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Pläne für Straßenausbau in Zeuthen

Wohngebiet Hochland Pläne für Straßenausbau in Zeuthen

Bis zum Jahr 2020 soll der Straßenausbau im Zeuthener Wohngebiet Hochland abgeschlossen sein. Konkrete Pläne für einen Teil der 15 betroffenen Straßenzüge wurden jetzt bei einer Bürgerversammlung vorgestellt. Die Anlieger müssen 70 Prozent der Baukosten tragen.

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Planer Dittmar Machule (2. v. r.) moderierte die Informationsveranstaltung in der Zeuthener Mehrzweckhalle.

Quelle: Uta Schmidt

Zeuthen. Ein Drittel des 60 Kilometer langen Straßennetzes der Gemeinde Zeuthen war im Jahr 2009 noch unbefestigt. Die Gemeindevertreter standen vor der Aufgabe, ein ehrgeiziges Straßenausbauprogramm für die folgenden Jahre auf den Weg zu bringen und schrittweise umzusetzen. Bis zum Jahr 2020 soll nun der Straßenausbau im Wohngebiet Hochland abgeschlossen sein. Derzeit werden die Pläne für etwa 15 Straßenzüge im Bereich der Ringstraßen, Am Höllengrund, Am Pulverberg, An Kurpark, Am Staatsforst, der Kurpromenade und anderen Straßen erarbeitet und zum Teil bereits kontrovers diskutiert. Etwa 1500 Anlieger sind betroffen.

In dieser Woche luden Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD), Vertreter der Bauverwaltung, des Planungsbüros sowie Moderator Dittmar Machule rund 550 Anwohner zum Gespräch über die Baupläne für die Ringstraßen und der Straße Am Staatsforst ein. Vorgestellt wurden zwei Planungsvarianten, nach denen die Ausbaubreiten für asphaltierte Straßen zwischen vier beziehungsweise 4,75 Meter Breite variieren. Auf denen können sich Fußgänger und Kraftfahrzeuge gleichberechtigt in einer Tempo-30-Zone begegnen. „Denkbar ist ebenso die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs mit markierten Parkflächen und der Begrenzung auf Schrittgeschwindigkeit“, so Planer Markus Fichtner. Die Kosten liegen je nach Straßenbereite und Ausstattung der Straßen zwischen 5,20 und 5,87 Euro je Quadratmeter. Nach dem Beispiel der Havelstraße werden die Kreuzungsbereiche gepflastert, die Seitenbereiche nicht befestigt und die Oberflächenbewässerung abgeleitet werden. „Wir suchen nach kostengünstigen Konstruktionen“, so Fichtner.

Gesamtkosten belaufen sich auf 220 000 Euro

Nach der Straßenausbausatzung der Gemeinde werden auf die Anlieger 70 Prozent der Gesamtkosten von 220 000 Euro umgelegt. Weitere Kosten für Gehwegüberfahrten, die von der Straßenbaufirma ausgeführt werden, müssen von ihnen geschultert werden. Henry Schünecke von der Bauverwaltung gab eine Beispielrechnung: Demnach kommen auf einen Eigentümer eines 800 Quadratmeter großen Grundstücks, das mit einem zweigeschossigen Haus bebaut ist, Kosten von 5200 Euro zu, zuzüglich 80 Euro je Quadratmeter für die Grundstückzufahrt. Bisher entrichtete Baukosten wie aus der Entstehungszeit der Siedlung werden verrechnet.

Eine Anwohnerinitiative hatte bereits Wünsche für die Ausweisung von Einbahnstraßen im Bereich der Ringstraßen und geringere Straßenbreiten zwischen drei und 3,5 Metern angemeldet. Diese könnte allerdings aus Sicherheitsgründen und nach Empfehlung der Verkehrsbehörde nicht realisiert werden, so Fichtner. In Einbahnstraßen würden sich Geschwindigkeit und Verkehrsdichte erhöhen. Die endgültige Prüfung des Vorschlags durch die Behörde stehe aber noch aus.

Gemeinde holt Meinungen der Anlieger ein

Bürgermeisterin Beate Burgschweiger bestätigte: „Wir sind noch im Prozess der Entscheidungsfindung. Daraus werden dann die konterten Planungen entwickelt. Wir holen uns jetzt von den Anliegern ein Meinungsbild ein.“ Im Oktober wird die Gemeindevertretung einen Beschluss über den Straßenbau im Wohngebiet Hochland fassen. Jörgen Hassler, der Vorsitzendes des Ortsentwicklungsausschusses, verfolgte die Vorstellungs- und Diskussionsrunde in der Mehrzweckhalle genau: „Unser Fachausschuss wird eine Empfehlung an die Gemeindevertretung geben. Wir entwickeln eine Variante, die die Vorzüge aus den Planungen und den drei Diskussionsrunden mit den Bürgern beinhaltet.“

Von Uta Schmidt

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