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Neues Rathaus für Bestensee

Beschluss hinter verschlossenen Türen Neues Rathaus für Bestensee

Die Bestenseer Gemeindevertreter haben den Bau eines neues Rathauses beschlossen. Die Entscheidung fiel hinter verschlossenen Türen – unter anderem, weil die Kosten für den Kauf des nötigen Grundstücks von der Berliner Stadtmission nicht öffentlich werden soll.

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Das neue Rathaus könnte sich optisch am Seniorenzentrum der Berliner Stadtmission orientieren.

Quelle: Dietrich von Schell

Bestensee. Die Gemeindevertreter von Bestensee haben am Dienstagabend den Bau eines neuen Rathauses an der Hauptstraße 11a beschlossen. „Die Verwaltung ist von der Gemeindevertretung beauftragt worden, den Kaufvertrag für das 6335 Quadratmeter große Grundstück vorzubereiten“, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos). Auf dieser Fläche solle ein dreigeschossiges Rathaus entstehen. „Und es wurde festgelegt, dass die Gemeinde das angrenzende Areal aus Kostengründen nicht erwirbt“, so Quasdorf. Dort sollte, so der ursprüngliche Plan, eine neue Ortsmitte entstehen, mit Platz für Märkte und Feste.

Weitere Auskünfte gab Quasdorf nicht, da diese Gemeindevertreterversammlung (GVV), ebenso wie zwei vorangegangene Sitzungen, unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Grund: „Der Verhandlungspartner, die Berliner Stadtmission, will die Vertragsfreiheit gewahrt wissen“, so Quasdorf zu Beginn der GVV. Insbesondere die Preise sollen geheim bleiben. Manchen Gemeindevertretern passte diese Verfahrensweise nicht. Thomas Irmer (SPD), Leiter des zeitweiligen Ausschusses Rathausneubau, findet, dass die Bürger ein Recht auf Information hätten. Genauso sieht es Uwe Budach, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen (UBBP). Er hatte schon vor einer Woche in der GVV-Sondersitzung gefordert, die Öffentlichkeit zuzulassen.

Immerhin lassen sich die Zahlen einfach errechnen: Der Grundstückspreis beträgt bei einem Bodenrichtwert von 60 Euro pro Quadratmeter etwa 380 000 Euro. Hinzu kommen Steuern und Tilgungszinsen. Der Rathausbau alleine, das ist kein Geheimnis, schlägt mit 2,5 Millionen Euro zu Buche. Bei der Variante, die jetzt verabschiedet wurde, so war zu erfahren, macht das Rathaus ein Drittel der Gesamtsumme aus. Der hohe Anteil an geplanten Seniorenwohnungen treibt den Preis in die Höhe. Die Überlegung dahinter: Mehr Mieteinnahmen tragen zur schnelleren Refinanzierung bei.

Für den Neubau muss die Gemeinde also rund 7,5 Millionen Euro locker machen. Insgesamt sind das acht Millionen Euro. Es fehlen noch die Kosten für die Planung sowie für Vorarbeiten, die die Stadtmission bereits geleistet hat.

Irmer und Budach sagen, ihre Fraktionen seien mit den Beschlüssen zufrieden. „Die Linke/SPD ist froh, dass jetzt ein Anfang gemacht ist.“ Uwe Budach will in Bestensee den Schulbetrieb sicherstellen und hofft, dass die Privatschule „Villa Elisabeth“ so schnell wie möglich die Räume des jetzigen Rathauses beziehen kann. Dort will sie eine gymnasiale Oberstufe anbieten. Kritik übt Michael Kuttner (CDU), der die Kosten aus dem Ruder laufen sieht.

Von Dietrich von Schell

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