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„Nur als Stadtverordneter hat man direkten Einfluss“

Die Ortsvorsteherin von Niederlehme, Ina Engel (SPD), über ihre Pläne „Nur als Stadtverordneter hat man direkten Einfluss“

Nächstes Jahr für ein wichtiges für Niederlehme. Der Ort feiert sein 700-jähriges Bestehen. Im MAZ-Interview erklärt die neue Ortsvorsteherin Ina Engel, was geplant ist, wie die Vorbereitungen laufen. Außerdem erzählt sie, was sie in den kommenden Monaten plant.

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Ina Engel ist die neue Ortsvorsteherin von Niederlehme.

Quelle: Dederke

MAZ: Frau Engel, seit wann vertreten Sie schon die Interessen der Bürger im Ortsbeirat von Niederlehme?
Ina Engel: 2003 wurde ich erstmals gewählt, damals noch in die Gemeindevertretung von Niederlehme. 2009 wurde ich Stellvertreter vom damaligen Ortsvorsteher Frank Häusler und seit den letzten Kommunalwahlen im Mai vertrete ich die Interessen von Niederlehme sowohl im Ortsbeirat, als auch in der Stadtverordnetenversammlung in Königs Wusterhausen. Zudem wurde ich in diesem Jahr als neue Ortsvorsteherin von Niederlehme gewählt. Ich möchte immer ein offenes Ohr für die Menschen in Niederlehme haben und hoffe, mitzuhelfen, dass sich Niederlehme entwickelt und es sich lohnt, hier zu leben und zu wohnen.

Welche Vorstellungen haben Sie für die nächsten Jahre in Ihrer Funktion als Ortsvorsteherin?
Engel: Meine Visionen sind es, aus Niederlehme einen freundlichen, bunten Ort mit Blumenrabatten an den Straßenrändern zu machen. Kindergärten im Grünen ohne Verkehrsbelastung, Lärm und Feinstaub zu besitzen, ein großes Kulturhaus für Veranstaltungen zu errichten und dass sich wieder Gaststätten oder ein kleines Café im Ort ansiedeln und unser Wasserturm als Wahrzeichen von Niederlehme unbedingt erhalten bleibt. Der Ort Niederlehme ist ein lang gezogenes Straßendorf und eine Aufgabe des neuen Ortsbeirates ist es auch, alle Bereiche von Niederlehme zusammenzubringen. Eine zentrale Anlaufstelle stellt das neue Bürgerbüro in der Zernsdorfer Straße 9 dar, das sich in einem Nebengebäude des neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Niederlehme befindet. Anfang Oktober werde ich zusammen mit dem Revierpolizisten und der Schiedsfrau das Gebäudeteil beziehen. In den Bekanntmachungskästen werde ich dann auch die Sprechzeiten und aktuellen Adressen und Telefonnummern bekannt machen.

Sie sind seit diesem Jahr auch Stadtverordnete von Königs Wusterhausen, was können Sie in dieser Funktion für Niederlehme erreichen?
Engel: In der Funktion als Ortsvorsteher kann man leider nicht viel erreichen, nur als Stadtverordneter hat man direkten Einfluss auf die Entwicklung der einzelnen Ortsteile und erst durch eine Lobby in der Stadtverordnetenversammlung ist das möglich. Wobei der Haushaltsplan für 2015/16 schon feststeht und zusätzliche Mittel begrenzt sind. Es wird eine Zeit dauern, um wirklich Erfolge zu verzeichnen, aber wir geben nicht auf. Wir haben bereits einen Teil erreicht, zum Beispiel, dass die Umgehungsstraße schon vermessen wurde und gebaut werden soll. Im Zusammenhang mit der Entwicklung und Errichtung der Ferienanlage auf dem Gelände des ehemaligen Tanklagers ist die Umgehungsstraße unabdingbar!

Im nächsten Jahr begeht Niederlehme ein Jubiläum, wie wollen Sie dieses Ereignis vorbereiten und was ist geplant?
Engel: Die Vorbereitungen sind im vollen Gange. Unter dem Motto „700 Jahre Niederlehme – Erfahren, Erleben, Feiern“ plant eine Arbeitsgruppe, bestehend aus drei Mitgliedern des Ortsbeirates und sieben Vertretern aus den ortsansässigen Vereinen, die Festwoche für das nächste Jahr. Den Anfang macht am 26. bis 28. Juni 2015 das zehnjährige Jubiläum des Rewe-Marktes im Ort unter aktiver Beteiligung der Niederlehmer Einwohner. Danach folgt vom 3. bis 5. Juli 2015 ein „Fest der Ortsgemeinschaft“. Es beinhaltet eine Festsitzung, ein Fest auf dem Dorfanger und der Festwiese und ein Chortreffen der KWer Chöre. Dieses Treffen findet zuerst in Königs Wusterhausen statt. Aber auf unsere Initiative hin, findet es demnächst abwechselnd in jedem Ortsteil statt. Spenden oder Anregungen für Veranstaltungen zum Jubiläum werden gerne von den Bürgern und Gewerbetreibenden aus Niederlehme angenommen. Ende des Jahres wird das konkrete Festprogramm veröffentlicht.

Wie wollen Sie das Dorfleben beleben?
Engel: Das Dorfleben kann ich nicht beleben, das kann nur durch die Bürger aus Niederlehme selbst geschehen. Es gibt viele Angebote der Vereine und öffentliche Veranstaltungen im Ort, zum Beispiel Osterfeuer, Bluesfestival, Pyramidenanschieben und den Weihnachtsmarkt. Zudem veranstaltet der Kirchenverein in der Kirche Events. Aber jeder sollte auch selbst aktiv werden und nicht warten bis er „bespielt“ wird. Der Heimatverein schafft zusätzlich mit der Sanierung des Spritzenhauses einen Hingucker auf dem Dorfanger.

Wie berichtet, hat der Heimatverein in Niederlehme immer noch kein neues Domizil gefunden, wie können Sie helfen?
Engel: Der Heimatverein hat für die gemeinsame Nutzung des Gebäudes in der Triftstraße 9 mit dem dort beheimateten Jugendclub – Clunie – einen Vertrag ausgearbeitet, wobei in den nächsten Jahren einiges Geld für die Renovierung des Hauses durch den Bürgermeister in Aussicht gestellt wurde, der sich das Grundstück und das Gebäude angesehen hat.

Interview: Christian Dederke

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