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Gewerbe in Mittenwalde Problemzone Innenstadt

Mittenwaldes Innenstadt ist derzeit geprägt von wachsendem Leerstand. Statt schöner Auslagen gähnen leere Schaufenster. Das besorgt Einwohner wie Stadtverordnete. Sie sind der Ansicht, dass dem aktuellen Trend etwas entgegen gesetzt werden muss. Angedacht ist eine Förderung für Gewerbemieten sowie die Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzeptes.

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Leere Schaufenster statt schöner Auslagen: Immer mehr Geschäfte stehen in Mittenwalde leer.

Quelle: Andrea Müller

Mittenwalde. Immer mehr Geschäfte in Mittenwalde schließen. Die Folge: Leerstand. Statt attraktiver Geschäftsauslagen hängen Schilder in den Schaufenstern. Sie werben um neue Mieter oder verkünden schlicht die traurige Botschaft: geschlossen.

Laut Statistik halten sich Gewerbeabmeldungen und Gewerbeanmeldungen aber die Waage. Eine detaillierte Aufschlüsselung kann das Rathaus der Stadt derzeit nicht liefern. Gabriele Frenzel, sie ist Bürgeramtsleiterin und Chefin der Ordnungsverwaltung, teilt mit, dass in Mittenwalde derzeit insgesamt 799 Gewerbeanmeldungen vorliegen. Im Jahr 2015 habe es 43 Abmeldungen gegeben sowie 37 Ummeldungen. Registriert worden seien 50 Gewerbeneuanmeldungen.

Dass es Mittenwaldes Innenstadt nicht gut geht, ist aber auch für den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses der Stadt, Dirk Knuth (CDU), nicht mehr zu übersehen. „Vor zehn, fünfzehn Jahren sind schwere Fehler begangen worden“, sagt er. Statt das Gewerbe zu fördern, habe man den Wohnungsbau unterstützt. Obendrein seien die großen Einkaufszentren entstanden, die die Kundschaft aus den Städten und Kommunen anziehen. Dem müsse jetzt endlich entgegengesteuert werden. „Zum Beispiel, indem man Gewerbemieten subventioniert“, sagt Knuth. Es müsse für Vermieter attraktiver sein, Geschäftsräume zu vermieten, anstatt Läden als Wohnraum zu vermieten, wie es jetzt oftmals geschehe.

Für Heydi Fischer (SPD) ist die derzeitige Entwicklung in der Stadt kaum noch aufzuhalten. „Mittenwalde stirbt", sagt sie, die bis 2004 selbst einen Sportladen in der Stadt hatte. Jetzt ist in dem einstigen Geschäft der Kunst -und Kulturtreff untergebracht. „Was die Stadt jetzt dringend braucht, ist ein Entwicklungskonzept“, so die Abgeordnete. Leider habe der inzwischen vom Dienst suspendierte Bürgermeister Uwe Pfeiffer (parteilos) nie etwas davon wissen wollen, obwohl es von Fachleuten der Hochschule in Eberswalde Vorschläge gegeben habe. Sie persönlich habe keine Ideen, wie man den Handel in Mittenwalde wieder in Schwung bekommt. Deswegen plädiere sie dafür, jetzt Fachleute zu Rate zu ziehen, auch wenn das Geld kostet. „Ehrenamtliche können solch schwierige Aufgabe nicht bewältigen“, sagt Fischer. Schließlich gehe es nicht nur darum, dass die Mittenwalder Einkaufsmöglichkeiten vorfinden, sondern auch Touristen den Ort diesbezüglich interessant finden. Bäcker, Friseure, Apotheken und Gardienenladen seien zwar schön, aber unterm Strich zu wenig.

Von Andrea Müller

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