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Dahme-Spreewald Pizzakatze, explodierende Laute und satte Bässe
Lokales Dahme-Spreewald Pizzakatze, explodierende Laute und satte Bässe
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00:17 06.02.2016
Musikalische Begegnungen im Jugendfreizeitzentrum Quelle: Melanie Höhn
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Königs Wusterhausen

Abdirahman Muhuidin presst die Lippen fest aufeinander und imitiert dumpfe Bässe – schon nach zwei Tagen Beatboxing-Crashkurs kann der 18-Jährige Somalier verschiedene Geräusche und Rhythmen mit dem Mund erzeugen. Er ist einer von etwa 15 Jugendlichen, die beim sechsten Talentcampus der Volkshochschule Dahme-Spreewald mitmachen. Noch bis Freitag finden in den Winterferien unter anderem die Street-Culture-Tage statt, wo neben dem Beatboxing-Workshop im Jugendfreizeitzentrum Weinert des Stadtjugendrings Königs Wusterhausen auch Tanz- und Rapworkshops veranstaltet werden. Der Talentcampus bietet aber auch andere kostenfreie Ferienangebote wie etwa das Mitspieltheater im evangelischen Gemeindehaus oder die Familien-Zirkus-Tage im Mehrgenerationenhaus. Während der Kurse werden die Jugendlichen kostenlos mit Speisen versorgt.

Um die Technik des Beatboxings zu lernen, bringt der Rap- und Beatboxkünstler Pekur alias Sebastian K. aus Berlin den Teilnehmern zunächst ein Fantasiewort bei: Pizzakatze. Indem alle Vokale beim Aussprechen weggelassen werden, entstehen die harten Hip-Hop-Rhythmen. Dabei halten die Teilnehmer das Mikrofon ganz nah an den Mund. „Die Laute müssen explodieren“, feuert Pekur seine Schüler an.

Der Workshop beginnt mit vollem Körpereinsatz, die Jugendlichen sollen sich zunächst auf die Hip-Hop-Musik einlassen – sie tanzen wild und verlieren so ihre erste Scheu. In dem Kurs geht es aber nicht nur um Beatboxing: Wer will, kann auch mit Organisatorin Paula Hannaske das Trommeln üben oder sich Body-Percussion widmen. Dabei werden mit Hilfe von Händen und Füßen Klänge und Laute erzeugt. Am Freitag präsentieren alle Teilnehmer des Talentcampus um 15 Uhr im Mehrgenerationenhaus am Fontaneplatz, was sie gelernt haben.

Dankbar hat Abdirahman Muhuidin das Angebot der Volkshochschule angenommen. Vor etwa sieben Monaten flüchtete er aus Somalia nach Deutschland und wohnt nun in einer Flüchtlingsunterkunft in Niederlehme. Er hat den Traum, in Deutschland als Dolmetscher zu arbeiten. Auch andere Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, Togo oder Benin haben den Weg in das Jugendfreizeitzentrum gefunden. Dass sich dabei auch Freundschaften entwickeln werden, davon ist Sozialarbeiter Andreas Edler überzeugt. „Diese niedrigschwelligen Begegnungen sind ein erster Schritt in Richtung Integration. Wir sind dankbar für das Projekt“, sagt er. Edler plant, in Zukunft auch direkt in den Heimen mit den jungen Menschen zu sprechen, um einen Raum zu schaffen für deren Fragen rund um ihre neue Heimat.

Von Melanie Höhn

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