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Neues Projekt an der TH Wildau

Die Manager von morgen Neues Projekt an der TH Wildau

Die von Dana Mietzner geleitete Forschungsgruppe Innovations- und Regionalforschung der Technischen Hochschule Wildau sucht bewusst den Kontakt zu Unternehmen der Region, um gemeinsam mit ihnen zu erkunden, welche digitalen Fähigkeiten Fachkräfte eigentlich benötigen. Zugleich werden bei dem Projekt „#talents“ jene Manager von morgen mit ihren potentiellen späteren Arbeitgebern verknüpft.

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Robert Frischbier erläutert, welchen Bedarf an digitalen Kompetenzen er bei den Managern von morgen sieht.

Quelle: Karen Grunow

Wildau. Wo liegen die Anforderungen an die Manager von morgen?“, formuliert Sandra Lehmann eine der vordringlichen Fragestellungen des neuen Projektes „#talents“ an der Technischen Hochschule Wildau. Sie gehört zur Forschungsgruppe Innovations- und Regionalforschung, die von BWL-Professorin Dana Mietzner geleitet wird. „Wir sind ganz stark an der Schnittstelle zwischen der Betriebswirtschaft und technischen Disziplinen“, erklärt Mietzner.

Mit dem bis Ende 2018 geförderten „#talents“-Projekt wollen sie und ihre Mitarbeiter vor allem mit Unternehmen aus der Region kooperieren, um auszuloten, welche konkreten Bedarfe es im Hinblick auf digitale Kompetenzen der Mitarbeiter gibt. Und sie wollen die Studierenden der TH besser auf die solcherart veränderten Berufsfelder vorbereiten. Zugleich sollen die jungen Leute schon während des Studiums mit hiesigen Unternehmen vernetzt werden. „Wir wollen die Brandenburger Unternehmerlandschaft fördern und dem Fachkräftemangel entgegenwirken“, sagt Sandra Lehmann. Angesprochen werden vor allem Studierende der managementaffinen Studiengänge der TH.

Erst vier auf Digitalisierung fokussierte Studiengänge bundesweit

Dass es derartige Bedarfe gerade auch für die Hochschulausbildung gibt, zeigen einige der kürzlich in der Bundesrepublik aufgebauten oder demnächst beginnenden Studiengänge. Allerdings gibt es erst vier solcher auf Digitalisierung fokussierten Angebote bundesweit. Eine aktuelle Studie, für die 3000 Unternehmen befragt wurden, zeigt, dass vor allem das entsprechende Know-How der Mitarbeiter fehle, berichtet Bianca Baumann von der Forschungsgruppe.

„Für mich ist das so präsent und normal“, sagt Start-up-Gründer Klaus Gruchmann. Für so ein junges Unternehmen wie das von ihm mitaufgebaute und derzeit durch ein Gründerstipendium an der TH angesiedelte Emoree, das hilft, Lesegeschwindigkeit und Merkfähigkeit zu verbessern, sieht er vor allem die Notwendigkeit, das eigene Produkt in allen Kanälen und mit ausgefeilten Marketingstrategien populär zu machen. Dass es dabei nicht nur eines klassischen PR-Profis bedarf, sondern das Wissen um die Funktionsweisen einschlägiger Suchmaschinen, ist dabei ein Aspekt.

Zielgruppenorientiertes Marketing und digitale Veranstaltungstools

Vernetztes Arbeiten über die Clouddienste, geschicktes zielgruppenorientiertes Marketing über soziale Medien sowie auf den Kunden exakt zugeschnittene digitale Veranstaltungstools sind Themen, die für eine große Event- und Marketing-Agentur wie Compact-Team relevant sind, erzählt deren Senior-Projektmanagerin Sandra Ponesky.

„Kommunikation, Marketing, Steuerung und Vernetzung“ sind für Robert Frischbier wesentliche Digitalisierungsvoraussetzungen. Er ist Key Account Manager bei Apprich Secur in Ludwigsfelde, einem Unternehmen, das Sicherheitsfahrzeuge wie beispielsweise Geldtransporter baut und Kunden in vielen Ländern Europas betreut. Die sozialen Medien seien für den Fahrzeugbauer dagegen nachrangig, erklärt er.

Austausch mit Unternehmen angestrebt

Durch derartigen Austausch mit Unternehmen soll das „#talents“-Projekt immer weiter wachsen. Mit Beginn des neuen Wintersemesters wird es einen offiziellen Startschuss geben, dann sollen bereits die ersten Studierenden eingebunden und in Workshops mit Referenten aus der Praxis konfrontiert werden. „Das Projekt ,#talents’ ist branchenoffen“, sagt Dana Mietzner, die hofft, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen neugierig werden.

Sie selbst hat vor ihrer Promotion als Marketing-Managerin gearbeitet, sich mit regionalen Themen befasst. Der Schwerpunkt ihrer TH-Professur ist Innovations- und Regionalmanagement. Projekte wie „#talents“ liegen ihr deshalb am Herzen, sagt sie: „Umso lieber ist es mir, wenn ich sehe, dass die Studierenden nicht in die große Wirtschaft gehen, sondern hier in der Region bleiben.“

Von Karen Grunow

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