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Platzangebot für Unternehmen wird erweitert

Wirtschaftsförderung in Dahme-Spreewald Platzangebot für Unternehmen wird erweitert

Mehr als 60 Unternehmen, die über 500 Mitarbeiter beschäftigten, haben sich mittlerweile unter dem Dach der von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald gemanagten Gebäude in Wildau angesiedelt. Nun plant die WFG weitere Investition am Standort.

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WFG-Chef Gerhard Janßen und seine Mitarbeiter sind in der Freiheitstraße 120B zu finden.

Quelle: Uta Schmidt

Wildau. Seit dem Jahr 2000 hat sich der Technologiepark Wildau mit dem Technologie- und Gründerzentrum (TGZ), dem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (ZLR) und dem Campus der Technischen Hochschule zum größten Technologiestandort in Brandenburg entwickelt. Eigentümer von TGZ und vier Gebäuden des ZLR ist der Landkreis. Aus Eigenkapital, dem Fördermittelbudget von EU und Bund flossen bisher insgesamt 45,5 Millionen Euro in die Gebäude. Allein 20 Millionen Euro stemmte davon der Landkreis für diese Investitionen in die Zukunft. „Ausgelastet sind die Mietobjekte heute zu 95 Prozent, im vergangenen Jahr waren es 91 Prozent. Wir haben nur noch drei Mieteinheiten im Bürobereich frei. Die Werkstätten und Hallen sind voll belegt. Da haben wir keine Reserven mehr“, sagt Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG).

Mehr als 60 Unternehmen, die über 500 Mitarbeiter beschäftigten, haben sich mittlerweile unter dem Dach der von der WFG gemanagten Gebäude angesiedelt. Dazu gehören das renommierte Fraunhofer-Institut PYCO, die innovative Firma Brillen.de Optik AG oder der Flugzeugentwickler Rainer Stemme UMS GmbH, in dessen Wildauer Werkhalle im vergangenen Jahr der Prototyp einer Flugpattform entstand. Jüngste Ansiedlung ist die Firma OHS Aviation Services, die im Luft- und Raumfahrtzentrum III Kabinen für Flugzeuge ausstattet.

Zahlreiche Firmen haben sich unter dem Dach der WFG in Wildau angesiedelt

Zahlreiche Firmen haben sich unter dem Dach der WFG in Wildau angesiedelt.

Quelle: Uta Schmidt

Das benachbarte TGZ wirkt vor allem als Starthelfer für junge Unternehmen. Weil die Nachfrage nach Mietflächen im Luft- und Raumfahrtzentrum sowie im TGZ unvermindert hoch ist, zogen die zehn Mitarbeiter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald vor wenigen Wochen selbst in neue Räume in der Freiheitstraße 120B um. „Wir haben so Platz geschaffen für das Unternehmen Anecom Aerotest, das aufgrund seiner dynamischen Entwicklung weitere Räume benötigt hat“, so Janßen. Weil der Platzbedarf im Technologiepark ungebrochen hoch ist, denken die Wirtschaftsförderer bereits über Alternativen und Neuinvestitionen an diesem Standort nach. Vor allem, weil in den kommenden drei Jahren acht Firmen die mit öffentlicher Förderung errichteten Gebäude im ZLR und TGZ verlassen müssen, hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft kürzlich aus Eigenmitteln eine 9000 Quadratmeter große Liegenschaft in der Ludwig-Witthöft-Straße aus Bundesbesitz erworben. „Hier könnte ein neues Mietgebäude für diese erfolgreich am Markt agierenden Firmen entstehen. Denn wir wollen diese Unternehmen langfristig an den Standort Wildau binden“, so Janßen.

Dieser Tage werden die Pläne in den Fachausschüssen des Kreistages vorgestellt, da die Abgeordneten mit ihren Beschlüssen die entsprechenden Weichen stellen müssten. Frei würden nach diesem Umzug 6000 Quadratmeter Büro- und Hallenfläche, die in den kommenden Jahren an neue Interessenten vergeben werden können. All diese Überlegungen würden auch vor dem Hintergrund der Steuereinnahmen Sinn machen. Derzeit fließen aus Firmen auf dem Wildauer Technologiepark siebenstellige Euro-Beträge in die Gewerbesteuer.

WFG unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften

Im Blick haben die Wirtschaftsförderer aber auch die Sicherung von hochwertiger Beschäftigung und gut bezahlten Arbeitsstellen in der Region, da diese die Kaufkraft ankurbeln. „Wir unterstützen innovative Unternehmen der Branche aktiv bei ihrer Suche nach Fachkräften. Ein zentraler Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg der Region ist gut ausgebildeter und motivierter Nachwuchs“, sagt der WFG-Chef. Künftige Fachleute studieren bereits an der benachbarten TH unter anderem in den Studienrichtungen Luftverkehrsmanagement und Luftverkehrslogistik, wo sie sich auf eine Karriere in der Luftfahrtindustrie vorbereiten. So entstand 2012 die Idee, in der Veranstaltungsreihe „Young Professionals Aerospace“ etablierte Firmen der Luft- und Raumfahrtindustrie unkompliziert mit den Fachkräften der Zukunft in Kontakt zu bringen.

Die WFG ist zudem Mitveranstalter für die Vortrags- und Diskussionsreihe „Forum Mittelstand Landkreis Dahme-Spreewald“, bei der sich Interessenten aus Wirtschaft und Politik über Chancen und Risiken für kleine und mittelständische Unternehmen informieren können, der Ausbildungsmesse des Landkreises und der „Langen Nacht der Industrie“ in Wildau.

Von Uta Schmidt

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