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Pflaster in der Hofpause

MAZ-Aktion Sterntaler Pflaster in der Hofpause

Wenn sich jemand im Treppenhaus der Großziethener Grundschule den Kopf anschlägt, wenn sich jemand im Unterricht in den Finger säbelt oder sich am Bleistift sticht, sind die Schulsanitäter mit Verband, Pflaster und freundlichen Worten zur Stelle. Damit sie aber auch vernünftiges Material haben, sammelt die MAZ für sie – mit der Sterntaler-Aktion.

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Tamina lässt sich probehalber einen Verband anlegen, damit es im Ernstfall auch klappt.

Quelle: Oliver Fischer

Großziethen. Natürlich wäre es allen am liebsten, wenn sich überhaupt niemand stoßen, schneiden oder wehtun würde. Aber wo Kinder zusammenkommen, gibt es nun einmal auch Blessuren. Deshalb ist man an der Paul-Maar-Grundschule in Großziethen froh, dass man Kinder wie Anton Steckert hat, die im Falle eines Falles wissen, was zu tun ist.

Am Donnerstag vor zwei Wochen etwa, da hatte Anton Pausendienst und ziemlich viel zu tun. Ein Mädchen war geschubst worden und gegen einen Laternenpfahl geknallt. Etwas später stürzte ein Junge vom Klettergerüst und schlug sich die Lippe auf. Und zu guter Letzt schnitt sich auch noch ein weiteres Mädchen mit einer Schere in den Finger. Anton, Sechstklässler und seit fünf Jahren Schulsanitäter, war immer zur Stelle. Er benetzte die Schwellung im Gesicht mit kaltem Wasser, gab Lehrern bescheid, besorgte Kühlakkus aus dem Sekretariat und schnitt ein Pflaster zurecht, mit dem er den blutenden Finger verpackte.

MAZ-Sterntaler-Aktion

Die Weihnachtsaktion , die die MAZ in Kooperation mit dem DRK durchführt, soll Familien, die unverschuldet in Not geraten sind, ein unvergessliches Weihnachtsfest ermöglichen. Zudem sollen damit in diesem Jahr Frauenhäuser, Behindertenverbände, Tafeln und der Schulsanitätsdienst des DRK unterstützt werden.

Das Spendenkonto wird vom DRK- Kreisverband Fläming-Spreewald verwaltet, der auf Wunsch auch Spendenquittungen ausstellt.

Kontoinhaber: DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald e.V., IBAN: DE30 1605 0000 3633 0275 39, Verwendungszweck: Sterntaler.

Die MAZ möchte die Namen der Spender veröffentlichen. Ist dies nicht gewünscht, kann das beim Verwendungszweck vermerkt werden.

Ohne Anton und seine derzeit 21 Mitstreiter vom Schulsanitätsdienst wären die Tage an der Großziethener Schule oft etwas komplizierter. „Für das soziale Miteinander ist der Schulsanitätsdienst eine unglaubliche Bereicherung“, sagt Schulleiterin Ulrike Krolik. „Die Kinder übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler, sie stärken ihr Einfühlungsvermögen und ihr Selbstbewusstsein.“ Und Freude haben sie auch noch daran. Er helfe nun einmal gern, sagt Anton. Deshalb ist er inzwischen auch dem Jugendrotkreuz beigetreten.

Pflaster kleben, Verbände anlegen, Gelenke ruhig stellen – was bei welchen Verletzungen zu tun ist, lernen die kleinen Sanitäter an der Paul-Maar-Grundschule bei Marlies Dümke. Die Berlinerin macht eigentlich eine Ausbildung zur Erzieherin, engagiert sich nebenher aber ehrenamtlich für das DRK, und das schon eine halbe Ewigkeit, wie sie sagt. In Berlin hatte sie einst das Projekt „Erste Hilfe an Grundschulen“ kennen- gelernt, das das DRK auch in Brandenburg installieren wollte. Weil Großziethen direkt an ihren Wohnbezirk Neukölln angrenzt, kam sie mit der Paul-Maar-Grundschule ins Gespräch und leitet dort inzwischen seit sechs Jahren die Arbeitsgemeinschaft Schulsanitäter. Ähnliche Arbeitsgemeinschaften gibt es in Königs Wusterhausen, in Trebbin und Ludwigsfelde.

Das Jugendrotkreuz (JRK) ist dabei, noch weitere AGs in Schulen zu etablieren. Allerdings werde es nicht überall so einfach laufen wie in Großziethen, sagt JRK-Koordinator Ralf Wroblewski. „Dass Marlies Dümke dort einmal pro Woche in die Schule kommt, ist ein Glücksfall.“ An den anderen Schulen müssten die Lehrer die Betreuung selbst übernehmen. Das JRK unterstütze zwar, bilde die Lehrer aus und stelle Ansprechpartner, „aber um auch überall die Arbeitsgemeinschaften zu leiten, haben wir nicht genug Ehrenamtliche“, sagt Ralf Wroblewski. Zudem sei es schon schwer genug, das Ausbildungsmaterial zu finanzieren, das Verbandszeug, die Unterrichtsmittel für die Lehrkräfte, womöglich auch mal eine Beatmungspuppe für Kinder.

Ein Teil der diesjährigen Sterntaler-Spenden wird deshalb dem Schulsanitätsdienst zugute kommen, damit wenigstens diese Dinge sichergestellt werden können.

Von Oliver Fischer

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