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Ost-Schätze auf zwei und vier Rädern

Königs Wusterhausen Ost-Schätze auf zwei und vier Rädern

Rund 100 Zwei- und Viertakter aus DDR-Zeiten waren am Sonntag in der Königs Wusterhausener Innenstadt versammelt – und lockten sogleich zahlreiche Schaulustige an den Stadtbrunnen in der Bahnhofstraße. Dirk Marx hatte Zwei- und Vierradbesitzer dazu eingeladen.

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Rund 100 Fahrzeuge und viele Schaulustige am Brunnen.

Quelle: Katrin Schwarz

Königs Wusterhausen. Wo sonntags gewöhnlich noch die Bürgersteige hochgeklappt werden, steppte am Sonntag der Bär. Dirk Marx hatte die Fans von Wartburg, Trabi und anderen Ost-Schätzen in die Königs Wusterhausener Innenstadt eingeladen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Citypartner KW hieß es: „Tanzen im Zweitakt“. Alles, was zu DDR-Zeiten durch die Straßen knatterte, war willkommen, auch Viertakter-Benzinkutschen. Und das Publikum strömte, schaute, staunte.

„Es ist schön, wir haben unser Ziel erreicht, Menschen bewegt“, resümierte der Veranstalter bereits am frühen Nachmittag. Insgesamt waren 100 Fahrzeuge in der Innenstadt vertreten. Auch Citymanagerin Anja Masche freute sich, dass es nach dem Oldtimertreffen „Rocken und Rollen“ Anfang August erneut gelungen ist, die Innenstadt am Wochenende zu beleben.

Schaulustige am Kino Capitol

In der Bahnhofstraße vorm Kino Capitol fanden sich die Schaulustigen ein. Ein Foto von 1971 mit einem Wolga, einem Trabi und einem Wartburg sollte nachgestellt werden. Die Fotografen gaben sich alle Mühe, den Blickwinkel von damals einzunehmen, und mussten feststellen: Aus dieser Perspektive verdeckt jetzt eine riesige Baumkrone den Schriftzug vom Kino Capitol, der auf dem alten Foto vollständig zu lesen war.

Eines der attraktiven Fotomodelle, ein Wolga des Baujahrs 1960, gehört Familie Krüger aus Wolzig. „Wir haben das Auto aus Frankfurt am Main geholt“, berichtete Wilfred Krüger. Dass die Krügers gerade dieses Auto kauften, „das war Zufall“, so Ehefrau Marina, „es hat uns gleich gefallen.“ Seine Lackierung in Helltürkis hatte der Wagen schon, ansonsten war er in sehr schlechtem Zustand und wurde mit viel Fleiß wieder flott gemacht.

Stelldichein am Stadtbrunnen

Für Geschichten wie diese interessiert sich Andreas Mickley, der Zaungast beim Fotoshooting am Sonntag war. Er und seine Kumpels „haben auch solche alten Fahrzeuge. Das mittlere Auto, den Trabi zwischen Wartburg und Wolga, haben wir mit aufgebaut“, sagt er stolz. Geschichten und historische Fotos steuerte zuvor auch Rainer Kugel bei. Der Experte in Sachen Heimathistorie referierte im „Profete“ zu den Anfängen der automobilen Zeit in Königs Wusterhausen.

Zur Kaffeezeit gab es ein Stelldichein am Brunnen vor dem Kaufhaus. Die meisten ausgestellten Zweitakt-Autos und Zweiräder trugen LDS-Kennzeichen. Auch aus Berlin, Teltow-Fläming, Märkisch-Oderland und Brandenburg an der Havel und Leipzig waren Oldiefans mit ihren Ost-Schätzchen auf zwei oder vier Rädern angereist. Die Fahrzeugparade lockte viel Publikum an. Man fachsimpelte und schwelgte in Erinnerungen.

Gemeinsame Ausfahrt

Bei einer Ausfahrt über die Alleen rund um Königs Wusterhausen zogen die Oldies weitere Blicke auf sich. Mit einem Gruppenfoto am Brunnen endete dieses „Erlebnis Innenstadt“. Das nächste Ereignis dieser Art ist aber bereits in Sicht. Am Sonntag, dem 16. Oktober, heißt es „Rumblubbern in KW“. Dann sind in der Bahnhofstraße die US-Cars und -Bikes sowie ihre Fan-Gemeinde willkommen.

Von Katrin Schwarz

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