Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Präparierter Wolf wird ausgestellt
Lokales Dahme-Spreewald Präparierter Wolf wird ausgestellt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 03.06.2017
Jobst Pfaender (l.), Leiter des Naturkundemuseums Potsdam, Kulturdezernentin Jana Magdowski und Schönefelds Bürgermeister Udo Haase. Quelle: Oliver Becker
Anzeige
Schönefeld

Wölfe in Schönefeld: Bis Oktober wird die präparierte Wölfin Bella, die bei einem Verkehrsunfall auf der B96a starb, im Rathaus Schönefeld ausgestellt. Anschließend kehrt sie zurück in das Potsdamer Naturkundemuseum, wo sie auf Messen oder bei Bildungsprojekten mit Schulen gezeigt wird, um aufzuklären. Bereits seit 2015 wird die Wölfin dort ausgestellt. Schönefelds Bürgermeister Udo Haase (parteilos), Wolfskenner und Interessierter, ging selber in der Mongolei auf Wolfsjagden und hatte zuvor beim Naturkundemuseum Potsdam um die Leigaben gebeten.

Wölfe wandern weite Strecken – auch Bella, die in Sachsen-Anhalt zur Welt kam. Rund 150 Jahre war der Wolf in Deutschland nahezu ausgerottet – Restpopulationen überlebten. In der DDR nicht geduldet und geschossen, wurde er mit der Wiedervereinigung unter Naturschutz gestellt. Seither konnte sich die Population erholen. 2007 wurden in Brandenburg erste Tiere gesehen. Derzeit gibt es rund 200 Brandenburger Wölfe, die in 21 Rudeln leben – darunter Elterntiere mit zwei Generationen an Jungtieren. „Wir möchten unsere Bürger sensibilisieren und zeigen, dass solche Raubtiere bereits hier in Schönefeld leben“, sagte Haase. Bislang seien keine Haus- oder Nutztiere, sondern nur Rehe gerissen worden. Bevor der Wolf jedoch zum Problemwolf werde, müsse man darüber nachgedenken, wie viele Wölfe Brandeburg und der Landkreis Dahme-Spreewald vertragen. „21 Rudel sind vielleicht genug für das Bundesland, den Kreis“, sagte er. „Wenn wir die Zahl der hier lebenden Wolfsrudel begrenzen wollen, müssen wir dazu Gespräche mit den Jägern und allen Beteiligten führen“, so Haase.

Präparation hat mehrere Monate gedauert

„Wir sind darauf spezialisiert, dass wir solche Fundobjekte sichten und präparieren“, sagte Jana Magdowski, Kulturdezernentin der Stadt Potsdam. „Bereits vor mehreren Jahren haben wir uns dafür ausgesprochen zu dokumentieren, wo die Wölfe herkommen“, sagte sie. „Es sind heute mehr Wölfe in Brandenburg. Das ist nicht unproblematisch, da sie andere Tiere reißen und manchmal auch auf Menschen losgehen. Man muss die Bevölkerung besser informieren, damit man Bescheid weiß, wie sich ein einzelner Wolf und diese Rudel verhalten.“

„Wir stellen die Wölfe aus, da wir einen Bildungsauftrag haben und das Tier zur einheimischen Natur gehört“, sagte Ina Pokorny, Mitarbeiterin des Naturkundemuseums Potsdam. Mehrere Monate habe es gebraucht, das Tier zu präparieren. Zuerst wurde das Tier zu einem professionelle Gerber aus Delitzsch gebracht, der das Fell abgezogen und gegerbt hat. Hinzu kommt die Präparation, bei der die Außenhülle des Wolfs auf ein Gestell gezogen und angepasst wird. „Wir stopfen nicht aus, sondern im Tier befindet sich eine Schaumstoffform, die je nach Statur des Wolfs abgeschliffen und zumodelliert wird“, sagte sie.

Von Oliver Becker

Baustopp Tankstelle: Das Umweltamt des Landkreises stellte bei einer Routineprüfung auf dem Grundstück Lindenallee Ecke Forstweg eine Belastung des Grundwassers mit chlorierten Wasserstoffen fest. Wegen steigender Kosten wegen Aufbereitung oder Entsorgung könnte der Investor Jet das Bauvorhaben ganz abblasen.

03.06.2017

Baustopp Tankstelle: Das Umweltamt des Landkreises stellte bei einer Routineprüfung auf dem Grundstück Lindenallee Ecke Forstweg eine Belastung des Grundwassers mit chlorierten Wasserstoffen fest. Wegen steigender Kosten wegen Aufbereitung oder Entsorgung könnte der Investor Jet das Bauvorhaben ganz abblasen.

03.06.2017
Teltow-Fläming Dahmeland-Fläming - Die Wirtschaft wählt

Mehr als 30 000 Industrie- und Handelsunternehmen gibt es im Gebiet der IHK Cottbus, weitere 70 000 im Gebiet der IHK Potsdam. Diese Unternehmen sind noch bis Mitte Juni aufgerufen, ein „Parlament“ zu wählen, das die regionale Wirtschaft in den nächsten vier Jahren vertreten soll.

03.06.2017
Anzeige