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Oberschulen erhalten Sozialarbeiter

Jugendarbeit in Königs Wusterhausen Oberschulen erhalten Sozialarbeiter

An den Königs-Wusterhausener Oberschulen ist künftig jeweils ein Sozialarbeiter tätig. Die dafür notwendige Finanzierung übernimmt dauerhaft die Kommune. Das beschlossen jetzt die Stadtverordneten. Die Grundlage dafür bildet eine im Stadtparlament verabschiedete „Konzeption für die Schulsozialarbeit an den Grund- und Oberschulen“.

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Schulsozialarbeiterin Monika Kositz

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. An den beiden Oberschulen der Stadt Königs Wusterhausen, der Herder- und der Bredow-Schule, wird künftig jeweils ein Schulsozialarbeiter den Jugendlichen Hilfe und Unterstützung geben. Die notwendige Fachaufsicht übernimmt der Verein Stadtjugendring, der seit 25 Jahren auf dem Gebiet der Jugendarbeit in der Stadt aktiv ist. Dazu bekannten sich die Stadtverordneten auf ihrer jüngsten Sitzung nahezu einhellig, indem sie die Finanzierung dieser beiden Vollzeitstellen aus dem Stadthaushalt beschlossen.

„Wir werden damit nicht die Welt retten, aber den Jugendlichen vielleicht ein bisschen Hilfestellung geben können“, betonte Vize-Bürgermeister Jörn Perlick (CDU) im Stadtparlament. „Es handelt sich um eine freiwillige Aufgabe der Stadt, zu der wir uns gern bekennen“, betonte SPD-Fraktionschef Ludwig Scheetz. „Es war ein langer Weg bis dorthin, aber wir stimmen gern zu“, sagte der Linken-Abgeordnete Torsten Kleis.

Der Beschluss basiert auf der gleichfalls am Montagabend verabschiedeten „Konzeption zur Schulsozialarbeit an Grund- und Oberschulen in Trägerschaft der Stadt Königs Wusterhausen“. In diesem 19-seitigen Dokument heißt es, dass es die Stadt als notwendig ansieht, „Schulsozialarbeit ab dem Schuljahr 2015/16 an den Oberschulen dauerhaft zu etablieren.“ Die dortige Ausgangslage wird so beschrieben, dass immer mehr Kinder und Jugendliche eine „gering ausgeprägte Sozialkompetenz“ aufweisen. Ziel der Schulsozialarbeit sei, die junge Generation zu befähigen, ihr Leben selbstverantwortlich zu meistern. Dafür seien ihr die notwendigen Normen und Werte zu vermitteln. Weiter heißt es in der Konzeption, „dass den Jugendlichen gezeigt, aber auch mit ihnen geübt werden soll, wie sie sich angemessen in Krisen- und Konfliktsituationen ausdrücken und verhalten können.“

Die beiden Beschlüsse lösten bei Monika Kositz, die seit zweieinhalb Jahren als Sozialarbeiterin an der Bredow-Schule tätig ist, beinahe einen Freudensprung aus. „Damit ist endlich eine Perspektive gegeben. Die Schüler erhalten dauerhaft einen Ansprechpartner, zu dem sie Vertrauen aufbauen können“, sagt die junge Frau, die bisher stets nur auf der Grundlage von Halbjahresverträgen arbeitete. Jetzt könne sie an der Schule endlich längerfristige Projekte, wie die Ausbildung von Streitschlichtern, in Angriff nehmen.

Auch der ehrenamtliche Geschäftsführer des Stadtjugendrings, Thomas Thiele, begrüßt das Engagement der Stadtverordneten in der Jugendarbeit. Zumal seit über einem Jahr an der Herderschule überhaupt kein Sozialarbeiter tätig war. Ab September nimmt hier ein junger Mann seine Arbeit auf.

Insgesamt sind dann in Königs Wusterhausen einschließlich der Ortsteile elf Sozialarbeiter unter anderem auch als Streetworker sowie in den Jugendklubs tätig. Ihre Gehälter werden entweder ausschließlich aus dem Stadthaushalt oder aber kofinanziert durch den Landkreis sowie das Land Brandenburg. Für die in der Konzeption vorgesehene Sozialarbeit auch an den sechs Grundschulen der Stadt, sieht Thiele augenblicklich aber wenig Chancen. „Das wäre sehr wünschenswert, ist aber Zukunftsmusik“, sagt er.

Von Franziska Mohr

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