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Dahme-Spreewald Neues Reit-Event-Center kommt in Motzen
Lokales Dahme-Spreewald Neues Reit-Event-Center kommt in Motzen
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16:39 08.02.2018
In Motzen soll aus dem Reiterhof „Am Tonsee“ ein Reit-Event-Center mit Reithalle, Spring- und Dressurplätzen sowie Gästehaus entstehen. Quelle: Andrea Müller
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Motzen

Auf dem ehemaligen Gebiet der LPG in Motzen, wo seit der Wende Pferde gehalten werden, soll eine Reitsportanlage mit „Event-Center“ entstehen. Familie Burschik will es errichten.

iDie Pferde haben sich bei der Kälte weit nach hinten verzogen. Im Wald zwischen den Bäumen stehen sie geschützter. Quelle: Andrea Müller

Der Entwurf für den Bebauungsplan dazu unter der Bezeichnung „TKM Motzen“ liegt seit dem 26. Januar und bis einschließlich 26. Februar im Bauamt der Stadtverwaltung von Mittenwalde, Rathausstraße 8, zur Einsichtnahme aus. Dazu gehören die Planzeichnung, die Projektbeschreibung und eine ausführliche Begründung des Vorhabens durch die Dubrow GmbH in Bestensee. Damit erhält die Öffentlichkeit Gelegenheit, sich dazu zu äußern.

Von Reitplatz bis Gästehaus

Bei dem Projekt geht es um die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen, um aus der bereits bestehenden Pferdehaltung eine Reitsportanlage mit korrespondierendem „Event-Center“ zu machen. So sollen ein Springplatz, eine Reithalle sowie ein Gästehaus entstehen. Das bestehende Wohnhaus mit Nebenanlagen soll zu einem Wirtschaftshof werden. Zu der Maßnahme gehören insgesamt drei Bereiche auf fast vier Hektar Fläche. Separat ist vorgesehen, in einem Bereich Vorbereitungsplätze für Dressur, Dressurplätze, Longierplatz und einen Jurystand zu errichten. Entstehen soll darüber hinaus auch ein Parkplatz.

Bisher ist der Springplatz bescheiden. Das soll sich ändern mit dem neuen Reitplatz mit Event-Center. Quelle: Andrea Müller

Vorgesehen ist laut des vorliegenden Vorentwurfs, bestehende Nutzungsstrukturen der Straße „Am Tonsee“ zu erweitern. Dies stünden mit den städtebaulichen Zielsetzungen der Stadt Mittenwalde im Bereich Motzen im Einklang. Für das Vorhaben muss der bestehende Flächennutzungsplan geändert werden.

Mit der Umsetzung dieses umfangreichen Projektes werden größere Flächen durch die neue Bebauung versiegelt. Dafür soll es Ausgleichsmaßnahmen geben. Je angefangene 50 Quadratmeter neu versiegelte Fläche sind ein einheimischer standortgerechter Laubbaum sowie zehn Quadratmeter Laubgehölz anzupflanzen. Zudem soll vor Beginn eine umfangreiche Umweltprüfung durchgeführt werden, denn Teile des Vorhabens liegen im Landschaftsschutzgebiet „Notte-Niederung“.

Einige Tiere stehen unter Schutz

Zu beachten sei unter anderem, dass in der Umgebung in ungenutzten und ruinösen Bauwerken Fledermäuse vorkommen. Die stehen unter Schutz. Laut der Projektbeschreibung der Dubrow GmbH kommen hier 25 Vogelarten vor, darunter Amsel, Kuckuck, Kernbeißer, Mönchsgrasmücke, Zaunkönig, Zilpzalp und Singdrossel. Das Vorkommen der streng geschützten Zauneidechse gelte als möglich. Insgesamt müsse berücksichtigt werden, dass der potenzielle Lebensraum von Pflanzen und Tieren eingeschränkt wird durch die Baumaßnahmen.

Der Verkehr soll später vor allem über die westlich des Plangebietes gelegene Mittenwalder Straße erfolgen. Innerhalb des Projektes soll eine private Verkehrsfläche entstehen.

Gegenwärtig arbeiten auf dem Hof neben Susanne und Gerhard Burschik vier weitere Angestellte. Familie Burschik betreibt in Motzen neben dem Pferdehof mehrere Ferienhäuser. Schon jetzt wird auf dem Hof mehr als „nur“ Reiten und Pferde unterstellen angeboten. Zum Beispiel können Familien dort mit ihren Kindern Geburtstage feiern. Auch Urlaub mit Pferd wird angeboten. Ausritte in die Landschaft und Wanderritte stehen ebenfalls zum jetzigen Zeitpunkt auf dem Programm.

Mehr Reiterhöfe in der Umgebung

Der Motzener Reiterhof „Am Tonsee“ ist jedoch nicht der einzige in der Umgebung. Nur wenige Kilometer entfernt liegt der Reiterhof St. Georg. In Boddinsfelde, Gemeindeteil von Brusendorf, befindet sich ebenfalls ein Reitgut in denkmalgeschützter Anlage. Auch in Telz und Töpchin gibt es weitere Reiterhöfe. Jan Priemer, der in Töpchin gemeinsam mit seiner Frau Irina den Hof betreibt und Ortsvorsteher ist, sieht der Entstehung des Reit-Event-Centers gelassen entgegen. „Wenn die Motzener der Meinung sind, dass es richtig ist, solch ein Reitcenter entstehen zu lassen, dann ist es richtig“, sagte er auf Anfrage der MAZ.

Von Andrea Müller

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