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Ortsentwicklung im Fokus

Bestensee Ortsentwicklung im Fokus

Der Einladung zum MAZ-Leserstammtisch im Königlichen Forsthaus waren am Donnerstag rund zwanzig Leser gefolgt. Sie interessierte die weitere Entwicklung des Ortes nach einem Konzept, der Umgang mit dem Schrobsdorff-Haus im Ortsteil Pätz, die Frage des sicheren Querens der Hauptstraße dort, wenn die Kita fertig ist und der Umgang der MAZ mit Leserbriefen.

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Der MAZ-Leserstammtisch im Königlichen Forsthaus in Bestensee: Diskussion in angeregter Atmosphäre.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Bestensee. Rund zwanzig Leser waren am Donnerstag ihrer Heimatzeitung zum MAZ-Leserstammtisch ins Königliche Forsthaus in Bestensee gefolgt. Die Fragen der Zeitungsleser beantworteten Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) und der Geschäftsführer des Regionalverlags Dahmeland-Fläming, Lothar Mahrla. Zur Runde gehörte auch die Pätzer Ortsteilbürgermeisterin Annette Lehmann (Unabhängige Bürger).

Sigrid Scheibe aus dem Bestenseer Ortsteil Pätz ließ nicht locker

Sigrid Scheibe aus dem Bestenseer Ortsteil Pätz ließ nicht locker. Sie engagiert sich sehr für ein Schrobsdorff-Haus in Erinnerung an die bekannte Schriftstellerin.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Sigrid Scheibe aus Pätz legte gleich mit ihrer ersten Frage los und wollte wissen, warum die Redaktion manche Leserbriefe nicht veröffentlicht. Gleiches hatte auch Renate Treichel aus Bestensee festgestellt. Lothar Mahrla erklärte zunächst, dass es der Redaktion frei gestellt sei, Leserbriefe – auf die sie sehr viel Wert lege – zu veröffentlichen. „Ich weiß, das ist keine zufrieden stellende Antwort“, sagte er, verwies aber auch darauf, dass eine Zeitung sehr genau auf bestehendes Recht achten müsse. Den konkreten Fall von Sigrid Scheibe schrieb er sich auf. „Dem werde ich nachgehen“, versprach der Geschäftsführer.

Kita ungünstig an der Hauptstraße

Sigrid Scheibe wollte auch wissen, warum die neue Kita in Pätz direkt an der Hauptstraße gebaut werde. Kinder und Eltern müssten die gefährliche Straße queren, weil die Parkplätze gegenüber sind. Bürgermeister Quasdorf begründete den Platz der Kita mit der bestehenden Baugenehmigung. Die Problematik mit den Parkplätzen sei ihm klar. Allerdings sei er froh, dass das Technologie- und Bildungszentrum (TBZ) erst einmal eingewilligt habe, diese zur Verfügung zu stellen, weil es sonst keine Baugenehmigung für die Kita gegeben hätte.

Karl-Heinz Geppert aus Bestensee ist sehr an der Entwicklung des Ortes interessiert und verlangt ein durchdachtes Konzept dafür

Karl-Heinz Geppert aus Bestensee ist sehr an der Entwicklung des Ortes interessiert und verlangt ein durchdachtes Konzept dafür.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Karl-Heinz Geppert aus Bestensee regte an, schnell mit Wünsdorf zu verhandeln, um hier einen Fußgängerüberweg, eine Tempo-30-Zone oder eine Ampel einzurichten, denn auch Rentner oder Patienten der Arztpraxen hätten an dieser Stelle das gleiche Problem. Geppert wollte auch vom Gemeindechef wissen, ob Bestensee bei all dem Wachstum ein Ortsentwicklungskonzept habe. Das beantwortete Quasdorf mit „Ja“ und verwies darauf, dass dieses stets fortgeschrieben werde. Damit gab sich der Bürger aber nicht zufrieden. „Es gibt kein Konzept für die Probleme wie Bevölkerungswachstum, Verkehr, Tourismus“, meinte er. Das ließ der Bürgermeister aber nicht so im Raum stehen und konterte, indem er auf die Anbindung des Ortes an die Autobahn verwies, auf die Förderung des kleinen und mittleren Gewerbes, den Ausbau des Tourismus. „Aber nicht alle Probleme sind sofort vorhersehbar“, sagte er und nannte als Beispiel den rasant anwachsenden Bedarf an Kita-Plätzen, weswegen die neue Kita in Pätz nun mit dem größten Volumen von insgesamt 179 Plätzen gebaut werde. Peter Neumann, der im Ort eine Gas-Firma betreibt, verwies in Bezug auf das Konzept für Bestensee auf einen Aufruf des Bauausschusses, Ideen für den Ort zu sammeln. „Die Resonanz war gering“, beklagte er. Thomas Irmer, SPD-Gemeindevertreter, verwies darauf, dass man für ein solches Konzept Hilfe von außen brauche. Gefragt wurde auch nach der Dorfaue, die zurzeit gepflastert werde. „Es war einfach ein günstiges Angebot unter 25 000 Euro“, so Quasdorf. Die Vergabe eines solchen Auftrags dürfe er allein entscheiden.

Engagement für Schrobsdorff-Haus

Ein großes Anliegen von Sigrid Scheibe war das Schrobsdorff-Haus in Pätz. Sie könne nicht verstehen, warum es Anliegen der Ortsteilbürgermeistern sei, dieses aus der Hand zu geben. „Mich verfolgt das Haus seit 2003“, meinte Annette Lehmann, stand aber dazu, es am besten an einen Betreiber zu geben, der zugleich ermögliche, dass die Gemeinde hier Veranstaltungen durchführen könne.

Von Andrea Müller

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