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Pfingstandacht in der Kirchennacht

Kirchengemeinde Großziethen Pfingstandacht in der Kirchennacht

Ein kurzweiliges, vor allem musikalisches Programm boten die Mitglieder der Großziethener Kirchengemeinde und der „Chorwerkstatt“ anlässlich der „Nacht der offenen Kirchen“ am Pfingstsonntag. Die Gemeinde beteiligte sich bereits zum 16. Mal an der landesweiten Aktion.

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Die Mitglieder der Chorwerkstatt unter Leitung von Carsten Hannasky musizierten gemeinsam mit den Kirchenbesuchern.

Quelle: Uta Schmidt

Großziethen. Die Dorfkirche von Großziethen war in der Pfingstsonntagnacht von fröhlichen und besinnlichen Frühlingsliedern erfüllt. Besucher der „Nacht der offenen Kirchen“ und Gemeindemitglieder sangen gemeinsam mit der „Chorwerkstatt“ Großziethen beliebte Volks- und Kirchenlieder wie „Komm, lieber Mai“, „Alle Vögel sind schon da“ und „Der Mond ist aufgegangen“. Eine ausgelassene Stimmung erfüllte dabei das 800 Jahre alte Gotteshaus. „Es ist schön, im Frühling und zu Pfingsten zusammen altvertraute Melodien anzustimmen“, sagte Chorwerkstatt-Leiter Carsten Hannasky zum Brauch des gemeinsamen Singens zu Pfingsten. So erfuhren die Zuhörer eine Menge über die Sangestraditionen in den Kirchen, wie etwa im französischen Taizé, wo sich Christen alljährlich zum Gebet treffen.

Zum kurzweiligen Programm der „Chorwerkstatt“-Mitglieder, die sich seit 2004 immer donnerstags zur Probe im Gemeindehaus treffen, gehörten auch Gedichte und die Apostelgeschichte über den Pfingsttag. Erzählt wurde, wie sich die frohe Botschaft „wie ein Lauffeuer in der Welt“ verbreitet hat. Durch deren Verkündigung sei die Gemeinschaft der Christen entstanden. Das Blockflötenensemble „Paul Hindemith“ aus Berlin-Neukölln brachte im Anschluss weltliche und kirchliche Musik zu Gehör.

40 Meter hoher Kirchturm war für Besucher zugänglich

„Wir beteiligen uns zum 16. Mal an der landesweiten Aktion ‚Nacht der offenen Kirchen‘, wollen mit Besuchern gemeinsam singen, beten und ins Gespräch kommen“, sagte Altpfarrer Rainer Borrmann, der Schirmherr dieser Kirchenaktion im Schönefelder Ortsteil. Er begleitete Gäste auf den 40 Meter hohen und 1877 errichteten Turm, wo er die Geschichte des Gotteshauses und der drei Kirchenglocken erläuterte. „Die kleine Glocke ist die Gebetsglocke, die mittlere die Sakramentsglocke und die große die Wortglocke. Am Glockenschlag kann man schon von Weiten hören, ob eine Trauung, eine Trauerfeier oder ein Gottesdienst in der Kirche stattfindet“, so der ehemalige Gemeindepfarrer von Berlin-Steglitz und Britz, der vor 20 Jahren nach Großziethen zog und sich seitdem intensiv mit der Kirchen- und Ortsgeschichte befasst. Zwar gebe es keine Dokumente aus dem Mittelalter, die den Baubeginn der Großziethener Kirche belegen würden, aber durch Vergleiche mit anderen Gotteshäusern der Region sei es möglich, die Bauzeit auf die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts einzugrenzen.

Unter den Kirchturmbesteigern waren Matthias und Nicola Hörr. „Wir sind heute schon zum zweiten Mal in der Kirche. Am Morgen wurde hier unser Sohn Christopher konfirmiert“, sagten die Großziethener. „Ich bin heute zum ersten Mal hier, möchte mich informieren und Kontakt zur Kirchgemeinde knüpfen“, sagte Constanze Wenzel.

Jubiläumsjahr für das Großziethener Gotteshaus

Über die Resonanz freute sich Horst Frister vom Gemeindekirchenrat. Er beschenkte Besucher mit dem schönen Foto-Kalender, der anlässlich des 800. Kirchenjubiläums entstanden ist, und erklärte die Vorhaben der 1800 Mitglieder umfassenden Kirchengemeinde zur Erhaltung des Gotteshauses. Das Jubiläumsjahr begehen Gemeinde und Dorfgemeinschaft mit einem Festjahr und zahlreichen Veranstaltungen. Ab 22. Mai können Bibelfreunde jeweils sonntags im Rahmen der „Offenen Kirche“ eine Ausstellung mit Exponaten aus Familienbesitz in Augenschein nehmen. Am 29. Mai musiziert um 16 Uhr das Ensemble „Alta Musica“ auf historischen Instrumenten wie Drehleier und Schalmeien Werke aus Liederbüchern des Mittelalters.

Von Uta Schmidt

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