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Dahme-Spreewald Politik ist nicht nur was für alte Männer
Lokales Dahme-Spreewald Politik ist nicht nur was für alte Männer
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00:16 14.11.2017
Die Königs Wusterhausenerin Elke Voigt, Gleichstellungsbeauftragte in LDS, organisierte die Messe. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

Diese Statistik spricht Bände. Der Frauenanteil in den Kommunalparlamenten Dahme-Spreewalds beträgt nicht mal ein Drittel. Politik in Gemeinden, Städten und Landkreis wird von – überwiegend alten – Männern gemacht. Im Altkreis Königs Wusterhausen gibt es sogar nicht mal mehr eine hauptamtliche Bürgermeisterin. „Ein repräsentatives Abbild der Bevölkerung ist überhaupt nicht gegeben“, beklagt die Gleichstellungsbeauftragte von Dahme-Spreewald, Elke Voigt.

Landesweit erste Veranstaltung dieser Art

Damit sich das ändert, hat sie eine Politikmesse für Frauen organisiert, die am 18. November in Königs Wusterhausen stattfindet. Es ist landesweit die erste Veranstaltung dieser Art. „Sie soll Frauen ermuntern, sich einzumischen. Traut euch, Mädels, ihr könnt das genauso gut, könnte das Motto sein“, sagt sie. Parteien und Bürgerlisten sowie politische Stiftungen informieren über ihre Arbeit. Vereine und Kirchengemeinden stellen sich vor.

Politikerinnen und Top-Beamtin berichten über Erfahrungen

Eine Podiumsdiskussion steht auf dem Programm, mit dabei sind Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU), Landtagsabgeordnete Sylvia Lehmann (SPD), Birgit Klunk aus dem Kreisvorstand der Bündnisgrünen und Susanne Rieckhof, einzige Frau in der Führungsriege des Landratsamtes. Sie berichten von ihren Erfahrungen, geben Tipps. Es werden Workshops angeboten, unter anderem zum Einmaleins des Netzwerkens.

Sitzungen wirken oft abschreckend

Elke Voigt will von den Messebesuchern auch erfahren, warum Frauen sich so sehr aus der Kommunalpolitik heraushalten – und was getan werden muss, damit eine Beteiligung für sie attraktiver wird. Sie weiß, dass es für junge Frauen mit Kindern oder für Alleinerziehende fast unmöglich ist, sich ehrenamtlich zu engagieren. Aber selbst Frauen um die 50 winken oft ab. „Viele schreckt ab, wie es manchmal in den Sitzungen zugeht.“

Männer denken zuerst an Fußball

Dabei würde der weibliche Sachverstand dingend gebraucht. So würden Männer bei der Planung für einen neuen Sportplatz zuerst an Fußball denken. Frauen wäre wichtig, dass man dort auch laufen oder Volleyball spielen kann. Voigt betont, dass die Messe keine Mitgliederwerbung für Parteien ist. „Wer sich engagieren will, kann das als Parteilose ebenso gut tun“, sagt sie. Die Messe wird von der Landesgleichstellungsbeauftragten, der Bestenseerin Monika von der Lippe, eröffnet. Die Europäische Akademie für Frauen half den Vorbereitungen.

18. November, 10 bis 15 Uhr, Oberstufenzentrum , Brückenstraße 40, es gibt eine Kinderbetreuung, weitere Infos unter 0 33 75/26 26 18.

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