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Dahme-Spreewald Posaunenchor als feste Größe in der Gemeinde
Lokales Dahme-Spreewald Posaunenchor als feste Größe in der Gemeinde
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14:25 12.04.2016
Ein Teil des Posaunenchors der evangelischen Kirchen Bestensee bei der Probe. Quelle: Dietrich von Schell
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Bestensee

Jeden Mittwoch treffen sich die elf Hobbymusiker um 19 Uhr im Bestenseer Gemeindehaus, Reuterstraße 16, und proben kirchliche Choräle, manchmal auch Volkslieder. Sie bilden den Posaunenchor der evangelischen Kirchen Bestensee und der ist im Kirchenkreis Zossen-Fläming wohlbekannt.

Zurzeit bereiten sich die Bläser auf einen Freiluftgottesdienst vor. Er findet traditionell zu Himmelfahrt in Motzen statt. „Früher waren wir immer auf dem Kahlberg, heute spielen wir nicht weit von der Kirche am Motzener See“, sagt Gabriele Bienge, die selbst aus Motzen kommt. Man könnte sie das Gedächtnis des Bestenseer Posaunenchors nennen, führt sie doch seit 1999 eine aufwendige Chronik.

Auftritte sind in dicken Alben dokumentiert

Gegründet wurde das Blasorchester 1961, die zahlreichen Auftritte der vergangenen 17 Jahre sind in dicken Alben dokumentiert, festgehalten mit Fotos und kurzen Anmerkungen. Wer aufmerksam hinsieht, stellt fest, dass das Ensemble einst viel größer war. Um die 20 Mitglieder hat es vor wenigen Jahren noch gehabt. „Mitte der 90er Jahre kamen viele Kinder dazu“, erzählt Annette Lehmann, die den Posaunenchor seit 1990 leitet. „Nun sind sie erwachsen, haben andere Interessen, wohnen oft gar nicht mehr hier.“

Nur ein harter Kern von elf Bläsern hat sich gehalten, und die sind überwiegend im Rentenalter. Nach den Proben sitzen sie gerne im Gemeindehaus am Tisch beisammen. „Zusammenhalt, Musik, Spaß – darum kommen wir zum Spielen“, sagt Dieter Ziegler und die anderen nicken. Er spielt Tenorhorn, Gabriele Bienge Trompete. „Nein, andere Instrumente haben wir nicht, auch keine Posaune“, sagt Dieter Ziegler und lacht mit Blick auf den Namen des Orchesters. Aber die Blasorchester der Kirchengemeinden nennen sich in Deutschland nun einmal Posaunenchor.

Advent ist die aktivste Zeit des Jahres

Trotz des Alters und der geringen Mitgliederzahl ist der Posaunenchor aktiv wie in früheren Zeiten. „Wir spielen zu allen großen kirchlichen Feiertagen“, sagt Leiterin Annette Lehmann. Besonders in der Adventszeit ist das Blasorchester gefragt. „Da haben wir 16 Auftritte, früher waren es sogar 40“, erinnert sie sich. Aber das sei so anstrengend gewesen, dass man die Konzerte reduziert habe, erzählt die Leiterin. Am Totensonntag geht es los, da untermalen die Musiker auf den Friedhöfen das Gedenken der Trauernden. An Heiligabend geben sie drei Konzerte am Stück. Zu Ostern waren sie in der Bestenseer Dorfkirche und bei diversen Sommerfesten spielt der Posaunenchor ebenfalls auf.

Das nächste große Ereignis ist eine Reise, mit der sich das kirchliche Orchester alle zwei Jahre belohnt. „Wir waren schon an vielen Orten“, sagt Annette Lehmann, „in Görlitz, im Harz, in der Bestenseer Partnergemeinde Przemet in Polen.“

Gastkonzert in Schwerin geplant

Diesmal geht es übers Himmelfahrtswochenende in die Nähe von Schwerin. Dort beziehen die Musiker eine Pension, die einen Raum zum Proben haben sollte. „Vor Ort nehmen wir Kontakt zum Pfarrer auf und geben ein Gastkonzert.“ Wer all diese Erlebnisse teilen möchte und Freude an Blasmusik hat, kann gerne am Mittwochabend im Gemeindehaus vorbeikommen.

Von Dietrich von Schell

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