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Dahme-Spreewald Organisatoren enttäuscht
Lokales Dahme-Spreewald Organisatoren enttäuscht
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19:05 05.07.2015
Peter Schneider und Eckard Schurg (v. l.) am Backofen. Quelle: Dietrich von Schell
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Groß Köris

Bei den hohen Temperaturen hatte Eckard Schurg am Sonnabend den heißesten Job. Er musste beim Backofenfest in Groß Köris den großen Ofen beheizen: Reisig zerkleinern, das Feuer in Gang halten – gar nicht so einfach. „Wenn es zu heiß wird, geht der Ofen kaputt, wenn es nicht genug brennt, können wir nicht backen“, sagte er. Aber Schurg hat Erfahrung, er macht das schon seit 38 Jahren, seit das Backofenfest das erste mal in Groß Köris an der Sputendorfer Straße gefeiert wurde. Er ist Mitglied bei den Angelfreunden Groß Köris. In dem Verein kam damals die Idee auf, den alten dorfeigenen Ofen wieder in Betrieb zu nehmen.

Aber in diesem Jahr machte sich bei Karl-Heinz Boy, Vorstandsvorsitzender der Angelfreunde, Enttäuschung breit. Es war nicht zu übersehen: die Anzahl der Gäste hielt sich in Grenzen. An der Hüpfburg blieb es am Nachmittag leise. Es gab eine Disco und der DJ legte einen Hit nach dem anderen auf, aber Tanzstimmung wollte bei der Hitze nicht aufkommen. Als die Mädchen aus der Groß Köriser Gymnastikgruppe ihre Darbietungen zeigten, gab es kaum Publikum.

Das Wetter hat die Menschen an die Seen gezogen. „Wer geht schon bei 38 Grad zum Backofenfest?“, sagte Boy. Nachmittags, so weiß er, kamen sonst die Familien. Ihm bereiten die wenigen Besucher auch in finanzieller Hinsicht Kopfschmerzen. „Wir haben das Ganze aus der Vereinskasse vorfinanziert“, sagte er.

In den vergangenen fünf Jahren hatten die Angelfreunde die Organisation des Festes an einen professionellen Veranstalter abgegeben. „Aber der neue Ausrichter war den Bewohnern von Groß Köris zu kommerziell, viele blieben weg“, so Boy. In diesem Jahr hatten die Angler nun erstmals wieder selbst alles auf die Beine gestellt, wenn auch in kleinerem Rahmen. Da hätte etwas mehr Zuspruch nicht geschadet. Aber die Tradition soll weiter fortgesetzt werden.

Immerhin gingen Brote und Kuchen gut weg. Bäckermeister Peter Schneider aus Zeuthen hat dafür in der Nacht zum Sonnabend eine Extra-Schicht einlegen müssen. Zusammen mit Eckard Schurg stand er an dem Backofen, den vor hundert Jahren fast alle Dorfbewohner nutzten. Schurg schob die Glut nach hinten und das nächste Blech verschwand im Ofen.

Von Dietrich von Schell

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