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Dahme-Spreewald Pätzer Kita bekommt neues Domizil
Lokales Dahme-Spreewald Pätzer Kita bekommt neues Domizil
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11:28 06.04.2016
Das bisherige Kita-Gebäude muss bald einem Neubau weichen. Quelle: Dietrich von Schell
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Pätz

Der Waldkindergarten in der Pätzer Fernstraße soll im kommenden Jahr vergrößert werden und dabei ein völlig neues Gesicht erhalten. Noch ist vieles in der Schwebe, aber fest steht offenbar, dass das Haus aus den 30er Jahren der Abrissbirne zum Opfer fallen wird, ebenso wie die daneben gelegene Baracke aus der Wendezeit. Beide Häuser sollen durch einen Neubau ersetzt werden. Die Kosten dafür werden auf etwa 1,5 Millionen Euro geschätzt.

„Anders geht es nicht“, sagt Annette Lehmann, Ortsvorsteherin von Pätz. Zurzeit besuchen 35 Kinder die naturnahe Waldkita. Bis Ende 2017 wird sich diese Zahl – so der Plan – auf 100 Mädchen und Jungen fast verdreifachen. „Das ist ein riesiger Zuwachs, der sich mit den alten Gebäuden nicht mehr bewältigen lässt“, so Annette Lehmann weiter.

Zwei Baumöglichkeiten werden diskutiert

Darüber, wie der Neubau aussehen soll, ist bereits im Bauausschuss gesprochen worden. Dessen Vorsitzender Uwe Budach erläutert: „Wir diskutieren gerade zwei Möglichkeiten. Einmal haben wir den Vorschlag für einen ebenerdigen Bau im L-Format. Zweitens gebe es die Idee, ein Gebäude mit einer weiteren Etage auf das Grundstück zu setzen.“ Die Tendenz im Bauausschuss, so Uwe Budach, gehe aber mehrheitlich zum ebenerdigen Baukörper, und für ihn liegen die Vorteile auch auf der Hand. „Diese Lösung ist für Kinder und Erzieher bequemer, die Gruppen kommen von jedem Raum direkt ins Freie.“ Außerdem sei dies die preiswertere Variante.

Unklarheiten herrschen ebenso beim genauen Standort. Soll das neue Gebäude vorne an der Straße errichtet werden, oder weiter hinten in Richtung See? „Hier stellt sich die Frage nach dem Lärmschutz“, sagt Annette Lehmann. „Liegt das Gebäude an der Straße, dient es als Schallmauer für die dahinter liegende Spielfläche.“ Auf der anderen Seite gebe es die Auffassung, dass sich Kinder beim Spielen vom Lärm gar nicht stören lassen. „Es wäre demnach sinnvoller, den Neubau von der Straße wegzurücken, damit die Kleinen ungestört Mittagsschlaf halten können“, gibt Annette Lehmann wieder. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Bestensees Bürgermeister Quasdorf: „Alles offen“

Der Bestenseer Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) hält es ohnehin für verfrüht, über das Thema öffentlich zu reden. „Klar ist nur, dass wir die Waldkita erweitern. Aber in allen anderen Punkten ist noch alles offen“, sagt er.

Zu viel Zeit dürfen sich die Gemeindevertreter bei den baulichen Festlegungen jedoch nicht mehr nehmen. „Wir haben in Bestensee in Sachen Kinderbetreuung die Kapazitätsgrenze erreicht“, sagt Annette Lehmann. So ist die Kita in Bestensee, das Kinderdorf, mit knapp 300 Kindern ausgelastet, und für August liegen bereits mehr als 300 Neuanmeldungen vor.

Planungskosten stehen im Haushalt bereit

Der Druck wächst also, ein Planungsbüro für das Kita-Projekt in Pätz zu beauftragen. Immerhin stehen für die dabei anfallenden Kosten 100 000 Euro aus dem Haushalt der Gemeinde zur Verfügung.

Der Grund für den plötzlichen Bedarf an weiteren Kitaplätzen ist aber durchaus positiv. Die Gemeinde Bestensee wächst und ist bei jungen Familien sehr beliebt. „Im Wustrocken kommt Leben in die neuen Häuser, die Menschen ziehen ein, weitere Neubaugebiete entstehen“, sagt Uwe Budach. „Da müssen wir auch Platz für den Nachwuchs schaffen.“

Von Dietrich von Schell

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