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Dahme-Spreewald Noch keine Handlungsgrundlage
Lokales Dahme-Spreewald Noch keine Handlungsgrundlage
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02:15 13.02.2016
Verbandschef Peter Sczepanski beim Bilanzgespräch des MAWV für das Jahr 2015. Quelle: Melanie Höhn
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Königs Wusterhausen

Ein brisantes Thema beim Bilanzgespräch des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbandes (MAWV) für das Jahr 2015 war die Altanschließer-Problematik. „Es geht nicht nur um die Altanschließer, sondern auch um Vertrauensschutz und Verjährungsfristen“, sagte Verbandschef Peter Sczepanski. Bevor sich das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am heutigen Donnerstag noch einmal mit dem Fall zweier Grundstücksbesitzer aus Cottbus befasst, könne der Verband nicht agieren. Das Bundesverfassungsgericht hatte entschieden, dass die Kläger nicht rückwirkend von Abwasserzweckverbänden zur Kasse gebeten werden dürfen. „Wir wissen noch nicht, auf welcher Grundlage wird handeln sollen“, informierte er. Es müssten neue Beschlüsse gefasst werden, dafür brauche der Verband aber Rechtssicherheit. Bisher findet keine Kommunikation mit der Landesregierung statt.

Abgesehen von der Altanschließer-Thematik spricht Peter Sczepanski jedoch von einem erfolgreichen Jahr für den MAWV. „Unser Planansatz wurde zu 107 Prozent erfüllt“, sagte er. Aufgrund der hohen Temperaturen wurden im vergangenen Jahr 400 000 Kubikmeter Wasser mehr gefördert als noch 2014. „Es war ein Jahrtausendsommer“, so Sczepanski. Dies sei eine positive Bewährungsprobe für den Verband gewesen.

Im Vergleich zu anderen Wasserverbänden gab es im vergangenen Jahr beim MAWV eine geringe Quote an Rohrbrüchen. „Wir haben ein sehr gutes Rohrnetz, das mit seinem Durchschnittsalter von 25 Jahren noch relativ jung ist“, so der Verbandschef. Im Falle von Reparaturarbeiten seien die Anlagen immer rechtzeitig ausgewechselt worden. Zudem gibt es sowohl im Frühjahr als auch im Herbst regelmäßige Spülungen der Anlagen. Seit Gründung des Verbandes wurden 300 Millionen Euro in die Rohrleitungen investiert, allein 2015 sind acht Millionen Euro aufgewendet worden, unter anderem für die Erneuerung von sechs Pumpwerken. Sczepanski sagte, dass seit der Gründung des Verbandes die Gebühren stabil gehalten werden konnten. Darüber hinaus hat sich 2015 die Zahl der zu versorgenden Einwohner erhöht: Waren es 2014 noch 107 490, stieg die Gesamtzahl im vergangenen Jahr auf 109 503 an. Im März soll der 110 000. Einwohner im Verbandsgebiet begrüßt werden. Zudem konnten 465 neue Hausanschlüsse gebaut werden. Freiwillig hat sich der Verband im vergangenen Jahr mit 49 Ver- und Entsorgungsunternehmen im Land Brandenburg verglichen und liegt bei Verschuldungsgrad oder Personalaufwand je Einwohner weit vorne. „Darauf sind wir stolz“, so der Verbandschef.

Im Moment erarbeitet der MAWV zusammen mit Ingenieuren und der Landesregierung ein neues Trinkwasserversorgungskonzept aus, das im März präsentiert wird. Der Entwurf soll eine Versorgung bis zum Jahr 2030 gewährleisten. Peter Sczepanski verriet, dass kein neues Wasserwerk gebaut und keine neuen Grundwasserreservate erschlossen werden müssen. Für den Notfall gibt es in Wernsdorf eine große Reserve, diese müsse jedoch bis zum Jahr 2030 nicht aktiviert werden.

Von Melanie Höhn

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