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Polizei zieht Blitzer-Bilanz

Verkehrskontrollen zum Schulbeginn Polizei zieht Blitzer-Bilanz

Für die Brandenburger Polizei gehört es schon seit einigen Jahren zur Strategie, nach Sommer- und Herbstferien vor Schulen den Verkehr zu kontrollieren. Dabei wurden in diesem Jahr fast 5000 Raser erwischt – nur ein Bruchteil davon in der Region Dahmeland-Fläming. Aufgepasst: Im Landkreis Dahme-Spreewald werden zurzeit verstärkt Radfahrer kontrolliert.

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27 Raser hat die Polizei bei ihren Kontrollen seit Anfang November in der Region erwischt.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Wie stets nach den Sommer- und den Herbstferien hat die Brandenburgische Polizei auch in diesem Jahr wieder verstärkt vor Schulen die Einhaltung von Verkehrsregeln kontrolliert. Auch in der Region Dahmeland-Fläming haben die Beamten zahlreiche Regelverstöße geahndet. In der kommenden Zeit hingegen müssen sich vor allem Radfahrer darauf einstellen, auf die Verkehrstauglichkeit ihrer Fahrzeuge hin kontrolliert zu werden.

In ganz Brandenburg hat die Polizei insgesamt fast 5000 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, wie das Potsdamer Polizeipräsidium nun mitteilte. Auch mehr als 2300 Ordnungswidrigkeiten stellten die Polizisten fest, wie etwa 379 Verstöße gegen die Anschnallpflicht und fast 400 Ausrüstungsmängel an Fahrrädern. Begleitet wurden die Kontrollen vor Schulen von etwa 250 Präventionsveranstaltungen zum Thema Verkehrssicherheit.

Im Landkreis Teltow-Fläming haben die Polizisten zuletzt in der Zeit vom 2. bis 6. November verstärkt vor Grundschulen kontrolliert, besonders am Morgen vor Schulbeginn sowie zur Mittagszeit nach Schulschluss. Dabei wurden 63 Ordnungswidrigkeiten festgestellt, heißt es von der zuständigen Polizeidirektion West. Neun Mal waren Autofahrer zu schnell unterwegs, in sechs Fällen wurde gegen die Anschnallpflicht verstoßen. Außerdem wurde 16 Mal ein Fehlverhalten an Zebrastreifen registriert, vier Mal durch Radfahrer. Insgesamt 18 Fahrräder wurden bei den Kontrollen für nicht verkehrssicher befunden.

Auch im Landkreis Dahme-Spreewald waren die Beamten Anfang November vermehrt im Kontrolleinsatz, zum Beispiel im Bereich der Goethe- und Weinertstraße in Königs Wusterhausen oder an der Ilgenstraße in Schulzendorf. Dabei stellten sie insgesamt 18 Verstöße gegen die Höchstgeschwindigkeit fest. Spitzenreiter war ein Autofahrer, der mit 77 Kilometern pro Stunde in einer 30er-Zone vor einer Grundschule unterwegs war. „Insgesamt haben wir in Dahme-Spreewald relativ wenige Verstöße festgestellt“, sagt Torsten Wendt, der Sprecher der zuständigen Polizeidirektion Süd. „Die Menschen haben sich größtenteils an die Verkehrsregeln gehalten.“

Für die Brandenburger Polizei gehören die verstärkten Verkehrskontrollen zu Schulbeginn schon seit einigen Jahren zur Strategie. „Es geht dabei weniger darum, möglichst viele Raser zu erwischen, sondern allgemein auf das Thema Sicherheit im Straßenverkehr aufmerksam zu machen“, erklärt Torsten Wendt. „Und das heißt eben auch, Eltern für Dinge wie Sicherheitsgurte und Kindersitze zu sensibilisieren.“

Darum werden die Kontrollen auch von vielen Präventionsveranstaltungen begleitet. So haben die Beamten zum Beispiel an den Grundschulen in Blankenfelde-Mahlow mit Erstklässlern das Ein- und Aussteigen in den Schulbus geübt. In Dahme-Spreewald sollten übrigens regelmäßige Radfahrer ihre Fahrzeuge schleunigst verkehrstauglich machen: Angefangen mit Königs Wusterhausen will die Polizeiinspektion im Landkreis in den kommenden Wochen verstärkt daraufhin kontrollieren, wie die MAZ erfuhr.

Von Martin Küper

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