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Positives Fazit

Feriencamp im Jugendbildungszentrum Blossin Positives Fazit

Der Jugendkoordinator der Gemeinde Heidesee, Friedrich Kruspe, bewertet das Feriencamp von einheimischen Jugendlichen und Flüchtlingen im Jugendbildungszentrum in Blossin als Erfolg: Berührungsängste wurden abgebaut. Allerdings mussten auch drei junge Flüchtlinge das Camp verlassen, weil sie sich nicht an die Regeln gehalten haben.

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Friedrich Kruspe ist Jugendkoordinator in der Gemeinde Heidesee.

Quelle: Franziska Mohr

Blossin. Das in den Winterferien gestartete Projekt „Begegnungs(t)räume“ mit 17 Flüchtlingen und 14 Brandenburger Jugendlichen im Jugendbildungszentrum in Blossin ist gelungen. So jedenfalls lautet das Fazit von Friedrich Kruspe, dem Jugendkoordinator der Gemeinde Heidesee. „Einigen hat das Feriencamp so gut gefallen, dass sie gar nicht mehr abreisen wollten.“

Die drei angebotenen Workshops Theater, Medien/Film und Sport wurden von den Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan, Benin und Eritrea sowie aus Brandenburg gut angenommen. Am Ende der Woche konnte von der Gruppe tatsächlich ein kreativer, neuneinhalb Minuten langer, fertig geschnittener Film mit zahlreichen Interviews präsentiert werden. Auch die geplante Theateraufführung in deutscher und arabischer Sprache setzten die Jugendlichen in die Tat um und ernteten dafür von den anderen Teilnehmern viel Applaus. „Zudem wurden bei einer Disko sowie bei Sport und Spiel Berührungsängste zwischen den unterschiedlichen Nationen abgebaut“, berichtet Kruspe. Für so manchen Flüchtling sei diese Woche auch ein Crash-Kurs in Deutsch beziehungsweise Englisch gewesen. Am Ende gründeten die Jugendlichen sogar WhatsApp-Gruppen, um künftig in Kontakt zu bleiben.

„Und dass es manchmal nicht ganz so mit der Pünktlichkeit klappte, ist schließlich längst nicht nur ein arabisches Problem“, sagt der erfahrene Jugendkoordinator schmunzelnd.

Schluss mit lustig hieß es dann allerdings für drei junge Männer aus Syrien und Afghanistan nach einem Besuch in Berlin. Alle Teilnehmer hatten dafür vorab ein Programm erarbeitet, das, so die Verabredung, gemeinsam absolviert werden sollte. Doch nach dem Besuch des Fernsehturms setzten sich drei Flüchtlinge plötzlich ohne vorherige Abmeldung zum Hermannplatz ab. Als sie später wieder auftauchten, meinten sie, dass sie dort einen Friseur aufgesucht hätten. „Für uns war dieses unerlaubte Entfernen ein klarer Verstoß gegen die vorher gemeinsam aufgestellten Regeln“, sagt Kruspe. Das könne man nicht durchgehen lassen, so dass der Syrer und die zwei Afghanen das Camp in Blossin sofort verlassen mussten und wieder in ihre Flüchtlingsunterkunft zurückgeschickt wurden. Den Gesamterfolg des Camps habe dies aber nicht gefährdet, resümiert der Jugendkoordinator.

Von Franziska Mohr

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