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Dahme-Spreewald Ortsbeirat für Erhalt der Friedhofskapelle
Lokales Dahme-Spreewald Ortsbeirat für Erhalt der Friedhofskapelle
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11:35 09.06.2016
Die Bewohner von Boddinsfelde um Ortsvorsteher Richard Dietrich (2. v. r.) möchten die Kapelle behalten. Quelle: Dietrich von Schell
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Brusendorf

Katrin Labrenz hatte geglaubt, sie müsse mehr Überzeugungsarbeit leisten. Ihr gehört der Guts- und Reiterhof in Boddinsfelde, sie hat sich im letzten Moment gegen den Abriss der Kapelle auf dem still gelegten Friedhof Boddinsfelde gewandt (die MAZ berichtete).

Bei der Sitzung des Brusendorfer Ortsbeirates am Dienstag verlas Ortsvorsteher Richard Dietrich einen Beschluss, nämlich den „Beschluss zur Friedhofsschließung aus dem Jahre 2004“ wieder aufzuheben. „Friedhof und Trauerhalle gehören zum Identität stiftenden Ortsbild und müssen erhalten werden.“ Begründung: Boddinsfelde habe sich gewandelt, 2004 sei es am Absterben gewesen, nun ist der Gemeindeteil wieder gewachsen.

Stadtverordnete kommen am 27. Juni zusammen

Katrin Labrenz freut sich: „Das sind genau unsere Forderungen.“ Unterstützung erhält sie auch von der SPD. Frank Kausch, selbst Anwohner in Boddinsfelde und für die SPD in der Mittenwalder Stadtverordnetenversammlung (SVV) aktiv, hat einen Fraktionsantrag zu Papier gebracht. Bei der nächsten SVV am 27. Juni sollen zwei Beschlussvorschläge diskutiert werden. Es geht darum, die Trauerhalle unter Denkmalschutz stellen zu lassen und den Friedhof wieder zu öffnen. Kausch führt in dem Papier an, dass die Ruhestätte auf Betreiben des Ex-Bürgermeisters Uwe Pfeiffer geschlossen worden sei – aus Kostengründen. Tatsächlich sei kein Cent gespart worden, heißt es in dem SPD-Antrag, „da der Friedhof bis 2028 auf Grund von Liegefristen erhalten werden muss.“

BADC wollte die Kapelle als Ausgleichsmaßnahme abreißen

Ein anderer Beschluss, als den Friedhof zu schließen, ist nie gefallen. „Die Stadtverwaltung hat darauf gewartet, dass jemand den Abriss der Kapelle und damit die Kosten übernimmt“, sagt Katrin Labrenz. So sei der Vertrag mit der BADC zustande gekommen – einem Unternehmen, das für den BER Ausgleichsmaßnahmen ausführt.

Nun sind die Stadtverordneten gefragt. Ob vor der Sommerpause eine Entscheidung fällt, ist offen. Gutsbesitzerin Katrin Labrenz will nun eine Unterschriftensammlung in Boddinsfelde starten.

Von Dietrich von Schell

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