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Polizei beendet Wiesenhof-Blockade

Niederlehme (Dahme-Spreewald) Polizei beendet Wiesenhof-Blockade

Am Montagmorgen haben sich mehrere Tierschützer vor der Wiesenhof-Schlachterei im Kreis Dahme-Spreewald angekettet. Die Blockade dauerte mehrere Stunden. Am Mittag konnte die Polizei die Aktion beenden. Den militanten Tierschützern drohen nun Anzeigen.

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Aktivisten hatten sich am Montag vor dem Gelände angekettet.

Quelle: aireye

Niederlehme. Etwa 40Tierschutzaktivisten haben am Montag für mehrere Stunden den s eines Geflügelschlachtbetriebes der Firma Wiesenhof in Niederlehme (Dahme-Spreewald) blockiert. Am Morgen hatten sich die militanten Aktivisten angekettet und Blockaden aufgestellt. Am Mittag konnte die Polizei die Aktion beenden. Die Polizei nahm die Personalien aller Teilnehmer der Protestveranstaltung auf. Ihnen drohen Anzeigen wegen Nötigung, Verdachts des Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Insgesamt waren rund 40 Menschen an der Blockade beteiligt

Insgesamt waren rund 40 Menschen an der Blockade beteiligt.

Quelle: privat

Auch ein Hubschrauber kreiste über dem Gelände

Die Eingangstore wurden mit Betonfässern verstellt. Vier Personen hatten sich festgekettet, um den Lkw-Verkehr zu unterbinden. Ein Lastwagen wurde von den Aktivisten gestoppt und bestiegen. Mit der Aktion solle Widerstand gegen Mastanlage und Schlachtbetriebe demonstriert werden. Vor Ort waren mehrere Dutzend Polizeibeamte im Einsatz, ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Schlachtbetrieb. Die Polizei löste die Blockade auf. Mit Hilfe eines Drehleiterfahrzeugs der Feuerwehr wurde eine Aktivistin von einem Metall-Dreibein geborgen.

Polizei und Feuerwehr waren vor Ort

Polizei und Feuerwehr waren vor Ort.

Quelle: aireye

Am Mittag rollte der Werksverkehr aktuell wieder. Über einen nicht befestigten Weg haben Lastwagen das Gelände des Schlachtbetriebes verlassen.

„Wir wollen eine gesamtgesellschaftliche Veränderung“, sagt Christopher Clement, Pressevertreter der Initiatoren. Der Kapitalismus müsse überwunden werden. Dazu gehöre auch, dass keine Tiere mehr geschlachtete werden.

Auch Drehleitern wurden eingesetzt

Auch Drehleitern wurden eingesetzt.

Quelle: aireye

Linke bekennen sich zu der Aktion

Die Aktion sei „Teil der Antworten linker Kämpfe auf die gesamtgesellschaftliche Katastrophe des global herrschenden Kapitalismus“ heißt es in einer Pressemitteilung. „Die Schlachtfabrik, die wir als konkretes Ziel unserer Aktion gewählt haben, vereint in sich all die Verhältnisse, die es anzugreifen und zu überwinden gilt. Sie steht für die Degradierung allen Lebens und deren Ressourcen zu verkaufbaren Waren, welche mit unserem Angriff heute gestört werden soll.“

Frühere Artikel zum Thema:

> Die Pläne für die Kapazitätserweiterung des Wiesenhof-Geflügelschlachthofes in Niederlehme müssen überarbeitet werden

> Bürgerinitiative „Königs Wusterhausen stinkt’s“ gegründet: Die Mitglieder wollen die geplante Erweiterung der Schlachtkapazität bei Wiesenhof in Niederlehme verhindern – sie befürchten zusätzliche Belastungen für Natur und Umwelt

> Wiesenhof will Schlachthof für 160.000 Hühner

Von MAZonline mit dpa

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