehen. Dafür hat Engie einen Architekturwettbewerb vorgesehen, um eine der Auflagen der Stadtverordneten, die größtenteils das Riesenprojekt befürworten, zu erfüllen, eine in die Landschaft und zur Stadt passende ansprechende Hülle für die Anlage zu finden. Der Wettbewerb, der eigentlich bereits gestartet sein sollte, befindet sich noch in der Planungsphase. Bis April, schätzt Assmann, seien die konkreten Ausschreibungsbedingungen, was Größe und technische Inhalte der Anlage angehe, jedoch geklärt. So dass internationale Architekturbüros um Entwürfe gebeten werden können.

Die Stadtverordneten entschieden in ihrer Sitzung nun auch, dass die Märkisch Buchholzer Bürgermeisterin Bianca Urban (Buchholz: offen und bunt) neben ihrem Stellvertreter Arno Winklmann (Heimatverein) zu den Preisrichtern der Wettbewerbsjury gehören wird. Urbans Benennung war ausgesetzt worden, bis klar war, dass sie das gegen sie initiierte Abwahlverfahren Mitte Januar für sich entscheiden konnte.

Von Karen Grunow

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