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Dahme-Spreewald Petition für Feuerwehrmuseum
Lokales Dahme-Spreewald Petition für Feuerwehrmuseum
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00:17 02.03.2016
Der LF-10 Mercedes gehört seit 1928 der Stadt Mittenwalde. Quelle: Dietrich von Schell
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Mittenwalde

Die Bürger von Mittenwalde bekommen am heutigen Sonnabend Besuch von Feuerwehrleuten aus der Stadt. „Wir werben dafür, das Feuerwehrdepot am Stadthausplatz zu erhalten“, sagt Sven Geiselberger, aktiver Feuerwehrmann im Löschzug Mittenwalde. Mit dabei haben die Kameraden eine Petition, die die Bürger unterschreiben können. Je mehr Unterschriften, desto mehr Gewicht wird sie haben.

Die Feuerwehr möchte das Gerätehaus zu einem Museum umgestalten. Im Moment dient es für Zusammenkünfte und Feiern. „Aber es soll abgerissen und durch Parkplätze und ein Toilettenhäuschen ersetzt werden“, erläutert Geiselberger. „Im November läuft der Nutzungsvertrag zwischen Freiwilliger Feuerwehr und der Mittenwalder Wohnungsbaugesellschaft (Miwobau) aus.“

Bei der Feuerwehr hat man jedoch andere Pläne. „Wir haben zwei historische Löschfahrzeuge, Eigentümerin ist die Stadt“, sagt Geiselberger, der die Geschichte der Mittenwalder Feuerwehr kennt wie kein Zweiter. Es handelt sich zum einen um ein Mercedes-Löschfahrzeug, Typ Mittenwalde, aus dem Jahre 1927. „Es ist bei der Firma Loebe in Luckenwalde als erstes vom Band gelaufen und das letzte von 2500 Modellen, das noch existiert.“ Der Wagen ist ebenso funktionsfähig wie die andere Rarität: eine Handdruckspritze aus dem Jahre 1890, die von Pferden gezogen wurde. Auch von der Kutsche gibt es nur noch zwei Exemplare.

Sven Geiselberger tut es in der Seele weh, dass dieser „unbezahlbare Schatz“, wie er sagt, derzeit versteckt in einer Scheune steht, wo ihn keiner sieht. Schlimmer noch. „Das Dach ist undicht, von unten läuft das Wasser bei starkem Regen herein.“ Erste Mängel sind zu sehen, obwohl die Feuerwehrleute jede Menge Arbeitsstunden und mehrere Tausend Euro in den Erhalt gesteckt haben. „Der Gipfel ist, dass die Stadt für diese Unterbringung Miete zahlt.“ Die Idee ist nun, die Fahrzeuge im Gerätehaus auszustellen. „Die Technik gehört zur Stadt wie Kirche und Pulverturm“, findet Geiselberger. Ein gläsernes Tor und eine Fensterfront an der Längsseite des Spritzenhäuschens sollen dafür sorgen, dass die Schmuckstücke immer zu sehen sind. Eine historisch gestaltete Fassade würde das Museum abrunden.

Yvonne Glaschke hat bereits versucht, das Spritzenhaus zu mieten oder zu pachten. Sie ist Vize-Vorsitzende des Fördervereins der Mittenwalder Feuerwehr. „Ich habe bei der Verwaltung einen Antrag gestellt, aber der ist nicht an die Miwobau weitergeleitet worden.“ Der Widerspruch gegen den Abriss, den sie vor einigen Wochen eingelegt hat, ist immer noch unbeantwortet. Sabine Supke, Kassenwartin des Fördervereins, fügt hinzu, man habe die amtierende Bürgermeisterin Hedda Dommisch darauf hingewiesen, dass ohne Gerätehaus auch das jährliche Maibaumfest und der Oldtimertreff ausfallen müssten. „Wir organisieren die Feste gerne, aber ohne die Küche, die sich in dem Häuschen befindet, geht es nicht.“

In vier Wochen werden die Feuerwehrleute mehr wissen, denn bis dahin muss zu der Petition eine Stellungnahme vorliegen.

Von Dietrich von Schell

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