Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Pfarrer erlebt ein Jahr der Premieren
Lokales Dahme-Spreewald Pfarrer erlebt ein Jahr der Premieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:25 02.11.2016
Pfarrer Nico Steffen hat sich im Dahmeland eingelebt. Quelle: Dörthe Ziemer
Anzeige
Teupitz

Das erste Jahr in seinem neuen Job war für Pfarrer Nico Steffen geradezu zwangsläufig ein Jahr voller Premieren: die erste Predigt, das erste Weihnachtsfest in der neuen Gemeinde, der erste runde Geburtstag eines Gemeindemitgliedes. Nico Steffen, seit gut einem Jahr Pfarrer in den Kirchengemeinden Teupitz und Groß Köris, meint aber anderes, wenn er über Premieren spricht, nämlich Dinge, die er neu in die Gemeinde einbringt.

Der Gottesdienst mit Mitarbeitern des Asklepios-Klinikums Teupitz in der Heilig-Geist-Kirche war so eine Premiere. Dieser sollte dazu dienen, einmal Danke für die Arbeit der Klinikmitarbeiter zu sagen – im Namen der Kirchengemeinde, aber auch im Namen des ganzen Ortes, der durch die Klinik mit geprägt wird. Zehn Angehörige des Klinikums haben den Weg in die Kirche gefunden – und das Gotteshaus damit ein wenig mehr gefüllt als sonst.

Mehr Menschen sollen in die Kirche kommen

Dies ist ein Anliegen, das den Pfarrer bei all seinen Premieren antreibt. „Die Menschen sollen wieder den Weg in die Kirche finden“, sagt er und fügt hinzu, dass ein Gottesdienst in größerer Gemeinschaft einfach schöner sei. Die Besucher sind dankbar für die Neuerung. „Es ist wichtig, dass den Mitarbeitern des Klinikums einmal gedankt wird und dass das Bewusstsein für die Achtsamkeit sich selbst gegenüber geweckt wird“, lobte Patientin Sabine Schindler den Gottesdienst.

Da ist Pfarrer Steffen auch schon auf dem Weg zur nächsten Premiere: dem Mittagsgebet in der Christuskirche Groß Köris. Er wolle jedes seiner zwei Gotteshäuser an jedem Sonntag öffnen, sagt er. Ein halbes Dutzend Gemeindemitglieder ist an diesem Tag in die Kirche gekommen, unter ihnen auch Hannelore Bläsing und Lieselotte Stiehl. Die beiden betagten Damen haben mit Nico Steffen ihre ganz eigene Premiere erlebt: „Einen Pfarrer, der im Frauenkreis den Kaffee einschenkt – so etwas hätte es früher nicht gegeben“, erzählen sie und loben die offene, ehrliche und weltzugewandte Art des neuen Pfarrers. Und sie schätzen sein Bemühen, junge Leute in die Kirche zu holen.

Klassische Gemeindearbeit im Dahmeland

Auch dafür ist Pfarrer Steffen noch unterwegs – wieder eine Premiere: die Teilnahme seiner Konfirmanden am Konficamp des Kirchenkreises Zossen-Fläming. Eine Woche sind die neun Jugendlichen mit insgesamt 130 jungen Menschen und 30 Teamleitern unterwegs, um sich in der Gemeinschaft mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen. Neun Konfirmanden aus zwei Gemeinden – das sind mehr, als Nico Steffen in seiner Spandauer Zeit manchmal hatte.

Überhaupt ist vieles im Dahmeland anders als in seinem alten Brennpunkt-Viertel in Berlin-Spandau, wo die Arbeit des Pfarrers eher der eines Quartiersmanagers ähnelte. In Teupitz und Groß Köris ist es die klassische Gemeindearbeit – eine Aufgabe, an der auch seine Frau und seine drei Kinder teilhaben können. Dies war ein wichtiges Kriterium, sich für die Region zu entscheiden, erzählt Nico Steffen. „Wir stellen immer wieder fest, wie reich unser Leben durch das Pfarramt hier geworden ist“, schwärmt er.

Doch es bleibt viel zu tun. „Es wurmt mich natürlich, dass wir wenig Kinder haben, die sich taufen lassen“, gibt er zu. Auf die Frage, wie man wieder mehr Menschen an den Glauben heranführt, habe auch er noch längst nicht vollständig Antwort gefunden. Ein Anfang ist mit so vielen Premieren jedenfalls gemacht.

Info: Wöchentlich abwechselnd wird in Teupitz und Groß Köris Gottesdienst gefeiert. Ein Mittagsgebet findet anschließend jeweils in der anderen Kirche statt.

Von Dörthe Ziemer

Auf der Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen startete am Dienstag die Unterschriftenaktion gegen die Kreisreform. Die Volksinitiative braucht 20000 Unterschriften. Der Zuspruch war groß. In knapp einer Stunde füllten sich die Listen mit vielen Namen. Die Unterzeichner nahmen kein Blatt vor den Mund.

02.11.2016
Polizei Dahme-Spreewald: Polizeibericht vom 1. November - Überfall auf Tankstelle

Zwei Täter haben am Sonntagmorgen eine Tankstelle in Schönefeld überfallen. Sie erbeuteten Bargeld in nicht bekannter Höhe. Eine Tankstellen-Mitarbeiterin erlitt einen Schock und musste medizinisch behandelt werden. Die Täter sind auf der Flucht.

01.11.2016
Teltow-Fläming Spenden für Therapie in den USA - Diagnose Hirntumor: Maurice braucht Hilfe

Bis vor wenigen Wochen war der zwölf Jahre alte Maurice Wegner aus Mahlow (Teltow-Fläming) ein ganz normaler Junge. Dann entdeckten Ärzte einen lebensgefährlichen Tumor in seinem Kopf, für den es in Deutschland keine Therapie gibt. Nun sammeln die Eltern Geld, um Maurice in den USA behandeln zu lassen.

02.11.2016
Anzeige