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Praktikable Lösungen für den nächsten Winter finden

Zuhause in Mittenwalde Praktikable Lösungen für den nächsten Winter finden

Die Wunden des Winters sind noch nicht abgeheilt. Mittenwalder Bürger beklagen einen schlechten Winterdienst und wollen eine Klärung für die kommende kalte Jahreszeit. Manche Straßen seien nie oder nur sehr selten von Eis und Schnee befreit worden. Im Mittenwalder Rathaus ist die Situation nicht unbekannt. Es werden Gespräche mit den beiden Firmen geführt.

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Die Straße am See wird saniert. Die Arbeiten begannen schon letztes Jahr und werden nun fortgesetzt. Der Winterdienst war auch hier schlecht im Einsatz.

Quelle: Fotos: Andrea Müller (2)

Krummensee. Die Krummenseer Bürger sind in diesem Jahr besonders gebeutelt. Erst funktionierte der Winterdienst im Schenkendorfer Ortsteil überhaupt nicht, jetzt gehen die Bauarbeiten an der Dorfstraße nach der Winterpause weiter – ab und zu ist der Weg für die Autos nur über den Gehsteig möglich.

Wenig Interesse für Sorgen der Bürger

Swetlana Bernd hat sich wegen der Panne um den Winterräumdienst an die MAZ gewandt. „Es wird viel über die neue Bürgermeisterin geschrieben, dabei scheint sich an der Arbeitsweise der Mitarbeiter im Amt Mittenwalde nichts zu ändern. Ein für uns gravierendes Beispiel ist der Winterräumdienst der Hauptstraße in Krummensee“, meint sie. Er habe im ganzen Winter nur ein einziges Mal stattgefunden. Beschwerden seien nicht beantwortet worden. Besonders ärgerlich: Die Gebührensatzung sei im August 2016 nachwirkend angehoben worden.

Maja Buße (CDU), Mittenwaldes Bürgermeisterin, kennt das Problem. Und zwar nicht nur für den Ortsteil Schenkendorf-Krummensee, sondern auch für die anderen Orsteile – insbesondere Töpchin-Nord und in Motzen. „Wir hatten zwei Firmen im Einsatz“, berichtet die Bürgermeisterin. Die hätten normalerweise zum einen die Straßen, zum anderen Gehwege und Bushaltestellen von Schnee und Eis räumen sollen. Man sei mit beiden Unternehmen im Gespräch, um die Situation im Winter noch einmal zu analysieren. „Es geht dabei um Kosten-Reduzierung für Leistungen, die nachweislich nicht erbracht worden sind“, erklärt die Bürgermeisterin. Das Rathaus wisse genau, wo in Sachen Winterdienst der Schuh gedrückt habe in der kalten Jahreszeit.

Signale eher ans Rathaus senden

Leider hätten die Firmen eben auch versäumt, bei Problemen ein Signal im Rathaus zu geben. „Zum Beispiel war in Motzen ein Räumfahrzeug kaputt gegangen“, erinnert sich Buße. Anstatt aber Bescheid zu geben, sei einfach nichts getan worden. Die Folge: Die glatte Eisschicht sei immer hartnäckiger und dicker geworden, sodass zum Schluss mit massiven Mitteln vorgegangen werden musste. „Salz dürfen wir aus ökologischen Gründen nicht einfach so einsetzen“, sagt Mittenwaldes Stadt-Chefin. Wenn man im Rathaus Bescheid gewusst hätte, hätte man auch anders auf die Leute zugehen können, ist Maja Buße überzeugt. Sie spricht in diesem Zusammenhang auch von der Bushaltestelle in Brusendorf, die tagelang nicht geräumt worden war.

Dass die Bürger aber kräftiger zur Kasse gebeten werden, weist sie zurück. Auch die Beträge, die die Stadt aufgrund der Mangelleistungen der beiden Firmen nicht bezahlen müssen, würden an die Bürger weiter gegeben. „Das ist auch nicht neu, sondern wird schon lange so gemacht“, sagt Buße.

Jetzt gehe es aber vor allem darum, für den kommenden Winter praktikable Lösungen zu finden – besonders auch für die Straßen, die einfach nicht von Schnee und Eis zu räumen seien, weil sie unbefestigt sind. Eine Variante wäre, sich örtliche Anbieter genauer anzuschauen, die mit der Situation vor Ort umgehen könnten.

Von Andrea Müller

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