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Dahme-Spreewald Ohne Berührungsängste
Lokales Dahme-Spreewald Ohne Berührungsängste
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00:18 05.02.2016
Die Teilnehmer des internationalen Jugendcamps beim ersten Kennenlernen am Sonntagabend gemeinsam mit ihren Betreuern. Quelle: Friedrich Kruspe
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Blossin

Es sieht einfacher aus, als es ist. Als eine der ersten Aufgaben im gemeinsamen Camp von Flüchtlingen und Deutschen im Jugendbildungszentrum in Blossin sollen die Teilnehmer jeweils in kleinen Gruppen ein sich drehendes Springseil überwinden. Der erste Versuch scheitert sehr schnell, schon hat sich ein Jugendlicher verhakt, der zweite klappt besser, ehe sich auch hier ein junger Mann beim Springen verschätzt. Erst der dritte Anlauf glückt. Alle Jugendlichen haben das Seil überwunden. Der Erfolg wird mit einem tosenden Applaus gefeiert.

„Mit diesen und anderen Spielen wie Streetfußball, Klettern, Zwei-Matten-Ball oder Volleyball wollen wir in der Ferienwoche Berührungsängste und Barrieren zwischen den Einheimischen und den Flüchtlingen abbauen“, umreißt der Jugendkoordinator der Gemeinde Heidesee, Friedrich Kruspe, das Anliegen des Camps. 31 Teilnehmer, darunter 17 Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, Benin und Eritrea sowie 14 Brandenburger Jugendliche sind dabei. Bei diesem gemeinsamen Projekt des Jugendbildungszentrums sowie der Brandenburgischen Sportjugend wohnen die Teilnehmer in Finn-Hütten mit jeweils acht Personen unterschiedlichster Nationalitäten zusammen. Gegessen wird in der Mensa, in der jeder am Buffet sein Essen frei wählen kann.

Inhaltlich werden drei Workshops angeboten, in denen sich Flüchtlinge und Deutsche gleichermaßen engagieren können: Theater, Medien/ Film und Sport. Dabei werden jeweils ehrgeizige Ziele gesteckt.

Die Theatergruppe will schon Donnerstagabend ein kleines Stück aufführen, während die Mediengruppe ihren Film bis Freitag produziert und geschnitten haben soll. Die Verständigung läuft größtenteils auf Deutsch und Englisch. Der 17-jährige Mohamad aus Syrien sagt: „Das Camp ist für mich ein Deutsch-Intensivkurs, bei dem ich täglich viele neue Wörter kennenlerne.“

Er hat sich für den Sportkurs entschieden ebenso wie Lisa aus Prieros. „Ich spiele Fußball in Friedersdorf und habe dort von dem internationalen Camp erfahren“, erzählt die 15-Jährige. „Die Ausländer sind wirklich sehr freundlich und gut drauf“, sagt die Prieroserin. Schon zum Frühstück begrüßten sie alle und setzten sich völlig ungezwungen mit an den Tisch. Auch der 16-jährigen Samaya aus Syrien gefällt es hier. Zumal sie in ihrer jetzigen Schule in Fürstenwalde bisher noch keinen Kontakt zu deutschen Jugendlichen gefunden hat.

„Schade, ich hätte mir gewünscht, dass sich noch mehr junge Leute direkt aus Heidesee melden“, sagt Kruspe ein wenig enttäuscht. Aber die Fördergelder vom Landespräventionsrat seien erst Mitte Januar eingetroffen, so dass viele Jugendliche ihre Winterferien schon verplant hatten.

Als ärgerlich empfindet er auch, dass sich die jungen Flüchtlinge aus Kolberg nicht beteiligen durften. Ihr Status sei noch nicht geklärt, hieß es Kruspe zufolge aus dem Landratsamt. Die dortige Pressesprecherin Heidrun Schaaf konnte dies am Montag aber weder bestätigen noch dementieren.

Das Camp dauert noch bis Freitag und kostet lediglich 20 Euro, so dass dieser symbolische Teilnehmerbetrag auch von den Flüchtlingsfamilien aufgebracht werden konnte. Die nächste Veranstaltung dieser Art startet in Blossin in den Osterferien Ende März. Anmeldungen sind schon jetzt möglich.

Info: Anmeldungen bei Maik Schmidt unter Tel. 03 37 68/7 55 57.

Von Franziska Mohr

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