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Dahme-Spreewald Patronatskirche bekommt Behindertenrampe
Lokales Dahme-Spreewald Patronatskirche bekommt Behindertenrampe
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00:19 12.08.2017
Vorsitzender Wilfried John (l.), Vereinssprecherin Heidi Burmeister und die Rampen-Spender – das Ehepaar Schmidt (v. l.). Quelle: Foto: Oliver Becker
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Schulzendorf

Die Schulzendorfer Patronatskirche bekommt eine mobile Behindertenrampe. Am Montag wurde sie von den Sponsoren, dem Ehepaar Schmidt sowie dem „Verein zur Wiederherstellung der Patronatskirche und des Dorfangers“ vor der Kirche übergeben. Damit soll Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern der barrierefreie Zugang zur Veranstaltungen erleichtert werden.

Behindertengerechtigkeit fördern

„Wir hatten Leute mit Rollstuhl und Rollator hier, die nicht mehr in der Lage waren, alleine die Stufen zur Kirche hochzukommen“, sagte Herbert Burmeister (Linke). „Wir dürfen kein Geländer anbringen, weil die Kirche unter Denkmalschutz steht“, so Burmeister weiter. Auch im Kircheninneren wollte der Verein Stufen begradigen, damit man dort nicht stolpert. „Aber das ist alles nicht zulässig. Umso wichtiger ist es, dass man solche Hilfsmittel hat“, sagte Burmeister. Der Vorteil: Selbst bei Regen wird die Rampe nicht glatt, weil die Oberfläche geriffelt ist. „Es rutscht nicht. Ich habe es selbst getestet“, sagte Vereinsvorsitzender Wilfried John. „Die Rampe sieht sehr filigran aus, hält aber trotzdem diese vielen Kilos aus“, so John weiter.

Mobile Rampe flexibel einsetzbar

Die Rampe ist bis 280 Kilo belastbar und kostet 260 Euro. Mit den Maßen 1,80 mal 0,77 Meter ist die Rampe für jeden normalen Rollstuhl geeignet. Ausnahme sind breitere Rennrollstühle. „Die tragbare Behindertenrampe kann man an jeder Ecke anlegen“, sagte Sponsor Klaus Schmidt. Die Idee sei gewesen, etwas Bewegliches zu haben, das man bei Bedarf aufbaut, aber auch schnell wieder abbauen und beiseitelegen kann.

Sponsoren wollen Kirchen-Veranstaltungen unterstützen

„Die Idee hat sich bei einem Glas Wein beim Jazzsommer entwickelt. Zuerst war die Rede davon, eine Rampe mit ein paar Holzbohlen für die Zufahrt der Musiker selbst zu bauen. Dann wurde klar, dass es wichtiger ist, am Eingang eine Rampe für die Rollstuhlfahrer zu haben“, sagte Schmidt. „Wir wollen etwas an die Gemeinde zurückgeben“, so Schmidt weiter. Veranstaltungen wie die Jazzsommer-Reihe müssten unterstützt werden, „weil wir in Schulzendorf nichts Vergleichbares haben.“

„Wir haben viele ältere Menschen, die zu unseren Veranstaltungen kommen“, sagte Winnifred Tauche (Linke). „Die nächste Veranstaltung ist die Landpartie per Fahrrad. Danach kommt ein Künstler, der Beethovensonaten spielt“, sagte Sprecherin Heidi Burmeister.

Von Oliver Becker

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