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Dahme-Spreewald Perle an der Dahme
Lokales Dahme-Spreewald Perle an der Dahme
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00:17 15.04.2017
Die Villa am See mit dem Biergarten direkt am Wasser, er öffnet Karfreitag. Das Restaurant ist täglich von 12 bis 22 Uhr geöffnet. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Wildau

Die Stadt Wildau hat sich als Top-Standort für Wirtschaft und Wissenschaft längst bundesweit einen Namen gemacht. Das viele Grün macht die Stadt auch zu einem idealen Wohnort direkt vor den Toren Berlins. Als touristische Adresse ist Wildau hingegen bisher eher ein unbeschriebenes Blatt. Doch das könnte sich mit der schicken Villa am See und dem dazugehörenden Hafen ändern. Eine kleine Straße an der Ortsdurchfahrt, gegenüber vom Volkshaus, führt direkt dorthin. Diese Perle an der Dahme soll ein neuer Anziehungspunkt für Besucher aus Nah und Fern werden.

Herrlicher Blick auf die Dahme

In den ersten Monaten seit der Eröffnung im vorigen Juli ist das teilweise schon gelungen. Chefin Sylvia Meißner berichtet vom anfänglichen Ansturm, der dann wieder etwas abebbte. Die Wildauer wollten sehen, was aus ihrem Klubhaus geworden ist, das 1925 als Villa erbaut und später als Ruderhaus bekannt wurde. Es gab eine Vereinsgaststätte, dort wurde getanzt und gefeiert. „Man erkennt das Haus wieder. Wir versuchen, das Alte zu bewahren und Neues hinzuzufügen“, sagt Sylvia Meißner. Der Blick aus dem schicken Restaurant auf die Dahme ist atemberaubend.

Chefin Sylvia Meißner auf der Restaurant-Terrasse über der Dahme. Quelle: Frank Pawlowski

Karfreitag öffnet der Biergarten

Der Biergarten liegt direkt am Wasser, Karfreitag öffnet er wieder. Der Hafen mit den Liegeplätzen für Wasserwanderer komplettiert das Ensemble, das zwischen Berlin und Bad Saarow seinesgleichen sucht. Sehr gefragt ist die Villa für private Feiern, auch immer mehr Firmen entdecken sie als Veranstaltungsort. Trauungen finden statt. Promis wie Peter Wieland und Christine Errath haben dort schon getafelt.

Mit Liebe zum Detail saniert

Das Haus ist mit Millionenaufwand und viel Liebe zum Detail saniert worden. So sind die Tische und Sitze im Restaurant unterschiedlich hoch, damit Gäste von jedem Platz aus eine unverstellten Blick aufs Wasser haben. Draußen an den Hauswänden wurden die Reliefs aus den 1920er Jahren restauriert. Und im Ausschank des Biergartens wurden die alten Holztore des Ruderhauses verbaut, samt der Eisenbeschläge. Öltrichter hängen als Lampen über dem Tresen. Besonders freut sich Sylvia Meißner über Wildauer, die private Fotos aus früheren Klubhaus-Jahren mitbringen. Sie sind eine Rarität, es gibt kaum historische Dokumente. Mit den Bildern soll noch in diesem Jahr eine kleine Ausstellung gestaltet werden.

Haus reagierte schon auf Kritik

Doch es gibt auch Vorbehalte im Ort. Kritikern ist das Ambiente zu fein, das Preisniveau zu hoch. Sylvia Meißner kennt die Einwände, und sie ist dankbar für Hinweise. „Wir wachsen mit dem Haus. Es ist wie ein Kind, das laufen lernt“, sagt sie. Einiges wurde geändert, so gibt es jetzt einen Mittagstisch für Gewerbetreibende. Die Portionen sind wieder größer. Und die Preisspanne auf der Speisekarte reicht von 7,90 bis 22,90 Euro. „Wir wollen eine Heimat für die Wildauer werden, aber wir brauchen ebenso die Ausflügler und Firmen, um wirtschaftlich bestehen zu können.“

Neue Angebote in diesem Jahr

Erstmals findet am 4. Mai eine Vogelstimmen-Wanderung über die benachbarten Dahme-Wiesen statt, am 6. Mai ist ein Weinseminar geplant. Es wird Kochkurse geben, weitere Lesungen. Die Reederei Kutzker hat Wildau in diesem Jahr erstmals in den Fahrplan aufgenommen, ab dem 5. Mai halten die Schiffe immer freitags an der Villa. Wasserwanderer können den Liegeplatz im Hafen vier Stunden lang kostenlos nutzen. Neuerdings gibt es einen Bootsverleih. Ende April findet der Wirtschaftsstammtisch des Wildauer Bürgermeisters in der Villa statt.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“

Sylvia Meißner weiß, dass noch viel harte Arbeit vor ihr und dem Team liegt, in der Hochsaison sind es bis zu 20 Beschäftigte. „Wir sind noch längst nicht im Genießer-Modus, aber wir sind auf dem richtigen Weg.“

Von Frank Pawlowski

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