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Dahme-Spreewald Planung für neues Jobcenter läuft wieder an
Lokales Dahme-Spreewald Planung für neues Jobcenter läuft wieder an
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13:21 16.03.2016
Das neue Jobcenter in Königs Wusterhausen soll in der Max-Werner-Straße gebaut werden.  Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

 Eigentlich hatte Stephan Loge (SPD) den Jobcenter-Neubau schon abgehakt. Die hohen Kosten für die Flüchtlingsaufnahme, die schwieriger werdende wirtschaftliche Lage des Landkreises Dahme-Spreewald – eine Kombination aus beidem hatte den Landrat im vergangenen Jahr bewogen, das Dauer-Großvorhaben auf unbestimmte Zeit auf Eis zu legen. Da allerdings hatten die Kreistagsabgeordneten nicht mitgespielt. Zu viel Energie war in den vergangenen acht Jahren in das Projekt geflossen, zu groß ist der Platzbedarf der Verwaltung. Am Dienstag wurde deshalb der neue Zeitplan vorgestellt.

Ein Baustart wäre jetzt Mitte 2017 möglich, ein Eröffnungstermin Anfang 2019. Am 13. April soll der Kreistag die Architekten mit der konkreten Planung beauftragen. Bis dahin muss allerdings noch eine nicht unbedeutende Frage geklärt werden: Wie viele Geschosse soll das neue Gebäude in der Max-Werner-Straße haben?

Hintergrund

Über den Neubau des Jobcenters diskutieren Abgeordnete des Kreistages und der Stadtverordnetenversammlung in Königs Wusterhausen schon seit acht Jahren.

Im Gespräch dafür waren schon zahlreiche Flächen, ein Neubau in der Wiesenstraße platzte erst kurz vor der Unterzeichnung eines Vertrages mit dem Investor.

Die jetzige Lösung sieht einen Erweiterungsbau vor, der das Gebäude der Arbeitsagentur und die denkmalgeschützte ehemalige Volksschule integriert. Die Schule muss vom Landkreis allerdings noch gekauft werden.

Die Kreisverwaltung selbst spricht sich für drei Geschosse aus. Das würde reichen, um die Jobcenter-Mitarbeiter, die derzeit auf fünf Standorte in Wildau und Königs Wusterhausen verteilt sind, in einem Gebäude zu vereinen, sagt Dietmar Licht, Amtsleiter für Immobilienmanagement im Kreis. Das Straßenverkehrsamt würde auch noch unterkommen, für die IT-Abteilung wäre ebenfalls noch Platz. Aber dann wäre der Bau auch voll. Bisher veranschlagte Gesamtkosten dafür: 11,7 Millionen Euro.

Die Alternative dazu wäre ein Geschoss mehr. Das würde die Kosten wohl mindestens auf 13,4 Millionen Euro anheben. Schon allein deshalb würde die Kreisverwaltung von sich aus verzichten. Immerhin hat Kämmerer Stefan Klein angekündigt, dass der Landkreis schon ohne mögliche Baukostensteigerungen bei diesem Projekt, ohne ein neues Gymnasium, das wahrscheinlich gebaut werden muss, und ohne einen Millionenzuschuss für Breitbandausbau, den sich der Kreis ebenfalls vorgenommen hat, bereits ab 2017 einen Kassenkredit benötigen wird, um jederzeit zahlungsfähig zu sein.

In den Reihen der Abgeordneten scheint man das allerdings nicht ganz so kritisch zu sehen. Der Bauausschuss hat sich am Dienstagabend nach kurzer Diskussion schon einmal einstimmig für ein viertes Stockwerk ausgesprochen. Ein größerer Bau sei wirtschaftlicher und nachhaltiger, hieß es fraktionsübergreifend. Der starke Zuzug habe wahrscheinlich auch zur Folge, dass in den nächsten Jahren der Platzbedarf der Verwaltung weiter steige. Und leerstehende Büroräume könne der Landkreis immer noch vermieten.

Der Finanzausschuss berät am Donnerstag darüber.

Von Oliver Fischer

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