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Dahme-Spreewald Polizei sucht Senioren für den Enkeltrick
Lokales Dahme-Spreewald Polizei sucht Senioren für den Enkeltrick
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00:17 15.08.2017
Der Enkeltrick, bei dem vermeintliche Verwandte am Telefon um Bargeld bitten, soll als Theaterstück aufgeführt werden. Quelle: dpa
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Königs Wusterhausen

Die Polizei in Dahme-Spreewald geht bei der Prävention neue Wege. Die Informationsveranstaltungen für Senioren zu Betrugsmaschen wie dem Enkeltrick sollen künftig noch anschaulicher werden. Geplant ist, sie als kleines Theaterstück in Heimen und vor Gruppen aufzuführen. Dafür sucht Polizeikommissar Andreas Pauli jetzt interessierte Laiendarsteller. Er selbst spielt ebenfalls mit. Natürlich als Polizist, aber er wird auch mal in die Rolle des Bösewichts schlüpfen. „Es soll nicht belehrend, sondern lehrreich und trotzdem lustig sein“, sagt er.

Der Täter, Uschi und Bärbel

Es gibt sogar schon zwei Stücke. Eines heißt „Der Enkeltrick“, es hat drei Mitwirkende – der Täter, Uschi und Bärbel. Darin wird der Betrug nachgespielt, bei dem ein Anrufer sich bei Großeltern als Verwandter ausgibt und um einen größeren Geldbetrag in bar bittet. Im zweiten Drei-Personen-Stück „Unterwegs“ geht es um ein ganz anderes Thema – das Autofahren im hohen Alter und die Fahrtauglichkeit älterer Menschen. Hilde, Kurt und Gerda treten auf. Geschrieben wurden die Drehbücher von einer Mitarbeiterin des Netzwerks Verkehrssicherheit Brandenburg, das Andreas Pauli als Partner für das Theaterprojekt gewinnen konnte. „Es soll allen Beteiligten Spaß machen, den Darstellern und den Zuschauern“, sagt er.

Polizist Andreas Pauli will für seine Informationsveranstaltungen eine Theatergruppe mit Senioren gründen. Quelle: Frank Pawlowski

Wöchentliche Proben im Bürgertreff

Geprobt wird einmal wöchentlich im Bürgertreff, Herderstraße 8-9 in Königs Wusterhausen, die Stadt hat dort einen Raum zur Verfügung gestellt. Aber erst einmal muss Andreas Pauli seine Schauspieltruppe zusammen haben. Für kommenden Donnerstag, den 17. August, hat er deshalb in den Bürgertreff eingeladen, von 13 bis 15 Uhr können sich interessierte Senioren einfinden, die gerne mitspielen möchten. Die Darsteller sollten mindestens 55 Jahre alt sein. Nach oben gibt es keine Grenze. Wer sich rüstig genug fühlt, ist willkommen. Schauspielerfahrungen sind nicht erforderlich.

Andreas Pauli wird sich selbst und das Vorhaben vorstellen. In der Runde werden dann auch die künftigen Probentermine festgelegt. Für die Teilnehmer am Theaterprojekt hat er sich noch etwas einfallen lassen. Vor jeder Probe will er kurz über das aktuelle Polizeigeschehen berichten.

Tournee durch Seniorenheime geplant

Andreas Pauli hofft, dass er nach zwei Monaten mit dem Laien-Ensemble auf Tournee durch Seniorenheime und zu Seniorengruppen in der Region gehen kann. Die Aufführungen dauern rund 45 Minuten, anschließend gibt Pauli noch einige Tipps. Bei seinen bisherigen Veranstaltungen, bei denen er Alleinunterhalter war, stellte er stets ein großes Interesse an den Themen fest. „Geschlafen hat bei mir noch keiner“, sagt der 52-Jährige strahlend. Das glaubt man ihm aufs Wort, denn Andreas Pauli hat das Zeug zum Entertainer. Fesselnd und kurzweilig weiß er über die Polizeiarbeit zu berichten, die er in vielen Bereichen aus dem Effeff kennt.

Auch Projekt mit Busgesellschaft denkbar

Wenn es nach ihm geht, soll es beim Theaterspiel nicht bleiben. So kann sich Andreas Pauli eine Zusammenarbeit mit der Busgesellschaft RVS vorstellen. Er möchte Senioren die Möglichkeiten des Nahverkehrs aufzeigen. Das fängt für ihn mit den einfachen Dingen an. Wie steigt man in den Bus ein, wo kann der Rollator stehen? Eine ähnliche Kooperation mit der Bahn sei ebenfalls denkbar.

Wer Fragen zum Theaterprojekt hat oder sich für das erste Treffen am 17. August anmelden will, kann sich direkt an Andreas Pauli wenden: telefonisch unter 0 33 75/2 70 10 82 und per Mail an andreas.pauli@polizei.brandenburg.de

Von Frank Pawlowski

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