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Neues Lernkonzept im Jugendbildungszentrum

Blossin Neues Lernkonzept im Jugendbildungszentrum

Mit Bewegung zum Lernerfolg: Das ist die Strategie, mit der künftig im Jugendbildungszentrum Blossin gelernt werden soll. Für die sogenannte interaktive und bewegte Seminararbeit wurde jetzt ein Raum eingerichtet.

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Juliane Jesse vom Jugendbildungszentrum Blossin wirbt für bewegte Seminararbeit.

Quelle: Dietrich von Schell

Blossin. Für viele Lehrer wäre es der Alptraum, im Jugendbildungszentrum Blossin wird es gefordert: Wer etwas lernt, soll sich bewegen. Im Fachjargon redet man von interaktiver und bewegter Seminararbeit. Dafür wurden auf dem Gelände des Jugendbildungszentrums eigens ein Raum eingerichtet und die dazugehörigen Methoden zusammengestellt.

Juliane Jesse beschreibt die Idee des Lernkonzeptes mit einem Satz, der das Gegenteil ausdrückt: „Wir bringen Kindern mühsam das Laufen bei, um sie später dazu aufzufordern, still zu sitzen.“ Juliane Jesse ist beim Jugendbildungszentrum Blossin für das Marketing zuständig. „Die Konzeptidee haben wir gemeinsam mit dem Brandenburgischen Sportbund umgesetzt“, erzählt sie.

Startschuss war Mitte September, als 45 Gäste, überwiegend selbst Bildungsreferenten, der Einladung folgten, das Ganze auszuprobieren. Schon beim Kennenlernen geht es zur Sache. Etwa beim Speeddating, bei der eine Person sich im großen Kreis kurz vorstellt und ein Gegenüber die Aussagen schriftlich festhält. Eine andere Methode ist das Memoryspiel: Jeder schreibt etwas Spannendes über sich auf und legt den Zettel verdeckt auf den Boden. Dann greifen sich alle wahllos eine Karte heraus und raten, zu wem die Information gehört.

Vorschläge im Methodenkoffer

„So lernen sich Seminarteilnehmer kennen, verlieren die Scheu und kommen ins Gespräch“, erklärt Juliane Jesse. Welche der verschiedenen Methoden angewandt wird, hängt vor allem von der Größe der Gruppe und der verfügbaren Zeit ab. Gesammelt wurden die 30 Vorschläge zum bewegten Lernen in einem Methodenkoffer.

Er enthält auch witzige Übungen, etwa das Warm-up „Mongolische Begrüßung“, bei der erst eine Person in die Hocke geht und sich vorstellt, dann zwei, anschließend drei Seminarteilnehmer. „Das lockert nicht nur die Muskulatur, sondern auch die Stimmung“, sagt Juliane Jesse.

Ziel ist es, die starre Form von Seminaren und Vorlesungen aufzulockern. „Die Teilnehmer stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung, und es ist ja bekannt, dass Bewegung Lernerfolge und Leistungsfähigkeit steigert.“

Der Seminarraum selbst macht einen unspektakulären Eindruck, am auffälligsten sind die verschiedenen Tafeln: Whiteboard, Pinnwand, Kreidetafel, die für die Visualisierung des Erlernten gebraucht werden. In einem weiteren kleinen Raum werden Materialen wie Stifte, Bälle, Matten und anderes aufbewahrt. „Nichts Besonderes“, sagt Juliane Jesse, „aber alles an einem Ort zusammengetragen.“ Schließlich gibt es eine Terrasse für Aktivitäten an der frischen Luft.

Die Idee entwickelt hat Alexandra Moll, Bildungsreferentin beim Brandenburgischen Sportbund. Von der Idee bis zur Eröffnung des Seminarraums dauerte es ein Dreivierteljahr. Kostenpunkt: 3000 Euro. Für Interessenten stellt das Jugendbildungszentrum das gesamte Konzept unter dem Titel „Begreifen braucht Bewegung“ vor.

www.blossin.de

Von Dietrich von Schell

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